Mrz 272011
 

Lange hat Helmut Fehr daran gearbeitet, diese Antworten zu bekommen. Zwar etwas verspätet sind sie nun aber endlich da.

Fragen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Regionalratssitzung am 19.01.2011 und Antworten Abt. 6, Bezirksregierung Arnsberg (Bergbau und Energie). Gleichlautende Fragen wurden zum Umweltausschuss des Kreises Steinfurt am 16.03.2011 gestellt und hiermit beantwortet:

(Damit ist jedoch nur ein Bruchteil der Fragen aus dem IGGG-Fragenkatalog beantwortet worden)

Hier das komplette Dokument (März 2011).

Zitat:

Es  ist  bekannt,  dass  die  Antragstellerin  einem  von  ihr  mit  der  Durchführung  von  Bohrungen beauftragten  Unternehmen  den  Auftrag  wegen  Verletzung  des  zwischen  den  Unternehmen geschlossenen  Vertrages  entzogen  hat.

Vielen Dank an Helmut Fehr für die Information.

  13 Antworten zu “Antworten von der Bezirksregierung Arnsberg”

  1. Liebe Freunde,

    manchmal überkommt mich das Gefühl, dass die Bergbehörden von den Landesregierungen und unserer Bundesregierung nur als Prügelknaben hingehalten werden. Solange die Bergbehörden der Bezirksregierungen als Buhmänner dastehen, können sich die übergeordneten Stellen immer schön aus der Affaire ziehen und von einem Mitnehmen der Bürger sprechen.
    Wenn ich das richtig sehe, ist auch die Bergbehörde nur ein ausführendes Organ, welches sich an die, in der Politik gemachten, Vorgaben halten und entsprechend dieser handeln muß. Natürlich haben die Bergbehörden die Aufgabe Anträge auf Kongruenz mit den Bestimmungen zu prüfen und entsprechend zu entscheiden. Punkt aber ist, aus meiner Sicht, doch eindeutig, dass die Vorgaben, wie bereits gefordert, geändert werden müssen…..und dass nicht erst in einem oder zwei Monaten oder irgendwann, sondern hier und jetzt. Und auch nicht nur so ein bißchen (ein Laufzeit verlängerchen hier, ein Fräckchen da), sondern ganz eindeutig in Richtung Zukunft. Und die kann nur heißen: Weg von der Atomkraft und den fossilen Brennstoffen und hin zu den regenerativen Energien. Selbst für das Problem der Energiespeicherung gibt es eine Menge an Lösungsvorschlägen. Wenn man sich nur ein wenig umhört, findet man zu diesem Thema allerhand Informationen, und zwar nicht nur Theorien, sondern auch praktische Anwendungen. Und das nicht nur von irgendwelchen, nach billigem Fusel riechenden, Auguren, nein, ernsthafte Wissenschaftler haben viele Theorien schon in die Tat umgesetzt. Allein es mangelt an politischem Willen. (Ich sage nicht, dass es ihn nicht gibt; ich sage nur, an entscheidender Stelle scheint die Dringlichkeit und Wichtigkeit dieses Problems noch nicht erkannt.) Also, liebe Regierenden, jetzt ist die Chance sehr groß einen tragfähigen Weg für die Zukunft der Energie einzuschlagen. Wer jetzt zu lange zögert, wird irgendwann ein „strahlendes Frac-Süppchen“ auslöffeln müssen.

  2. Hallo Herr Otto,

    fahren sie ein elektroauto? oder etwa ein auto mit
    benzin/diselmotor? wie sollen die autos, busse und flugzeuge
    ohne fossilen Brennstoffen bewegt werden?
    ich habe noch nie ein großes schiff oder einen
    jumbo-jet mit reinen elektromotor gesehen…

    und wenn wir sofort aufhören nach erdgas unkenventioneler art
    zu suchen und unsere konventionelen reserven ausgeschöpft
    sind, wo kriegen wir unsere energie her? automkraft soll
    iherer meinung nach auch sofort abgeschaltet werden.
    wie sollen wir bürger dann an energie kommen die bezahlbar
    ist????
    strom aus regenerativen Energien ist sehr teuer herr otto.

    und warum kennt man die neuen sauberen technologien nicht
    die sie genannt haben? bzw nennen sie doch ihre wunder-
    energie-erzeuger, mit denen man die atomkraft und
    fossilen Brennstoffen sofort ersetzten kann?
    gans so einfach wie sie sich das vorstellen ist das
    nicht…

    2010 war der anteil der stromerzeugung der
    erneuerbaren energien bei 17%…

    wo kriegen wir die anderen 83% her??? von französischen
    atomkraftwerken? das reicht nicht! was machen?

    man sollte nicht zu schnell NEIN sagen.

