Mrz 162011
 

Kreiszeitung.de am 16.03.2011:

In Langwedel-Holtebüttel (Niedersachsen) beklagen Hauseigentümer „Risse an Außenwänden. Sie führen das auf den benachbarten Gasförderbetrieb mit Bohrungen in bis zu 5 000 Metern Tiefe der RWE-Dea AG an der Schülinger Straße zurück.

Hier der komplette Artikel.

Zitat:

Die Betroffenen scheuen allerdings aus Angst vor der Macht und den finanziellen Möglichkeiten des Energiekonzerns die Öffentlichkeit und zum überwiegenden Teil auch juristische Schritte. Nur einer hat eine Klage vor dem Landgericht Verden angestrengt, will vorerst aber ebenfalls ungenannt bleiben.

  2 Antworten zu “Risse an Häusern durch Erdgas-Förderbetrieb?”

  1. Ist ein unterschätztes Thema. Und Bohrunfälle oder „Überraschungen“ unter der Erde gibt es immer wieder.

    Meldungen aus den letzten Jahren in Dt. + Europa:
    – Köln, Stadtarchiv und Kirche bei Straßenbahnbohrung eingebrochen bzw. abgesackt
    – Wiesbaden, die Stadt wurde durch eine Fehlbohrung mit Wasser geflutet
    – Staufen, der Boden ist seit Erdwärme-Bohrungen aufgequollen, aufgerissen und Staufen unbewohnbar geworden
    – Thüringen, plötzlich auftretender Einsturzkrater
    – Kiruna, eine schwedische Stadt, muss wg. des Erzabbaus komplett abgerissen und einige km weiter aufgebaut werden

    Ein Spiegel-Artikel vom 01.11.10 lässt aufhorchen:
    Plötzliche Erdrisse
    Experten warnen vor der Gefahr aus der Tiefe
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,726496,00.html

    Jetzt ein Fracking-Szenario hier im Münsterland:
    Durchlässigkeit des Kreide-Deckgebirges + Strontianitgänge + 680 bar Druck pro Bohrung + Erdbeben bis zu 4,7 + künstlich erzeugte Risse, Porösmachen der Erde + 10.000.000 Liter Trinkwasser pro Bohrung + davon 0,5-1 % Chemikalien …

    Es geht ja darum, die Erde „klein zu kriegen“ und ihr die Stabilität zu nehmen, um an Gas heranzukommen.
    In 1000-2000 m Tiefe, hieße es dann von den Befürwortern. Doch wann wurde je zuvor so brachial vorgegangen?

    Käme es wirklich überraschend, wenn die Erde absackt und die gesamte chemikalienversetzte und radioaktive „Plörre“ hochkäme und dabei Erdreich und Trinkwasser kontaminieren würde? Für mich nicht. Ach ja, und dann wären noch die Risse an den Häusern. Aber das Problem wäre dagegen dann als „Peanuts“ einzustufen.

  2. Alles ist reine Physik. Nehem ich etwas unter Erde raus, egal ob Kohle, Erdöl oder Gas, gibt es oben an der Tagesoberfläche Senkungen und es können Schäden, Erdstöße und Flurabstandsänderungen entstehen.

    Westlich von Meppen gibt es z.B. niederländische Erdaförderung, die auf deutschen gebiet Bergschadensregulierungen betreiben.

    Beste Grüße
    Peter Immekus
    (Markscheider)

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