Jan 202011
 

Das Internetportal DERWESTEN  hat heute  mit einem Bericht über den gestrigen Tag berichtet. Ebenso gab es einen Kommentar zum Thema. Der Kommentar trifft  den Nagel genau auf den Kopf. Wir sind es leid, wichtige Dinge immer nur dann zu erfahren, wenn es Exxon genehm ist. So kann eine immer wieder von Exxon publizierte Bürgerbeteiligung  nicht funktionieren.

Beispiel: Gestern hat Exxon erstmalig bekanntgegeben, dass die Chemikalien, die bei den Bohrungen verwendet werden sollen, vollständig veröffentlicht werden sollen. Das ist ja schon mal ein Fortschritt, der aber nur zu stande gekommen ist, weil der Rat der Gemeinde Nordwalde tags zuvor eine Kehrtwende gemacht hatte. Denn es wurde die mangelnde Informationspolitik des Konzerns bemängelt, u.a. deshalb wird die Förderung von unkonventionellem Erdgas abgelehnt.

  2 Antworten zu “Weitere Pressenotizen: DERWESTEN”

  1. Der Westen: Bürger laufen Sturm gegen Gasbohrungen | http://bit.ly/fvAa6E

    Gute Pressemeldung, aber manche Kommentare machen mich richtig gehend sauer.
    „Selbstverständlich erwartet jeder Bürger, dass er mit Energie versorgt wird. Aber die Energiequelle mögen dann doch bitte nicht vor seiner Haustür liegen, stehen, angebohrt werden.“
    Oder:
    „Alle fahren Auto, alle heizen sie mit Gas, alle schimpfen über die hohen Energiekosten, fast alle haben Angst von Russland, Weißrussland und der Ukraine abhängig zu werden bei der der Energieversorgung. Wenn dann aber Energie aus dem eigenen Land gefördert werden soll, dann bitte nicht vor der Haustüre!“
    Auch schön:
    „Ihnen kann man nur voll und ganz zustimmen, denn wenn in Deutschland investiert werden soll, sei es im Straßenbau, neue Schienen, Kohlekraftwerke, Kernkraftwerke, neue Fabriken, neue Müllheizkraftwerke sowie dringend benötigte Stromtrassen, Pumpenheizkraftwerke usw., usw, sofort bilden sich Bürgerinitiativen und nicht zu vergessen die selbsternannten Umweltschützer, wie BUND, NABU, Umwelthilfe und auch die Grünen.sind sofort zur Stelle um dagegen zu protestieren. Wenn das nicht zum Erfolg führt, werden die Gerichte bemüht.
    Da fällt mir nur noch ein: Armes Deutschland!!!“

    Das zeigt immer wieder, wie wenig über die Fördermethoden bei der Bevölkerung angekommen ist.
    Es ist noch so viel Informationsarbeit zu leisten und ich weiß nicht, ob dazu noch Zeit bleibt? Manchmal verzweifle ich selbst daran, meinen nächsten Freunden, Verwandten und Mitbürgern klar zu machen, worum es geht.
    Das Gute, was ich den Kommentaren abgewinnen konnte, ist dieser Link, der empfohlen wurde. Kannte ich noch nicht:
    http://klima-der-gerechtigkeit.de/2010/11/02/schiefergas-ausweg-aus-der-fossilen-falle/
    Eine gute Zusammenfassung der Problematik, wieder mit Refrenz auf Dr. Zittels Kurzstudie.

  2. Ich habe nichts dagegen, dass vor MEINER Haustür Energie Erzeugt wird. Da steht nämlich das RWE-Kohlekraftwerk Ibbenbüren.

    Ich habe sehr viel dagegen, dass dieses Kraftwerk die Abwärme – sie entspricht im Umfang etwa der erzeugten elektrischen Energie – ungenutzt in die Luft geballert wird.

    Macht nix, das ist im Strompreis eingerechnet, d.h. wir finanzieren diese gigantische, sinnlose, unnötige, umweltbelastende Verschwendung und suchen im Haus nach jeder Ritze um irgendein Isoliermaterial zwecks Energieeinsparung hineinzuquetschen. Das passende schlechte Gewissen erzeugen bei uns die täglichen politischen Fensterreden zur CO2-Einsparung.

    Und damit Energie-VERSCHWENDUNG in Großkraftwerken auch morgen ungebremst, in großem Stil, weitergehen kann, brauchen wir die „unkonventionelle Gasförderung“ – mit all ihren langfristigen Risiken für das lebensnotwendige Grundnahrungsmittel Wasser.

    Wird eines Tages Grundwasser infolge flächendeckendem Fracking in Mitleidenschaft gezogen, nimmt sich der aktuelle Dioxin-Skandal dagegen wie ein “Fliegenschiss“ aus.

    Wir beobachten gerade ein politisch gewolltes KLIMAKILLING. Die BRÜCKENTECHNOLOGIE mit der Lizenz zum Gelddrucken für die großen Energieerzeuger, richtiger wäre ENERGIEVERSCHWENDER.

    Vor dem Hintergrund dieser Fakten ist die Klimaschutzdebatte nichts anderes als geniales Feigenblatt der Politik. Denn im Kern geht es um nicht weniger, als das großes Geld, für große Konzerne in den nächsten Jahrzehnten(!).

    Das CO2 der Energie verschwendenden Großkraftwerke mit zusätzlichem Energieaufwand in den Boden pressen, statt vermeiden, ist der nächste politische Kasseschlager – weiter so… schaffen wir heute die Probleme von morgen- Punkt

Kommentare sind derzeit nicht möglich.