Jan 262011
 

Folgendes Schreiben haben wir heute von Oliver Krischer erhalten. Er hat uns darin eine Studie der Universität Manchester übermittelt, deren Autoren ein umsichtiges Vorgehen bei Bohrungen nach unkonventionellem Erdgas empfehlen, bis die Amerikanische Umweltbehörde Ende 2012 einen Bericht vorgelegt hat. Das ist auch genau unsere Forderung. Unterstützt wird dieser Gedanke zudem von der Tyndall Centre for Climate Change Research der Universität Manchester. Auch hier heißt es wörtlich:

Play it safe! ( Übersetzt: setzt auf Sicherheit)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

das Tyndall Centre for Climate Change Research der Universität Manchester hat eine Studie zu Shalegas veröffentlicht, welche ich Ihnen im Anhang dieser Email übersende (Die WAZ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe). Zum besseren Verständnis haben wir die Zusammenfassung der Studie ins Deutsche übersetzt, das Dokument hängt ebenfalls an. In der Studie werden die in den USA beim Fracing verwendeten Chemikalien sehr genau aufgeführt und auf ihr Gefahrenpotential untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass 58 von 260 beim Fracing verwendete Substanzen aus verschiedenen Gründen bedenklich, teilweise toxisch und krebserregend sind.

Weiter wird darauf verwiesen, dass die Entsorgung des zurück an die Oberfläche strömenden Fracwassers ein großes Problem darstellt, da es neben den Chemikalien auch Schwermetalle und radioaktive Stoffe enthält, die in den Tiefengesteinen auf natürliche Weise vorkommen.

 Die Autoren der Studie empfehlen, in Europa bei der Erschließung von Shalegas sehr vorsichtig und langsam vorzugehen, bis der Bericht der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA Ende 2012 vorliegt.

 Mit freundlichen Grüßen

 Ihr/Euer Oliver Krischer Büro Oliver Krischer, MdB

Sprecher für Energie- und Ressourceneffizienz Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

  2 Antworten zu “Brief von Oliver Krischer”

  1. Ich habe mit Interesse die Zusammenfassung der Studie des Tyndall Centre gelesen. Wäre es möglich, dass Sie mir die komplette, englische Version schicken?
    Ich wohne in Québec, Canada, und wir erleben hier seit einem halben Jahr eine ähnliche Situation wie Sie in Deutschland, nur dass die Exploration statt von Exxon von Talisman und Questerre Energy (aus Alberta) durchgeführt wird. Das ganze St-Laurent-Tal zwischen Montréal und Rimouski ist davon betroffen, das ist der am dichtesten besiedelte Teil Québecs und eine der wenigen landwirtschaftlich nutzbaren Gegenden der Provinz.
    Der Widerstand der Bevölkerung organisiert sich für hiesige Verhältnisse recht gut, wir fordern ein sofortiges Moratorium, aber die derzeitige Provinzregierung unterhält ein sehr engverflochtenes Verhältnis zur Gasindustrie.
    Falls die Situation in Québec Sie interessiert:
    regroupementgazdeschiste.org

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