Dez 312010
 

Wir haben mal wieder was herausgefunden. Die Drensteinfurter Kollegen haben mal verschiedene Vorträge recherchiert:

Im Jahr 2009 gab es einen Kongress ‚Energie und Rohstoffe‘ in Goslar, auf dem auch Herr Werner Grigo (das ist der Chef von Herrn Mehlberg) vom Landesbergamt in Arnsberg einen Vortrag gehalten hat.

U.a. gab es dort den Vortrag Flözgas – Eine innovative Ergänzung im deutschen Energiemix mit folgendem Inhalt:

„In Zeiten steigender Energiepreise und knapper werdender Rohstoffe wird es notwendig, neue Energiequellen zu erschließen. Hier stellt Flözgas eine vielversprechende Alternative zu konventionellem Erdgas dar. Flözgas bietet eine innovative Nutzungsmöglichkeit der deutschen Steinkohlevorkommen und könnte Deutschland unabhängiger von Importen fossiler Brennstoffe machen. Daher beschäftigt sich eine interdisziplinäre Forschungsgemeinschaft im Rahmen des F&E-Projektes „CBM Münsterland“ seit eineinhalb Jahren mit der Machbarkeit einer Flözgasförderung in Nordrhein Westfalen und hat bereits viel versprechende Prognosen für die technische und geowissenschaftliche Durchführbarkeit einer CBM-Gewinnung gestellt. Wenn die nun folgende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wie derzeit erwartet ebenfalls positiv ausfällt, rückt die Erschließung einer neuen, heimischen Energiequelle in greifbare Nähe.“

D.h. seit 2007 gibt es das Projekt „CBM Münsterland“ und die Ergebnisse sind so gut, dass die an die Rohstoffe ran wollen!!!! So – und nun schauen wir mal auf die Website von CBM Münsterland‘:  Dort ist zu lesen:

„Vor diesem Hintergrund erstellte FUMINCO® gemeinsam mit verschiedenen Instituten der RWTH Aachen in den Jahren 2007 und 2008 eine Vorstudie (Pre-Feasibility-Study) über die Machbarkeit einer Flözgasgewinnung durch Tiefbohrungen im Bereich des Ruhrgebiets und des Münsterlands. Das Projekt wurde durch das Land Nordrhein-Westfalen sowie durch die Minegas GmbH und Mingas-Power GmbH finanziert. Der Projektträger war das Forschungszentrum Jülich (PT ETN).“

Das Land NRW ist also seit über drei Jahren von den Vorhaben informiert! Und es geht noch weiter:

Hauptaufgabe für FUMINCO® innerhalb dieses F&E-Projektes war die Ermittlung verschiedener Bohr-, Fraccing-/Completion- und Entwässerungstechniken für Tiefbohrungen zur Förderung von Flözgas, das in unterschiedlichen Zielhorizonten gebunden ist. Anschließend sollten die ermittelten Technologien auf ihre Einsatzmöglichkeit im Rahmen der speziellen Gegebenheiten im potentiellen Zielgebiet Münsterland/Ruhrgebiet ingenieurwissenschaftlich überprüft werden. Zusätzlich wurden Verfahrensalternativen und -erweiterungen wie beispielsweise die Einspeicherung von Kohlendioxid oder die untertägige Vergasung von Kohleflözen in die Überlegungen mit einbezogen. Das Ergebnis des ingenieurwissenschaftlichen Teils der Studie war ein mehrstufiges Konzept zur Erschließung der Flözgaslagerstätte im Zielgebiet, welches in einem 160 seitigen Abschlussbericht vorgestellt wurde.

Wie haben die das gemacht?

Wo sind die Ergebnisse?

Wer hat die Umweltfolgen abgeschätzt?

Ach so – diesen Vortrag gab es in Goslar auch noch: „Stand und Perspektiven geogener Energien in NRW

Inhalt: „Steinkohle, Braunkohle, Flöz- und Grubengas (CBM / CSM & CMM), Erdgas und Erdwärme sind geogene Energien, die in Nordrhein-Westfalen als heimische Energieträger zur Verfügung stehen. In dem Vortrag soll ein allgemeiner Überblick über den Stand und die Perspektiven dieser Energieträger gegeben werden.

