Jan 042011
 

Lünne gehört zur Samtgemeinde Spelle und grenzt damit direkt an die Stadt Rheine im Münsterland. Heute, am 04.01.2011 ist der erste Tieflader vorgefahren. Mitte Januar soll gebohrt werden. Die NOZ hat bereits darüber berichtet, somit ist das Thema erstmals in der Öffentlichkeit angekommen.

Hier der Bericht:

http://www.noz.de/lokales/50417266/erdgasbohrung-in-luenne-beginnt

Obwohl in Niedersachsen gebohrt wird, könnte der Kreis Steinfurt wegen der Nähe zur Bohrstelle bei der Trinkwasserversorgung betroffen sein.

Hier kann man wieder sehen, dass es als Nächstes jeden treffen kann.

Im Lokalteil der Lingener Tagespost ist heute ein Leserbrief von Christina und Markus Rolink erschienen. Dieser ist nicht wie eingereicht komplett veröffentlicht worden. Die Originalfassung finden Sie hier:

Lünne im Gasrausch

Weitere Artikel in den „Westfälischen Nachrichten“:

Spelle/Lünne Rheine Nordwalde

Artikel in der “ Münsterischen Zeitung

  5 Antworten zu “Beginn der Bauarbeiten in Lünne”

  1. Die Strategie von Exxon in Lünne ist ebenso simpel wie wirkungsvoll.

    Sie stützt sich auf die „normative Kraft des faktischen“ anders ausgedrückt: Wer A sagt muss auch B sagen (siehe Schlichtung Stuttgart 21).

    Nur, frage ich, hatten die betroffenen Bürger in Lünne überhaupt die Möglichkeit A zu sagen?

    Im Dunkeln ist gut munkeln – da besteht offensichtlich Einigkeit zwischen Exxon und der Genehmigungsbehörde, dem Bergamt – von „Beihilfe“ zur Meinungsbildung und Entscheidungsfreudigkeit will ich hier gar nicht reden.

    Was Zahlt Exxon eigentlich den Landwirten, damit diese die Bohrer auf ihren Acker lassen? Wäre doch mal ne gute Frage.

    Da braucht man sich nicht lange vor der Fernsehkamera: „Wie werd ich Millionär“ rumquälen.

    Die Tatsache, dass diese „Zahlungen“ nicht öffentlich werden gibt auch Anlass zum nachfragen.

    Dem Landwirt, dem das ganze Rumfracken nicht geheuer ist, sichern wir volle Verschwiegenheit zu.

    Kann doch nicht so schwierig sein, ein Exxon-Angebot mit geschwärztem Namen in Kopie der IG gegen Gasbohren zukommen zu lassen – ohne Absender versteht sich; oder hat Exxon eine Verschwiegenheitsklausel eingebaut, die zur Rückzahlung der „Bohr-Prämie“ zwingt? Auch das wäre interessant.

    Viel Mut im NEUEN JAHR wünscht allen

    Horst Bauhof

  2. Sie haben keinen Acker zu vermieten (z.b. an Exxon) und wollen trotzdem ihr Einkommen etwas „pflegen“?

    Dann schauen sie mal nach unter

    http://www.wiwo.de/finanzen/exxonmobil-kostbare-quellen-429688/

  3. Exxon-Verlautbarungen: …wie’s gerade gefällt – oder was?

    Zitat Anfang:
    „Vor der Bohrung muss mit dem Grundstücksbesitzer noch ein privatrechtlicher Pachtvertrag abgeschlossen werden. Natürlich zu ortsüblichen Preisen, betont Hans-Hermann Nack von Exxonmobil.

    Auch sind diese Kernbohrungen nicht für eine Förderung geeignet.(*)

    Sollte sich allerdings in einigen Jahren eine Erdgasförderung in Bissendorf ergeben, hat die Kommune aufgrund der dann fließenden Gewerbesteuereinnahmen keine finanzielle Sorgen mehr…“
    Zitat Ende

    (Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung
    10. April 2010 07:00 Uhr)

    (*) Auf der Veranstaltung der Interessengemeinschaft gegen Gasbohren in Nordwalde, im Dezember 2010 räumt der Public & Government Affairs Manager von ExxonMobil Production Deutschland GmbH – Herr Norbert Stahlhut – ein: …das Exxon nicht nur eine Probebohrung einbringen wolle, sondern dass man auch an einen Probefrack denke. Nur so lasse sich der immense Kostenfaktor, den eine solche Probebohrung koste, für Exxon Mobil rechtfertigen.

