Apr 222011
 

Am Jahrestag der BP-Katastrophe im Golf von Mexiko hat die Gasindustrie ein anderes außer Kontrolle geratenes Leck zu beklagen. Passiert es es in Bradford im Bundesstaat Penssylvania. Bisher mussten 7 Nachbarn evakuiert werden. Mehrere 1000 l Frackflüssigkeit sind in das Oberflächenwasser gedrungen. Aus diesem Fluss erhalten 1 Million Menschen ihr Trinkwasser. Passiert es es einem der ganz großen Konzerne: Chesapeake Energy Corp. Für diese Firma hat Halliburton (die arbeiten in Deutschland auch für ExxonMobil) Zementierungen der Rohrtour in Bradford durchgeführt. Bisher wurde von der Erdgasindustrie immer behauptet, dass es zu einem solchem Unfall nicht kommen kann, weil diese Ventile mehrfach gesichert seien. Mehr Informationen finden Sie auf unkonventionelle-gasfoerderung.de.

Was würde Herr Stahlhut nun sagen:

Das ist kein Zwischenfall. Es handelt sich um einen gemeldeten Vorfall. Die Technik ist beherrschbar. Wir haben ja gar kein Interesse daran die Umwelt zu beeinträchtigen.


Quellen:

http://www.pennlive.com/midstate/index.ssf/2011/04/fracking_spill_in_bradford_cou.html

http://www.desmogblog.com/breaking-pennsylvania-fracking-spill-haunting-reminder-bp-anniversary?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

http://www.grist.org/natural-gas/2011-04-20-major-fracking-spill-happening-now-in-pennsylvania

 

  Eine Antwort zu “Unkontrollierter Fracking-Unfall in den USA”

  1. Na klar,

    für jeden „Unfall“ hat Herr N.S. den passenden Texbaustein. Man kann das aber auch so sehen, dass die Zementierung der Bohrlöcher eine nicht beherrschte Technologie darstellt, was auch das folgende Zitat aus TIME (Thursday, Mar. 31, 2011) nahe legt:

    „Wells need to be properly cemented to prevent any gas or fluid from escaping before it’s collected. Cementing is one of the trickiest parts of drilling — a bad cement job helped lead to the Deepwater Horizon blowout last year — and it can and does fail over time.“

    Sollten Exxon und Wintershall erst einmal den Emscher-Mergel wie einen Schweizer Käse durchlöchert haben und die Zementierungen altern und brechen, dann hätten wir HIER die gleiche Situation wie heute schon vieler Orts in den USA: eine ganze Region ohne eigenes Trinkwasser.

    Helmut Fehr

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