Apr 252011
 

Anregende Diskussionen und viele neue Informationen. Die Veranstaltung der Gruppe Post-Fossil war ein ausgezeichneter Beitrag zur Verbreitung der Informationen zur unkonventionellen Gasförderung.

Dem schönen Wetter mag es geschuldet sein, dass nur rund 30 Menschen zur Vorführung von „Gasland“ mit anschließender Diskussion kamen. Doch das Fazit ist, dass jetzt auch in Kassel – obwohl nicht direkt betroffen – sich Menschen gegen das weltweit umstrittene Fracking-Verfahren einsetzen werden.

In Kassel hat die die BASF Tochter Wintershall ihren Sitz, die in Nordrhein-Westfalen umfangreiche Aufsuchungserlaubnisse erhalten hat. Das Unternehmen versucht sich in Berichten vom Fracking zu distanzieren, ohne es auszuschließen.

Man versucht Frack-Flüssigkeiten zu entwickeln, die die Wassergefährdungsklasse 1 oder niedriger haben.“Überdies sei sein Unternehmen nicht unerfahren in dieser Technologie. In Deutschland habe man bereits 16 mal gefrackt – unfallfrei. Er räumte aber ein, dass zwischen 50 und 80 Prozent der Frack-Flüssigkeit in 2000 bis 5000 Metern tiefe in der Lagerstätte zurückbleiben.

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/hagen/Wintershall-will-beim-Fracking-transparent-informieren-id4466619.html

Mehrere Besucher der Veranstaltung regten einen aktiven Austausch mit Wintershall an. Viele haben Bekannte, die beim Unternehmen arbeiten. Ein erster Schritt könnte sein, daß Wintershall veröffentlich, wo es „16 mal gefrackt“ hat und welche Chemikalien dabei zum Einsatz kamen. Der Transparenz würde das gut tun.

Die Gruppe Post-Fossil, übrigens mit sehr guten Kontakten nach Frankreich, wird ihren Beitrag dazu leisten.

  Eine Antwort zu “Kassel: Diskussionen zur unkonventionellen Gasförderung”

  1. Es ist wohl an der Zeit, das die Landesbergämter und Aufsichtsbehören dieser Republik sich von der bislang flächendeckend geheuchelten Transparenz endgültig verabschieden und in eigener Zuständigkeit offen legen:

    1. Welche Unternehmen in Deutschland bisher WANN, WO und WIE OFT „Gefrackt“ haben.

    2. Von welchen Unternehmen in Deutschland Anträge auf FRAC-ABSICHTEN an welchen Orten vorliegen.

    Sollten Behörden und Landesbergämter weiterhin die Linie verfolgen:

    NUR FRAC-VORGÄNGE resp. FRAC-ABSICHTEN zu bestätigen, die bereits ans Licht der Öffentlichkeit gelangt sind… verspielen sie leichfertig ihre GLAUBWÜRDIGKEIT gegenüber der Öffentlichkeit .

    Aber nicht nur das, mit der Verschleierungs- und Geheimnisstrategie führen die Landesbergämter selbst BEWEIS, dass sie sich in erster Linie als ERFÜLLUNGSGEHILFEN der Energiekonzerne sehen und weiterhin verstehen.

    Wer von Transparenz redet, aber sie (zum Schutz der Gas-Bohr-Lobby) nicht öffentlich durchführt, ist schlicht SCHEINHEILIG uns sucht die Öffentlichkeit zielgerichtet dumm zu halten!

    Der Geist der DDR lässt grüßen.
    Sollte er tatsächlich in den Landesbergämtern (unverfroren) „gepflegt“ werden…?

    Erinnern wir uns:

    „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen“
    und dann stand sie plötzlich da…

    NIEMAND HAT DIE ABSICHT DAS GRUNDWASSER ZU VERGIFTEN…
    wir tun nichts was wir nicht beherrschen… sagt ExxonMobil

    Das mag sein, aber auch Exxon kann (sich) irren
    und „Wassergefährdungsklassen“ lassen sich schon durch „VERDÜNNUNG“ der FRAC-Gift-Brühe beliebig(!) einstellen, das weiß auch Wintershall

    sagt Horst Bauhof

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