    Für wie dumm hält Exxon eigentlich uns Bürger?

    Glaubt Exxon so vertrauen in Aussagen des Konzers aufbauen zu können?

    Ich denke, wer Exxon glaubt hat selber Schuld.

    • Sollte sich allerdings in einigen Jahren eine Erdgasförderung in Bissendorf ergeben, hat die Kommune aufgrund der dann fließenden Gewerbesteuereinnahmen keine finanzielle Sorgen mehr…“
      Zitat Ende
      (Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung
      10. April 2010 07:00 Uhr)

      Die Gewerbesteuer als Segen – was soll diese Irreführung!!!!
      1.) Wieso lassen sich die Kommunalpolitiker so einfach blenden. Je höher die Einnahmen der Gemeinde sich darstellen – desto höher ist auch die Umlage für den Landkreis! Was bleibt vom Gewerbesteuersegen in der Gemeinde????

      2.) Sollte eine Förderung nicht zu verhindern sein, müsste die Kommune zusätzlich zu den versprochenen Gewerbesteuereinnahmen eine Sonderabgabe vom Konzern verlangen – prozentual aus den Erlösen der Gasförderung!!!!!! Dieses Geld müsste, wie es die Norweger machen, in einen Generationsfonds der Kommune fließen.

      Wer bleibt den auf den Altlasten sitzen? Im Regelfall der Steuerzahler – also wir!! (siehe Asse)!!!! Wie soll uns da die lächerliche Gewerbesteuer helfen???
      Was nützt die Gewerbesteuer aus der Gasproduktion – wenn z.B. andere Wirtschaftszweige einknicken. Was ist mit dem Tourismus im Emsland, Münsterland etc.? Hier können viele Betriebe schließen weil die Gäste ausbleiben werden! Was ist mit den Bierbrauern und Getränkeproduzenten in unserer Region, wenn Ihre Wasserquellen durch die Frac-Technologie wohlmöglich wertlos werden?

  4. Siehe: Kommentar von Christian unter IG Lünne

    Verehrter Herr Christian ,

    Mit Interesse habe ich Ihren Kommentar gelesen. Er und Pisastudien belegen, das im deutschen Bildungssystem gerade die Lesekompetenz – hier: das Erkennen/Verstehen von Kernaussagen in Texten – viel zu schwach ausgeprägt ist.
    Daraus resultiert oft in erheblichem Umfang ein breit angelegtes:
    NICHT WISSEN WOLLEN im fortgeschrittenen Alter.

    Sie schreiben: „Einer hat was dagegen und alle werden aufgehetzt.“

    Der Satz ist ja gar nicht so falsch wenn mit “EINER“, Exxon-Mobil und gut eine Hand voll weiterer Energiekonzerne, gemeint ist.
    Und mit „ALLE“ die betroffenen Bürger im sehr dicht besiedelten Deutschland.

    Die Auswirkungen der Gas-Gewinnung mittels Fracking sind im weitaus weniger dicht besiedelten Amerika Gegenstand gerichtlicher Schaden-Ersatzprozesse. Sie nennen das “GROSSES THEATER“. Und “JAHRELANG“ das können schon 2 Jahre sein.

    Die Frage lautet nicht: “WOLLI IHR IM WINTER IM KALTEN SITZEN“
    Die Frage lautet: Was wir tun und lassen müssen, damit unsere Kinder und Enkelkinder und deren Kinder auch noch sauberes gesundes Wasser trinken.

    Sie kommen “AUS DER BRANCHE…“ – da empfehle ich Ihnen sich mit FLORIAN HERZ zusammenzusetzen; dann sind sie schon zwei BESSERWISSER zum “BALL FLACH HALTEN“ oder meinten Sie flach-denken.

    Aber da Sie auf der Seite: gegen-gasbohren.de fundierte Informationen lesen (können), ist Hopfen und Malz noch nicht verloren.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Mut zum nachdenken.
    G-L-Ü-C-K-A-U-F
    Egon Speerspitze
    Wir haben leider keine zweite Welt in Reserve.

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