Mrz 242011
 

Der NRW Umweltminister Johannes Remmel hat die Fragen von Wibke Brems (MdL) beantwortet.

Hier die Fragen.

Hier die Antworten vom 15.03.2011

Vielen Dank an Herrn Fehr für die Information.

Foto: Johannes Remmel

  15 Antworten zu “Antworten von NRW Umweltminister Remmel”

  1. Werden zur Prüfung der nicht geklärten /erforschten Fragen Ergebnisse aus den USA herbeigezogen und berücksichtigt (Unter anderem die Tatsache, dass es dort zum Teil schon verboten ist, gerade wegen des Ausmasses der Umweltverseuchung) ?
    Wer überprüft die Prüfer auf eventuelle Seilschaften zu den Konzernen?

  2. Gasbohrungen mit der umstrittenen „Fracking“-Methode seien ohne Gefahren möglich, aber nur wenn sie sauber gemacht würden. Auf diesen Leim will Johannes Remmel, NRW-Umweltminister, die Bürger ziehen.

    Fracken, SAUBER gemacht… Herr Minister Remmel, was verstehen Sie unter „sauber gemacht“ ???

    Ist das… besenrein ums Bohrloch?
    Ist das… unfallfreies fracken?
    Ist das… klammheimliches fracken? (wie 1995 im Münsterland)

    Ist sauber gemachtes fracken
    … wenn’s “Deckgebirge“ dichter hält, als die Rohrleitungen von Exxon?
    … wenn per ORDER DE MUFTI menschliches Versagen ausgeschlossen wird?
    … wenn die Frac-Chemie im Untergrund sich an die Vorgaben der „Experten“ hält?
    … wenn Störfälle erfolgreich kleingeredet oder verschwiegen werden?

    Liegt UNSAUBER gemachtes fracken dann vor, wenn Technik, Geologie oder Biologie sich nicht so verhalten, wie die “EXPERTEN“ es annehmen?

    Sauber gemacht… was das in der Realität bedeuten kann, führt uns täglich das Eigenleben der vermeintlich sauberen, beherrschbaren atomaren Energie anschaulich vor Augen.

    (UN)SAUBER gemacht… ist auf jeden Fall, dass das Umweltministerium den Eindruck zu erwecken sucht, vom Fracken 1995 in NRW keine Kenntnis zu haben.

    Herr Remmel, wie wär’s mit einer Nachfrage bei Herrn Harry Kurt Voigtsberger? Dem für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr zuständigen Minister-Kollegen,

    Halbwahrheiten und Nebelkerzen werden von der Energie-Lobby und deren (ein)gekauften Experten schon genug geworfen.

    • Wo ist denn ’95 im Müsterland gefract worden? Belege?

      • Noch ein Beleg gefällig, Chef?

        http://www.derwesten.de/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/NRW-stoppt-Erdgas-Probebohrungen-id4466929.html

        Bitte beachten das Interview mit dem Dr. Wrede. Auch wenn hier das Wort Fracking schön umgangen wird ist doch klar worum es geht.

        • Hallo Michael,

          keine Ahnung, welche Taktik der Chef verfolgt, aber es ist immer das Gleiche: Vollkommen offensichtliche und belegbare Fakten werden per se in Frage gestellt. Soll er doch die Recherche-Arbeit selbst leisten oder hier die Artikel und Beiträge mal genauer nachlesen. Langsam nervt das. Wahrscheinlich ist das einfach nur sein Ziel: Nerven und mürbe machen. Mein Tipp: Ignorieren!

          • Hallo Vera,

            ja auch meine Idee war: Chef ignorieren und fertig. Aber um ehrlich zu sein, nach allem was ich bisher über Chef weiß, ist er oder sie eine Person, der auch wirkliche Information fehlt i.e. auch wie wir alle mit falschen Informationen gefüttert wurde.
            Als Beispiel führe ich hier gerne die Informationsveranstaltung in Drensteinfurt vom 24.03.2011 an. Nach einer einstündigen Propagandarede von Exxon fragte sich tatsächlich der ein oder andere warum nicht gleich bei Exxon anheuern? Ist doch alles so einfach. Loch in Erde, Wasser drin, Frackchen fertig.. bim bim bim.
            Gott sei Dank, war danach noch der Her Dr. Zittel da, der klar machte warum nicht. Auch Herr Dr. Lück hatte einen sehr interessanten Disput mit dem Chef-Fracker von Exxon; Herrn Dipl.Ing. Sievert.
            Also um auf den Chef zurückzukommen, macht mir der oder die „Chef“ doch Hoffnung auf Improvement. Immerhin hat Chef Beweise verlangt für Behauptungen von seiten der Plattform und hat nach Erreichen dieser zugegeben, solche Fakten nicht gekannt zu haben. Würde unsere Bergbehörde ähnlich arbeiten, gäbe es nur eine mögliche Antwort auf die Anträge von Exxon oder wie auch immer die Erdausbeuter heißen: „Das ist nicht die Lösung der Probleme!!“