    Mit freundlichen grüßen

    marc

  3. ansonsten finde ich erneuerbaren energien eine
    gute sache!

    • Man kann nicht von jetzt auf gleich das Energiekonzept in Europa ändern.

      Es ist jedoch unseriös, den Verbrauchern vorzugaukeln, dass es ohne Förderung des unkonventionelles Erdgas in Europa nicht möglich sei, zukünfigt die Energieversorgung im Land zu gewährleisten.

      Lt. Dr. Scholle von der Gelsenwasser AG gibt es auf Mutter Erde noch konventionelle Gasvorkommen für rd. 250 Jahre. Wieso müssen wir dann schon morgen das unkonventionelle Gas mit Hilfe giftiger Fracs fördern, wenn es in 25 Jahren Methoden geben wird, die nicht so belastenend sein werden wie die Technik von heute?

      Es geht den Konzernen ausschließlich um kurzfristigen Profit – mit Nachhaltigkeit hat es nichts zu tun.

      Die Konzerne wissen genau, was sie dort unten tief in der Erde vorfinden – dafür benötigen Exxon und Co. keine Probebohrungen mehr. Ihr Interesse liegt ausschließlich in der realen kurzfristigen Erschließung neuer Gasvorkommen, um ihre Aktionäre bei Laune zu halten.

      Wieso investiert Exxon nicht z. B. in die Entwicklung umweltverträglicher Fördermethoden! Mit 500.000.000 € könnte man sicherlich einige Forschungsprojekte anstoßen. (Diesen Betrag habe ich vor kurzem aufgeschnappt – als Exxon eine Investionskampagne für NRW angekündigt hat umd die Explorationen voranzutreiben).

      Wieviel Geld haben die Automobil- und Nutzfahrzeughersteller ausgegeben, um die Abgasnormen einzuhalten (Euro 4 Euro 5 Euro 6). Es wurden Filtertechniken und Verbrennungszusätze entwickelt und vieles mehr. Diese Entwicklungsgelder – erst Recht die gebundene Manpower der Forscher hätten sie besser in Zukunftstechnologien investieren können. Dann würden wir heute der Zeit nicht hinterherlaufen.

      Jeder kann seinen Betrag leisten, um Energie einzusparen. Man muß nur anfangen und Stück für Stück
      daran arbeiten. Wir heitzen seit einem Jahr z.B. mit Hackschnitzel. Wir haben die alten Wärmepumpen getauscht gegen neue Energiesparpumpen. Nach und nach stellen wir Beleuchtungssysteme um auf LED ….. So kann man sich Ziele stecken und sie nach und nach umsetzen! Das alles geht nicht von jetzt auf gleich.

      Man mus nur JA sagen und anfangen!!

      Viele Grüße
      Berthold

  4. hallo Berthold,

    bedenken sie bitte das nach abschluß einer erfolgreichen
    bohrung 15-30 jahre lang aus nur einem loch gefördert
    werden kann. so kurzfristig kann das geschäft ja nicht sein.