Wer hat den?

Wo kann man die Ergebnisse sehen?

Das Wort Umwelt und Gewässerschutz habe ich nirgendwo gefunden. Gefunden habe ich nur, das genau das von der „Waterkant“ beschriebene „CO2 – Thema“ da schon angesprochen wird, und das die ganzen Forschungen vom Land (progress.nrw) bezuschusst wurde. Für mich heißt das, das die angesprochenen Institute und Ingenieur sich ausschließlich auf eine technische und wirtschaftliche Machbarkeit interessiert haben.

Warum wird eigentlich von uns Bürgerinitiativen verlangt sich differenziert mit dem Thema auseinander zu setzen und alle Aspekte zu berücksichtigen? Sind unsere Behörden und Universitäten nicht in der Lage über ihren jeweiligen Tellerrand zu blicken? Hoffentlich die letzten traurige Erkenntnis für 2010.

Dez 312010
 

Fraktion der Unabhängigen Wählergemeinschaft Nordwalde

Antrag an den Rat der Gemeinde Nordwalde Nordwalde, den 30. Dezember 2010

Der Rat möge folgende Resolution beschließen:

„Nachdem der Rat der Gemeinde Nordwalde sich ausführlich mit Möglichkeiten und Risiken der unkonventionellen Förderung von Erdgas auseinandergesetzt hat, kommt er zu folgender Stellungnahme:

1. Die Firma Exxon Mobil soll klar ausschließen, dass im Zuge einer Probebohrung schon ein Probefracking zur Abschätzung des möglichen Gasgewinnes durchgeführt wird. Continue reading »

Regionalrat will Exxon auf die Finger schauen!

 Bezirksregierungen Arnsberg, Zeitung: Sonstige  Kommentare deaktiviert für Regionalrat will Exxon auf die Finger schauen!
Dez 302010
 

Mit Spannung darf man die öffentliche Regionalratssitzung am 19.1.2011 erwarten. Nun hat sich nach der CDU und den Grünen die SPD zum wiederholtem geäußert und Ihre Bedenken geäußert. Besonders das antiquirte Bergrecht wird mal wieder bemängelt. Auch fordert herr Daldrup, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung unbedingt notwendig ist. Folgender Beitrag ist aus der Zeitschrift die Glocke.

Dez 292010
 

Kritisch beäugt Frau Fischer den Pressebericht der CDU Nordwalde. Sie bemängelt vor allem, dass auf die Rot-Grüne Landesregierung verwiesen wird. Diese kann das antiquierte deutsche Bergrecht aber nicht ändern. Vielmehr seien die Fehler bei der CDU Nordwalde selbst zu suchen, weil diese die Bedenken der Gegner anfangs nicht ausreichend berücksichtigt habe. Der ganze Leserbrief ist hier nachzulesen.

Dez 292010
 

Im September habe ich folgende Frage an den Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer gestellt:

Plant Exxon zur Optimierung der Erdgasföderung die Einlagerung von Co2?

Am 30.09.2010 erhielt ich per mail von Herrn Stahlhut (Exon-Mobil) folgende Antwort:

Auch eine Einlagerung von CO2 ist nicht geplant. Wir explorieren hier auf potentielle Erdgaslagerstätten.

Ist das nun wieder Unwissenheit von Herrn N.S. oder was soll das heißen?

In diesem Artikel der Zeitschrift Waterkant steht alles, was uns demnächst blühen kann. Bitte unbedingt lesen!

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift Wakerkant. (www.waterkant.info)

Der Förderkreis: Waterkant würde sich über Spenden oder den Erwerb eines Abos sehr freuen!

Dez 292010
 

In der letzten Woche haben wir uns von der IG mit dem umweltpolitischen Sprecher der SPD Landtagsfraktion und Mitgliedern der SPD Nordwalder getroffen. Siehe Leserbrief von Christian Büchter in der WN.

Am Montag trafen wir uns nun mit Mitgliedern der CDU-Fraktion aus Nordwalde. Neben möglichen Haftungsfragen wurde über das Thema: Verstrickung von Genehmigungsbehörde und Exxon am meisten diskutiert. Continue reading »