Feb 042011
 

In den USA sorgt ein Bericht für Schlagzeilen, in der auch der EXXON Dienstleister Halliborton verwickelt ist. Seit 2005 müssen Bohrfirmen in den USA eine Genehmigung einfordern, wenn sie bei der Bohrung Diesel als Bohrflüssigkeit verwenden wollen. Verschiedene Firmen haben das nicht beantragt. 14 Frack-Firmen haben mehr als 32 Millionen l Dieselkraftstoff in 19 Staaten der USA zwischen 2005 und 2009 in den Boden eingeleitet und Sie taten es ohne eine Erlaubnis von Umweltbehörden zu erhalten zu haben. Einer der Umweltverschmutzer war die Firma Halliburton. Mit dieser arbeitet auch Exxon in Lünne zusammen. Die Firmen berufen sich darauf, dass es nur ein freiwilliges Agreement sei. Der ganze Bericht ist hier zu lesen.

Wenn man in Söhlingen nun meldet, dass das Benzol (Diesel ist auch ein Benzol) welches aus einer defekten Kunststoffleitung ausgetreten war und 2500 m³ Erdreich verseucht hat, fange ich an zu zweifeln.

Wer hat denn in Söhlingen als Dienstleister für Exxon gearbeitet?

  3 Antworten zu “USA: Dieselkraftstoff entgegen aller Versprechen als Fracking Hilfe eingesetzt”

  1. Exxon… Informationskonzept

    Phase 1:
    Verschwiegenheit der Behörden/Regierungen nutzen, Gewinnungsgebiete sichern und Störfälle,
    bis zum Beweis des Gegenteils,
    gegenüber der Öffentlichkeit leugnen.

    Phase 2:
    NUR Kern-Bohrungen beantragen
    – eine nach der anderen –
    MÖGLICHST am Licht der Öffentlichkeit vorbei.
    Nordwalde: Pech für Exxon…
    bevor der Bohrer auf dem Acker steht,
    ziehen Bürger Exxonpläne ins Licht der Öffentlichkeit. Ein Novum für Exxon-Europe.

    Phase3:
    Vor Ort (in Lünne) den AHNUNGSLOSEN mimen:
    „Wir haben bis jetzt in Deutschland keine Schiefergasproduktion (…)
    man hat bis jetzt keine Erfahrung darüber“
    erklärt Exxon-Pressesprecher Hans-Hermann Nack
    am 2. Febr. 2011.
    Exxon bohre in Lünne horizontal,
    aber ein Frac sei „nicht beantragt“.

    Das ist, Herr Nack, als habe man beim Gewitter einen hellen Blitz gesehen und versucht den Donner als Ausnahmefall darzustellen.

    Phase 4:
    Exxon geht in die Offensive, unter:

    http://www.erdgassuche-in-deutschland.de

    Dort wird eingeräumt: Exxon fract seit 2008 im Shale Gasfeld, das sich von Nopke1 im Osten, über Schlahe1, Oppenwehe1, Damme bis Lünne1 im Westen erstreckt.

    Vielleicht unterscheidet Exxon Pressesprecher Nack ja nur messerscharf zwischen Schiefer-Gasfeld und Shale-Gasfeld.

    Phase x:
    Zwischendurch… versucht Exxon medienwirksam die “große Politik“ mit Versprechen von Millionen-Investitionen und Arbeitsplätzen zu vereinnahmen.

    Lünne (dpa/lni) „Exxon-Sprecher Norbert Stahlhut kündigte bei einem Treffen mit Bürgern und Politikern an, bei der Erkundung auch das «Fracking»-Verfahren einsetzen zu wollen.“

    Quelle: http://www.bild.de/BILD/regional/hannover/dpa/2011/02/02/resolution-zu-erdgasbohrung-in-luenne.html

    EXXON: wir geben zu,
    was sie schon wissen,
    wenn wir es merken.

  2. Halliburton bohrt für Exxon in Lünne???

    Da sind ja die RICHTIGEN Strategen beieinander.

    Der EINE will nix wissen
    der ANDERE will nix sagen und
    von BEIDEN wills keiner gewesen sein
    wenn’s knallt.

    (Wenn der Hammer den Daumen trifft, ist der Nagel schuld, weil er gerade nicht da ist, wo der Hammer trifft.
    Alte münsterländer Zimmermannsregel)

  3. Das ist die übliche Salamitaktik, wie man sie von der Atomindustrie kennt: Es darf immer nur über eine einzige Scheibe der Wurst diskutiert werden, nie über die Wurst als Ganzes und was für tödliche Gifte darin stecken!

    In den USA hat noch bei praktisch jedem Bohrloch die Giftflüssigkeit (darunter Gifte, die an Wirksamkeit sehr dicht an VX herankommen!), unter -zigtausend Atmosphären Druck stehend, die Gesteinsschichten durchbrochen und ist im Grundwasser gelandet – in mehreren Staaten, z. B. Colorado und Pennsylvania, gibt es schon kaum mehr irgendein Trinkwasserreservoir im Boden, das nicht von diesen Giften durchdrungen wäre. Und seit Januar 2011 dürfen die Firmen in Pennsylvania das ganze Gift fast ungereinigt in die Flüsse leiten, denn die Aufbereitung würde den Gewinn von Exxon & Konsorten schmälern.

    Und wenn es bei uns die nächste Katastrophe gegeben haben wird, dann werden Exxon und Halliburton mit Krokodilstränen erklären, das Unglück sei erstens nicht vorhersehbar gewesen und zweitens könne die Vergiftung des Trinkwassers unmöglich von den Frackingflüssigkeiten kommen.

    Das Fatale ist: In Deutschland unterliegt das Fracking nur dem Bergrecht von 1840, und wasserrechtliche Genehmigungsverfahren sind überhaupt nicht vorgesehen, was auch die Behördenvertreter alles versuchen, uns Sand in die Augen zu streuen.

    Deshalb müssen wir erreichen, daß wasserrechtliche Genehmigungsverfahren die allererste Priorität bekommen!

    Gottfried Karenovics, Dipl.-Chem.

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