    Dr. Scholle von der Gelsenwasser AG ist meines wissens nach
    kein experte wenn es um erdgasbohrungen geht… er macht
    aber gut werbung für sein unternehmen und in der politik
    ist/wird er ja auch tätig werden! schonmal wählerstimmen
    gutschreiben könnte man vermuten. Sehr OBJEKTIVE!!!!!!

    ich finde es ok wennn man technologien hinterfragt, das
    sollte jeder mensch zum eigenschutz und zum schutz anderer
    tun, aber vieleicht sollte man auch seine eigene
    denkweise auch mal hinterfragen!

    den großteil des konventionele gases welches es „angeblich“
    für 250 jahren noch gibt ist zu über 50% bei dem russen…
    wollen sie das wir fast ausschließlich von den
    russen abhängig sind? die russen hätten ein monopol und
    könnten im großraum europa den preis bestimmen.

    grade weil in deutschland die konventionelen gasvorkommen
    zu neige gehen wird NACHHALTIG die versorgungsicherheit durch
    das unkenventionelle gas sichergestellt.

    ich zitiere sie

    „Wieso investiert Exxon nicht z. B. in die Entwicklung umweltverträglicher Fördermethoden! Mit 500.000.000 € könnte man sicherlich einige Forschungsprojekte anstoßen.“

    die unternehmen gibt viel höhere summen für
    die entwicklung besserer und sicherer fördermethoden aus,
    auch zur erforschung neuer energiequellen…

    es ist nicht alles „böse“ was die energie-förderer tun…
    schonmal darüber nachgedacht?

    Mit freundlichen Grüßen

    Marc b.

  5. @ marc b.:
    Das wichtigste, sachliche Argument von Ihnen scheint die Förderdauer von „15-30 jahre lang aus nur einem loch gefördert werden kann.“

    Mir ist KEINE Bohrstelle, die in unkonventioneller Art ausgebeutet wird, bekannt, die mehr als 14 Monate (!!) ihren Ertrag mit einer Toleranz von 20% ab Fördermax. gehalten hat.

    Wird da das Argument der konventionellen Förderung zum PRO für die unkonventionelle? Das kann man nicht machen. Äpfel mit Birnen… usw.

    Zweifelnd,

    Markus Knäpper

  6. vieleicht liegt das daran das ihr wissen über die förderdauer von bohrungen und über das bohren konventioneler sowie unkenvensioneler art sich auf die suche bei google beschränkt.

    deswegegen kann ihnen das warscheinlich auch nicht bekannt sein.

    ich zitiere sie

    „Mir ist KEINE Bohrstelle, die in unkonventioneller Art ausgebeutet wird, bekannt, die mehr als 14 Monate (!!) ihren Ertrag mit einer Toleranz von 20% ab Fördermax. gehalten hat.“

    unrecht haben sie mit ihrer aussage nicht…

    bohrungen verlieren in den ersten 1-2 jahren das meiste an ihrer kapazität, denoch werden solche bohrungen nicht gleich dichgemaht wenn sie nichtmehr so viel abgeben wie zur anfangszeit. wenn sie eine colaflasche schüttel und aufmachen kommt die meiste kohlensäre raus, aber trotzdem ist noch kohlensäure drin und sie werfen die cola ja auch nicht weg wenn nicht mehr so viel kohlensäure drin ist oder? verstehen sie was ich meine?

    ich würde mich über eine antwort von herrn michael otto bezüglich meiner fragen der ersten komentars sehr freuen.

    Mit freundlichen grüßen

    marc b.

    • Hallo marc b…

      Sie sagen: …bohrungen verlieren in den ersten 1-2 jahren das meiste an ihrer kapazität, denoch werden solche bohrungen nicht gleich dichgemaht wenn sie nichtmehr so viel abgeben wie zur anfangszeit. wenn sie eine colaflasche schüttel…

      Es wäre schön, wenn es hier nur ums schütteln von ein paar (cola)FLASCHEN ginge. Dem ist leider nicht so.

      Vielmehr zeichnet sich ab, das Exxon (u.a.) mittels Einpressen von CO2 die Fördermenge des Nutzgases erhöhen will. Das schafft neue Probleme, Belastungen und Gefährdungen für Mensch und Umwelt.

      Lieber marc, wie wär’s mit einem Klick auf:

      http://www.co2-endlager-stoppen.de/

      Ganz nebenbei, die wahren Gründe für den RUN auf unkonventionelles Gas(bohren) werden von der Gas-Lobby WOHLWEIßLICH verschwiegen – dazu später mehr.

      Bin mal gespannt, was Ihnen dazu einfällt.

