Jan 162011
 

Zur Informationsveranstaltung in Rheine, war auch Dieter Woltring von der Energie und Wasserversorgung Rheine anwesend.

Bereits vorab wurde in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Rheine eine Antwort der Stadtwerke zur geplanten Gasbohrung in Nordwalde veröffentlich. Darin heißt es:

„Das Risiko, das von der Erdgasbohrung in Nordwalde für die Trinkwasserversorgung in Rheine ausgeht, ist aus hydrogenischer Sicht insgesamt sehr gering bis unwahrscheinlich. Der obere für die Trinkwassergewinnung genutze Wasserleiter ist durch eine mehr als 1000 m mächtige wasserhemmende bis -undurchlässige Schicht (vorwiegend Kreidemergel) vor den Fracing Vorgängen geschützt. Der Abstand vom Bohrplatz bis zu den nächstgelegenen Brunnen der Energie und Wasserversorger Rheine GmbH (EWR) im Münsterländer Kiessandzug (St. Arnold I) beträgt rd. 15 km. Zwischen dem Bohrungsstandort für die Erkundungsbohrung in Nordwalde und den Brunnen der EWR befinden sich insbesonders Bäche und Wassergewinnungen anderer Versorger, die als Barriere für die Brunnen der EWR wirken würden.“

Im weiteren heißt es:

„Aus diesem Grund ist zunächst keine direkte Gefährdung durch die Bohrung in Nordwalde für die Trinkwasserversorgung in Rheine zu befürchten. Dennoch werden die Vorgänge in Nordwalde durch die EWR sehr kritisch verfolgt. […] Die Trinkwasserversorgung gehört zur Daseinsvorsorge. Risiken, die durch eine Erdgasförderung entstehen können, müssen gänzlich ausgeschlossen sein.“

Im Falle einer Förderung wäre Rheine bei einer durchschnittlichen Bohrplattformdichte von 3 km (=maximale Entfernung zweier Horizontal-Fracks) nur 5 Bohrungen von Nordwalde entfernt. Das gleiche gilt für die Entfernung der ExxonMobil Bohrung in Lünne (Niedersachsen). Auch hier liegt Rheine nur 15 km entfernt.

  3 Antworten zu “Stellungnahme der Stadtwerke Rheine zur Probebohrung in Nordwalde”

  1. Es weiß auch keiner genau, wie die Grundwasseradern im Untergrund verlaufen. Ich glaube, für die Grundwasserströme sind 15 km keine Entfernung und Landesgrenzen keine Barriere.

  2. alle institutionen und ihre vertreter, die im untergrund genau bescheid wissen, ohne jemals dort gewesen zu sein oder geologisch sachverständig zu sein, sind hellseher oder spökenkieker, zu deutsch: prüttschwätzer, denen wir unbedingt vertrauen sollten.
    zumal ja nichts weiter auf dem spiel steht als wasser, von dem wir doch gerade mal wieder überschwemmt werden. davon haben wir mehr als genug.
    vergiss nie, wenn eine/r was sagt, zu fragen, wessen interesse der oder die verfolgt! minister und manager verdienen stets volles vertrauen, wie man aus erfahrung weiß. noch vertrauenswürdiger sind nur die pressesprecher, die vertreter der vertreter gewisser institutionen.

  3. … können Stadtwerke so blauaugig sein?

    “Das Risiko, das von der Erdgasbohrung in Nordwalde ausgeht ist (…) insgesamt sehr gering bis unwahrscheinlich. (Weil) der obere (…)Wasserleiter durch eine wasserhemmende bis -undurchlässige Schicht vor den Fracing Vorgängen geschützt (ist).“

    Im Klartext heißt dieser Satz: WIR WISSEN ES NICHT.,

    „Insbesondere Bäche und Wassergewinnungen anderer Versorger, (würden) als Barriere (…) wirken.

    Dieser Satz ist m.E. schlicht infam.

    Ich frage mich: Hat der Schöpfer dieses Satzes im “Kaffeesatz“ gelesen oder das Orakel von Delpi befragt.

    „Aus diesem Grund (Bäche, Wassergewinnung anderer Versorger) istZUNÄCHST keine direkte Gefährdung durch die Bohrung in Nordwalde für die Trinkwasserversorgung in Rheine zu befürchten.“

    Man liest… und traut seinen Augen nicht. Rheine, eine Insel der glückseeligen.

    „Zunächst keine direkte Gefährdung“ will sagen: noch brauchen sie nichts tun, die Stadtwerke Rheine.

    Das erinnert mich fatal an die “drei berühmten Affen“
    – nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.

    Immerhin wird erkannt:

    „Die Trinkwasserversorgung gehört zur Daseinsvorsorge. Risiken, die durch eine Erdgasförderung entstehen können, müssen gänzlich ausgeschlossen sein.”

    Das ist kein Naturgesetz, liebe Stadtwerke, das erfordert aktives Handeln und zwar von IHNEN, den Stadtwerken, bevor das Kind im Brunnen liegt.

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