Feb 082011
 

Die Kreisverwaltung Steinfurt (Umweltamt) hat die IGGG zu der Sitzung des Runden Tisches am 17.03.2011 eingeladen. Für die komplette Einladung mit Anhängen klicken Sie bitte hier. Als Vertreter der Interessengemeinschaft gegen Gasbohren wird Herr Mathias Elshoff an der Sitzung teilnehmen. Es ist eine nichtöffentliche „Veranstaltung“. Anmerkung von uns: Wenn Sie uns Fragen und „Botschaften“ an Exxon sowie an die Kreisverwaltung mitgeben wollen, wenden Sie sich bitte an uns.

Folgende Fragen hat Herr Fehr am 7.2.11 an Herrn Niederau nachgereicht: Für die Fragen klicken Sie bitte hier. Hier die Anlage: I_003_2011_Vorlage1 

Zitat:

Zur Vorlage I 003/2011 habe ich die Frage, ob es richtig ist, dass die Bezirksregierung
Münster mitgeteilt hat, dass eine wasserrechtliche Erlaubnis „erteilt werden soll“?

In diesem Zusammenhang veröffentlichen wir hier die Antworten zu den Fragen, die bei der Regionalratssitzung am 19.01.2011 gestellt wurden: Antworten Exxon und Antworten Dr Wrede. Die Antworten von der Bezirksregierung Arnsberg, Abt. 6, Bergbau, stehen noch aus. Vielen Dank an Herrn Fehr für diese Informationen.

Unsere Anmerkung: Bei der Sitzung am 17.3.11 wird sich zeigen, wie ehrlich es mit Transparenz und Bürgerbeteiligung gemeint ist. Auch am „Runden Tisch“ kann man über den Tisch gezogen werden. Besonders die Frage von Herrn Fehr aus dem o.g. Zitat lässt nichts Gutes erahnen.

  5 Antworten zu “Kreis Steinfurt: Einladung zum „Runden Tisch“”

  1. Meiner Ansicht nach ist über die Fracking Methode nicht wirklich zu verhandeln:
    Sie ist aus vielen bekannten Gründen zu gefährlich und muss verhindert werden. Es ist schon unglaublich, dass alles im Boden sicher sein soll, wenn die Methode selbst in der Lage ist Erdbeben auszulösen.
    Man darf sich nicht auf eine Diskussion über eine Entschärfung der Fracfluid-Zusammensetzungen einlassen. Das Wasser wird ja durch die Methode selbst untertage noch weiter verseucht. (Schwermetalle und Radioktivität) Das Problem ist, dass es nach wie vor höchst schwierig ist, den Verursacher bei späteren Grundwasser-Kontaminationen nachzuweisen.
    Deshalb sollte EXXONMOBIL aufgefordert werden und sich selbst dazu verpflichten ab sofort jede ihrer Wassereinleitungen bei allen Bohrungen – auch jetzt in Niedersachsen – mit einem noch nach Jahrzehnten eindeutig identifizierbaren Marker zu versehen. Damit Herkunft und Identität jederzeit überprüfbar ist.

  2. Laut Einladung des Umweltamtes der findet die erste Sitzung des “Runden Tisches“ am 17.03.2011 im Hause der Kreisverwaltung statt.

    Am 19.01.2011, in der Sondersitzung des Regionalrates Münster sagte Gernot Kalkoffen, Chef der Exxon Mobil Central Europe: „Exxon Mobil (…) biete (…)Transparenz während des gesamten Verfahrens an.“

    An der Sondersitzung des Regionalrates hat u.a. Herr Kreisbaudezernent Niedereau und ein Vertreter des Kreis-Umweltamtes teilgenommen.

    Die von Herrn Kalkoffen zugesagte Transparenz passt der Verwaltungsspitze des Kreises Steinfurt nicht ins Konzept. So wurde der Runde Tisch kurzerhand als: NICHT ÖFFENTLICHE VERANSTALTUNG deklariert.

    Das ist TRANSPARENZ, wie Landrat Kubendorff und Baudezernent Niederau sie traditionell zu verstehen pflegen.

    Am Runde Tisch ST ist’s dunkel wie in den Fracking-ritzen.

    Bravo!!! meine Herrn

  3. Hallo zusammen,

    der Aspekt, dass diese erste Sitzung bei der Kreisverwaltung NICHT-ÖFFENTLICH ist, wird ganz sicher noch nach hinten losgehen. Nur für wen 😉

    Schicken Gruss!

    Markus

  4. Wenn ich das Dokument nicht nur nach den Buchstaben, sondern auch dem Sinn nach recht verstehe, sind wesentliche Entscheidungen schon im Vorfeld gefallen. Denn wenn Exxon schon mal das ganze Bohrmaterial auf dem vorgesehenen Platz gelagert hat, wird es wahrscheinlich zu spät sein, den ganzen nachfolgenden Rattenschwanz noch zu verhindern.

    Geologische Gutachten können gegen gute Bezahlung ganz nach den Wünschen des Antragstellers ausfallen, wie jedes in Auftrag gegebene Gutachten.

    Als es um das bei Wyhl am Oberrhein geplante Atomkraftwerk ging (das sollte mitten in ein Feuchtbiotop-Naturschutzgebiet gestellt werden!), gab es auch Gutachten, die sich das Badenwerk eine Menge kosten ließ, um darin die Wahrheit ins Gegenteil umzulügen und das Strahlenrisiko schönzureden.

    Wer schaut den Gutachtern in Steinfurt auf die Finger?
    Wer kontrolliert, wieviele Millionen Euro auf das Konto des Gutachters fließen, damit das für die Exxoten gewünschte Ergebnis herausspringt?

    Der „Runde Tisch“ scheint Feigenblattcharakter zu haben. Gibt es denn überhaupt noch die Möglichkeit, das Ganze zu verhindern, nachdem Herr Niederau denen schon so weit entgegengekommen ist?

    Diese Fragen fallen mir spontan dazu ein. Es werden sicherlich noch mehr dazukommen.

    Wehret den Anfängen!

    Gottfried Karenovics

  5. Rhetorik vs. Realität

    Tischgedeck: Ein hoch interessanter Beitrag mit vielen Links, Dokumenten und Belegen.

    http://www.desmogblog.com/natural-gas-industry-rhetoric-versus-reality

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