Mrz 252011
 

Gemeinsame Erklärung der Bürgerinitiativen aus Borken, Drensteinfurt und Nordwalde zur Expertenrunde in Arnsberg:

Hier die Pressemitteilung

Vielen Dank an Jürgen Blümer aus Drensteinfurt für die Ausarbeitung.

  3 Antworten zu “Pressemitteilung der IGGG zur Expertenrunde”

  1. Die Fracking Technologie ist in NRW zum Einsatz gekommen – im Rahmen von Probebohrungen … und vor der Öffentlichkeit jahrzehntelang verschwiegen worden… Warum sagt ihr es jetzt anders?
    …ehrlich gesagt befürchte ich, dass die politische Strategie der Bezirksregierung aufgeht: aufrührerische Energien binden und verharmlosen… Die Expertenauswahl zeigt deutlich, dass man bohren will. Der einzige kritische Experte kommt von den BIs. Wenn jetzt nicht eine deutliche Offensive gestartet wird, mit anders denkenden Experten und mit Demonstrationen, sehe ich schwarz. Mit der Bezirksregierungs-Expertenrunde wird die Meinung in der Öffentlichkeit absehbar umschlagen hin zu: „Gasbohren bei uns ist ungefährlich wenn wir es nur richtig machen.“ … Die Pressereaktionen deuten es an! Und dann wird gedrillt… das ist dann nicht mehr zu stoppen…
    Wo ist ein anerkannter Experte mit „anderer“ Auffassung? Wo ist ein Dahm (Uni Hamburg), der etwas zum Thema Erdbeben durch Gasbohren sagt? Oder ein Hydrologe, der etwas dagegen sagt? Wo findet ein Kongress statt von Experten zusammen mit Greenpeace vielleicht sogar auf EU-Ebene? Es ist auch ein europäisches Problem… und ein regionales…
    Mir fehlen an der Presseerklärung die klaren Bilder… das ist schon zu sehr auf einer „demokratischen“ Verhandlungsebene gedacht. Eine Ebene, auf der es aber eigentlich schon nichts mehr zu verhandeln gibt… Die Erdgas-Lobby hat die Experten mit gesetzt auch wenn es auf den ersten Blick nicht so sichtbar ist… Politik kennt jetzt nur noch eine Sprache, worauf sie reagiert: eine breite Volksbewegung gegen Fracking unterstützt von anderen Experten… Der runde Tisch in Arnsberg wird sonst direkt zum Bohrtisch… Wo sind die Aufkleber und wo steht ein Anti-Fracking-Dorf? Wo sind klare Gegenbilder gesetzt? Wo sind die Aufrufe zur Demo?

  2. Es fehlt nicht an den richtigen Experten. Das Dumme ist nur, dass an verantwortlicher Stelle nicht auf sie gehört wird oder diese wie im Fall des Herrn Dr. Zittel, öffentlich durch die Zeitungen verdächtigt werden, beeinflusst zu sein. So wird der Herr Dr. Zittel in irgendeine Verweigerungsecke gestellt, durch die Westfälischen Nachrichten, und damit dessen Glaubwürdigkeit untergraben. Das ist ein ungeheurer Skandal zumal gerade die Pro-Fracking-Experten sicher ein wesentlich größeres finanzielles Eigeninteresse haben sich auf die Seite von Exxon und Co. zuschlagen. Aber davon findet man keine einzige Notiz in unserer „ach so objektiven“ Presse.
    Wo sind wir hier eigentlich? Verkommt Deutschland nun vollends zum „Bananenstaat“?
    Übrigens hat der Herr Milke, 2. Abteilungsleiter der Bergbehörde Arnsberg, gestern in seinen Erklärungen in der Infoveranstaltung in Drensteinfurt ganz deutlich gesagt, dass seine Behörde abwägen müsse, und zwar zwischen wirschaftlichen Interessen und Gesundheit der Bevölkerung. Die Quintessenz aus Milke´s Aussage war:(wörtlich: „Ich sage ganz klar……“) wo gehobelt wird, da fallen Späne oder auch wo gefrackt wird, da fallen Menschen um, da gerät ein bisschen Frackwasser ins Grundwasser, da fällt radioaktiver Abfall an, aber, was soll´s, geht es doch um wirtschaftlichen Gewinn!!! Alles gar nicht so schlimm.

    Na vielen Dank auch.

  3. Es wird in NRW nun offenbar ein Ringen geben zwischen alten Bergbau-Seilschaften in NRW, die nach so einem „öffentlich gelenktem“ Expertenhearing normalerweise schon die Probebohrungen durchgewunken hätten und neuen grünen Nachhaltigkeits- und Sicherheitsforderungen bei Erdgasbohrungen, die bisher eher untergründig ablaufenden Dingen auf den Zahn fühlen wollen. Ein möglicher Prozess von Transparenz auch in der Energiewirtschaft, der nun hoffentlich in Richtung Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit und Abschätzung von Wirtschaftlichkeit auch unter „Ewigkeitslasten“ folgt, muss von den Bürgerinitiativen auch weiterhin kritisch begleitet werden. Die Öffentlichkeit bestimmt nur so mit, wer sich bei dem momentan entfachtem Gasrausch am Ende durchsetzt, eine Gier der Großkonzerne, die letzten fossilen Bodenschätze nach Fürstenart unter bekannten Risiken zu bergen oder eine Haltung der Vernunft mit zukunftsweisenden Energie-Ansätzen. Es wird spannend.

 Antworten

Sie können diese HTML Tags und Attribute benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

(erforderlich)

(erforderlich)