            Apropos, Chef, meine Hochachtung für diese Einlassung.

  3. Wie sind die im Ruhrgebiet vorhandenen Bergschäden (und nicht dokumentierte,und schlicht unbekannte „wilde“ Schächte) berücksichtigt, wenn es darum geht, dass die unten verbleibende Giftbrühe angeblich an der Frack-Stelle eingeschlossen bleibt und nicht weiterwandert?
    Und wie sieht es aus bei Erdbeben…ist Beton (ums Bohrloch und als Abdichtung) erdbebensicher?
    Meines Wissens nach nicht.
    Und wer haftet für irreversible Umweltschäden…wenn die Firma pleite geht (siehe AKW Fukushima…Schadenhöhe unüberschaubar, radioaktiv verstrahlte Gegend für die nächsten Generationen) ?
    Wie ist das in den USA? Wer haftet für die verseuchten Flüsse+alternative Wasserversorgung mangels unvergiftetem Trinkwasser ?

    • Ich würde auf den Bürger und Steuerzahler tippen. Und wie sie schon sagen: Manche Schäden sind irreversibel, kein Geld und Preis kann sie wieder beheben, zumindest für eine sehr, sehr lange Zeit nicht. Bevor wir also auf den Schäden sitzen bleiben, sollten wir aufstehen und uns dagegen wehren … bevor sie unserer Umwelt und unserem Lebensraum zugefügt werden.

  4. Hallo Vera und Michael,

    zum Thema „Chef“ und das Forum auf rigworker.net (siehe Artikel „Exxon arbeitet störungsfrei“)

    Dort wird nur mit Nicknamen unterschrieben (bei uns mit richtigen Namen), es werden sicher KEINE Kommentare von uns zugelassen, der Zugang ist mit Login versehen (unsere Website ist für jedermann einsehbar) und über uns wird viel gemeckert (wir dürfen aber möglichst keine kritischen Anmerkungen machen).

    Das kann man doch „ausgewogen“ nennen, oder?

    • Hallo Matthias,

      vielen Dank für die Aufklärung. Natürlich haben diese Leute Angst um Ihre Arbeitsplätze. Vielleicht könnte man ihnen mit Alternativen helfen. Gerade heute gab es einen sehr ineressanten Bericht zu erneuerbarer Energie in dem ZDF Magazin Umwelt.
      http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1293072/Erdgas-als-Stromspeicher#/beitrag/video/1293072/Erdgas-als-Stromspeicher
      Auch hier werden ganz sicher Fachkräfte gebraucht und dieses Konzept löst auch gleich die Probleme mit den Abgasen.
      Brennstoff übrigens: künstlich hergestelltes Methan aus Wasser und CO2. Beide Stoffe werden bei der Verbrennung wieder in ihren Ausgangsstoff zurückgebracht und der Kreislauf kann von vore beginnen. Energiequellen: Sonnen und Windenergie. Es zeigt sich also, dass CO2 auch nicht im Untergrund verklappt werden muss.
      Sehr sehenswerter Beitrag.

  5. Hallo Michael und Matthias,

    es ist schon ein bisschen schade, dass man bei rigworker nicht reinschauen darf, der heutige Beitrag von chef79 hätte mich schon interessiert. Wo ich Ihnen, Michael, zustimmen muss: Immerhin lässt sich Chef auf Diskussionen ein und informiert sich bei der „Gegenseite“. Ich will auch keine künstlichen Fronten schaffen, ein offener Diskurs ist wichtig, selbst wenn einem nicht alle Meinungen passen (oder vielleicht gerade dann?).

    Einen schönen Sonntag, genießt das Wetter! 🙂

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