Feb 142011
 

Bekanntlich hat Exxon seit ein paar Wochen eine Internetplattform geschaffen. Unter http://www.erdgassuche-in-deutschland.de kann man Fragen an den Konzern stellen.  Mit den Antworten sollte man sich nicht gleich zufrieden geben.Unter anderem habe ich  Folgendes gefunden. 

Wie werden Berichte aus den USA bewertet, nach denen es durch die Förderung von unkonventionellem Erdgas zu massiven Verunreinigungen des Grundwassers und des Trinkwassers gekommen ist? 

Antwort:Bei ExxonMobil ist es zu solchen Verunreinigungen nicht gekommen. Nach unseren Erkenntnissen haben die zuständigen Behörden in den USA bisher keinen Fall von Trinkwasserbeeinträchtigung durch Hydraulic Fracturing identifiziert. 

Dazu folgende Anmerkung: 

Wenn 50.000 l Fracflüssigkeit von der EXXON-Tochter XTO ausgelaufen sind und diese in den Boden gelangt sind, sind Grundwasserverschmutzungen eine logische Konsequenz. 

Eine Aktivistin hat sich mit dem Problem mehr beschäftigt. Ihr bisherige Recherche zeigt, dass die Aussage von Exxon nicht haltbar ist. Es gibt zahlreiche Dokumentationen, die Grundwasserverschmutzungen belegen. Teilweise mussten die Konzerne schon Strafgelder bezahlen oder wurden ihnen angedroht! 

Erschreckend ist auch wie sich  innerhalb eines 3/4 Jahres die Qualität der Luft verschlechtert hat. Ergebnisse einer Analyse: 

 

Noch etwas finde ich alarmierend. In den USA kommt es nicht nur beim Fracing, sondern auch bei den Bohrungen zu gesundheitlichen Problemen.

„For many years, drillers have insisted that they do not use toxic chemicals to drill for gas, only guar gum, mud, and sand. While much attention is being given to chemicals used during fracking, our findings indicate that drilling chemicals can be equally, if not more dangerous.What we have learned about the chemicals used in the Crosby well blowout provides insight into why citizens living nearby suffered severe respiratory distress, nausea and vomiting and had to be evacuated from their homes for several days. It might also shed light on why other individuals living near gas operations have experienced similar symptoms during the gas drilling phase (prior to fracking) 

 Übersetzung: Über viele Jahre hinweg, haben Bohrunternehmen darauf hingewiesen, dass sie keine toxischen Chemikalien nutzen, um nach Gas zu bohren, sondern lediglich Guarkernmehl, Schlamm und Sand. Während die meiste Aufmerksamkeit auf den während des Frackings benutzten Chemikalien liegt, zeigen unsere Funde / Forschungen, dass Bohrchemikalien gleichbedeutend gefährlich, wenn nicht sogar gefährlicher sind. Was wir von den Chemikalien, die im Crosby genutzt wurden, gelernt haben gibt uns Einsicht darin, warum nahe lebende Bürger unter unterschiedlichen Atemleiden, Übelkeit und Erbrechen litten. Und auch, warum sie ihre Häuser einige Tage verlassen mussten. Es könnte außerdem beleuchten warum andere Lebewesen, die in der Nähe von Gasbohrstellen lebten, während der Bohrphase genau die gleichen Symptome ausgeprägt haben. 

Dieses Thema werden wir fortsetzen!


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