Feb 182011
 

Foto: dpa

Erneut fällt der Konzern Exxon dadurch auf, dass eine Leitung ( meiner Meinung nach nicht nur die Leitung 🙂 ) mit Lagerstättenwasser nicht ganz dicht ist. Dieses mal ist der Landkreis Oldenburg betroffen. In Hengstlage sind erneut Verunreinigungen des Erdreichs festgestellt worden. Die Leitung wird von Exxon betrieben. Kohlenwasserstoffe sind ins Erdreich gelangt. Ein Sachverständiger des Landesbergamtes meint nicht, dass die Leitung gesperrt werden soll. Bei der Überprüfung wurde auch ein Grundwasserschaden entdeckt, der aber nicht auf den aktuellen Betrieb zurückzuführen sein soll.
Mal wieder ein Problem, beim Möchte-Gerne-Sauber-Sein-Konzern.
Hier der ganze Bericht!

Exxon hat ein weiteres Umweltproblem: Hier noch ein Bericht in NWZ-online

  3 Antworten zu “Wieder EXXON Störfall in Niedersachsen!”

  1. Das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Hannover, untersagt der Erdgasindustrie (Exxon) den Betrieb bestimmter Kunststoffrohrleitungen. Anlass: Leckagen in Exxon Lagerstättenwasser-Leitungen in Söhlingen im Jahr 2007.

    Niedersachsen,
    Landkreis Oldenburg,
    Hengstlage 2011:

    Erneut Verunreinigungen des Erdreichs mit aromatischen Kohlenwasserstoffen aus Exxon- Lagerstättenwasser-Leitungen. Bei den Untersuchungen wurde zusätzlich(!) ein Grundwasserschaden entdeckt, der aus einem älteren Exxon-Leitungssystem entstanden sein könne.
    Quelle: NWZ online vom 18.02.2001)

    Da hat Exxon ja mal wieder richtig Glück, dass es sich nicht um einen “aktuellen“ Schaden handelt.

    Sie sind doch sehr Hilfreich, die Lücken im Exxon-Lagerstätten-Leitungs-Überwachungssystem (ELLÜ), besonders in Zusammenarbeit mit dem erprobten Schweige-Kartell der Aufsichtsbehörden.

    Exxon – die neue Offenheit – wir schaffen Vertrauen.
    Exxon – wir verschweigen mehr, als sie sich vorstellen können.

    Nun ist mir restlos klar, warum Exxon der IG gegen-gasbohren hartnäckig konkrete Antworten zu den eingesetzten Lagerstättenwasser-Leitungstypen verweigert.

    Exxon – es gilt viel zu verbergen,
    Exxon – wir wissen… was!!!

    • Moin Herr Bauhof,

      gerne habe ich diesen Bericht in unsere Homepage aufgenommen. Es wird Zeit, dass das LBEG gründlich kontrolliert wird. Die Machenschaften gehen, mit Verlaub, in Richtung Bananenrepublik.
      Alles stützt sich anscheinend noch auf ein Gesetz aus der Nazi-Zeit von 1940, wo jede Mitsprache ausser Kraft gesetzt wurde.

  2. IG trifft wunden Punkt bei Exxon:

    Mangelhafte Technologie der Lagerstätten-Wasser-Leitungen.

    03.02.2011 Frage an Exxon:

    Welche Art Rohr(e) haben Sie zum Transport der Lagerstättenwässer (…) eingesetzt?

    A) in der Vergangenheit?
    B) werden Sie künftig einsetzen?

    07.02.2011 Antwort von Exxon:

    Es werden verschiedene Materialien eingesetzt.
    Das in der Leitung E 582 eingesetzte Material wird in Erdgasbetrieben nicht mehr eingesetzt.

    Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat mit Schreiben vom 20.01.2011 an die Unternehmen der Erdgasindustrie angeordnet, den weiteren Betrieb von Kunststoffleitungen für den Transport von Lagerstättenwasser einzustellen.

    Die Anordnung bezieht sich auf PE 80 Leitungen eines bestimmten Typs und Herstellers in Gasbetrieben, die derzeit von ExxonMobil weder im Raum Söhlingen noch andernorts betrieben werden.

    Gleichwohl werden in Abstimmung mit externen Gutachtern und dem LBEG weitere Untersuchungen vorgenommen werden, um auch in Zukunft den sicheren Betrieb der von uns
    betriebenen Leitungen zu gewährleisten.

    Mit freundlichen Grüßen/ Best regards,
    Public & Government Affairs
    ExxonMobil Production Deutschland GmbH

    18.02.2011 Neue Pressemeldung
    UNDICHTE LAGERSTÄTTEN-WASSERLEITUNGEN bei Exxon

    Es ist davon auszugehen, dass im Hause Exxon die chemischen und physikalischen Eigenschaften (Belastbarkeitsgrenzen) der eingesetzten Rohrtypen bekannt sind.

    Die Rohrdaten werden von den Herstellern angegeben. Sie stellen kein Exxon-Betriebsgeheimnis dar, werden aber dennoch von Exxon verschwiegen.

    Exxon setzt weiter auf “Salamitaktik“.
    Exxon setzt darauf, das nicht jede Leckage entdeckt wird
    Exxon setzt darauf, dass, wenn schon nicht die Exxon-Leitungen, die Aufsichtsbehörden “dicht halten“ – zumindest bis entsprechende Presseberichte erscheinen.

    Sollte im Hause Exxon der Stand der Technik
    – das PEX-Rohr, stahlummantelt –
    tatsächlich unbekannt sein?
    Regiert hier schlicht der Geiz?

    Das Verschweigen der Rohrdaten durch Exxon lässt kaum andere Schlüsse zu.

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