      Mit freundlichen Grüßen
      Horst Bauhof

    • Also der Vergleich mit der Cola-Flasche will mir nicht so recht eingehen. Warum sollte man sie vor dem Öffnen schütteln? Der Reiz an Erfrischungsgetränken ist doch gerade die Kohlensäure. Gaukelt die einem doch die Erfrischung vor.

      Was meine Antwort auf Ihre Fragen angeht, so möchte ich nur sagen, dass auch wenn gewisse Dinge Ihren Horizont noch nicht erreicht haben, heißt das noch lange nicht, dass sie entweder nicht existieren, noch heißt das, dass sie unmöglich sind. Möglicherweise haben Sie nur einfach Ihren Horizont zu eng gesteckt. Sollten Sie diesen erweitern wollen, steht Ihnen dazu auf dieser Seite eine große Auswahl an Informationen zur Verfügung. Sie müssen nur ein wenig danach suchen.
      Im Übrigen hat Berthold Allendorf schon gut ausgedrückt was in meinem ersten Kommentar steht. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

      Ach übrigens, was finden Sie denn so gut an ereuerbaren Energien?

      mfg

  7. es tut mir leid das sie zu stur sind meinen vergleich zu verstehen oder zumindest versuchen zu verstehen…

    herr otto… ich bin seit januar fast jeden tag auf dieser seite und kenne so gut wie jeden komentar und bericht. ich finde die seite ist gut gemacht und sehr interesant, denoch fehlen zu 98% glaubhafte quellenangaben.

    glauben sie nicht das ich versuche sie vom fracking oder atomkraft zu überzeugen…

    • Also, soweit ich über geschüttelte Cola-Flaschen weiß, findet beim Öffnen eine Riesensauerei statt und natürlich ist der Effekt des Erfrischungsgetränks stark reduziert, aber dafür kleben dann die Flasche und auch die Hände mächtig. Da Sie nun mal diese Metapher eingebracht haben, wäre es an Ihnen auch die Nebeneffekte aufzuzeigen. Oder haben Sie etwa noch nie eine geschüttelte Cola-Flasche geöffnet?

      Wenn Sie dann aber nicht darauf aus sind, irgendjemand von der unkenventionelen Gasförderung zu überzeugen, frage ich mich doch, ob nicht vielleicht mein Horizont etwas zu sehr eingeengt ist zu erkennen was der Sinn Ihrer Beiträge ist…….marc b.

      Sollten Sie möglicherweise glaubhaftere Quellen haben, wäre es schön, wenn Sie uns diese auch mitteilen.

      mfg

  8. Wo bitte, „marc b.“ fehlen zu 98% glaubhafte quellenangaben???

    Ich bin so wie Sie, eigentlich täglich auf dieser Internetseite und lese die Blogs, Kommentare und Informationen. Dabei klicke ich auch auf die entsprechenden Links…(durchweg bildend).
    Bevor ich auf diese „Seiten“ aufmerksam gemacht wurde, hatte ich sogut wie keine Ahnung vom Gasbohren, etc. .
    Mittlerweile habe ich mich, meiner Meinung nach, gut in das Thema „Gasbohren“, „CCS“ eingearbeitet (gelesen).

    Fazit: Ich bin entschieden gegen diese Art der Aufsuchung und Förderung sogenannter unkonventioneller Gasvorkommen und der Verpressung von co2 bzw. dessen Einsatz zur Steigerung der Fördermengen.

    Ihr Vergleich mit einer Colaflasche, die man schüttelt, finde ich wirklich gut… nachdem der Druck entwichen ist, hat man immer noch Kohlensäure in der Flasche..
    also nochmals kräfig schütteln (fracken, co2 verpressen) und wieder haben wir genug Druck (zur Förderung).
    Und danach???
    Die verbleibende Cola schmeckt nicht mehr…
    Das ausgebeutete Gebiet ist verseucht, belastet, vergiftet, und das auf Jahrhunderte…
    NEIN DANKE STOPP FRACKING

  9. Ich schließe mich Martin Gremme an, ging und geht mir genauso. Es ist mir völlig unverständlich, wie man zu der Behauptung kommt, dass „98% glaubhafte Quellenangaben“ fehlen?!

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