Mai 042011
 

Die Vorstellung des Energy Outlook Reports von ExxonMobil sollte Vertretern aus Wirtschaft und Politik zeigen, wie sich ExxonMobil die Energieversorgung bis 2030 vorstellt. Regenerative Energien spielten dabei natürlich nur eine untergeordnete Rolle. ExxonMobil sieht seine Zukunft im unkonventionellen Gas, dass mit dem weltweit umstrittenen Fracking Verfahren, auch in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen gefördert werden soll.

Besonders groß war das Interesse aus Politik und Wirtschaft scheinbar nicht. Dafür waren mehr als 50 Aktivisten bei der vom BUND und den Interessengemeinschaften „Gegen Gasbohren“ organisierten Demonstration. ExxonMobil verweigerte jede Kommunikation mit den Demonstrierenden, aber auch mit der Presse. Für Interviews stand ExxonMobil nicht zur Verfügung.

Zu dünn war scheinbar das Werbematerial, welches vorgestellt wurde und das von den Interessengemeinschaften durch Zitate aus widerlegenden Studien angegriffen wurde.

Die zentrale Forderung der Aktivisten, dass ExxonMobil einer Aussetzung aller weiteren Erkundungen im Bereich der unkonventionellen Gasförderung zustimmt, bis die Risiken für Mensch und Natur abgeschätzt werden können, kam ExxonMobil nicht nach. So lange diese Forderung nicht erfüllt ist, wird es auch weitere Proteste geben.

Die gemeinsame Erklärung des BUND und der Intiativen „Gegen Gasbohren“ inklusive der Info-Materialien stehen zur Verfügung.

Weitere Berichte:

http://www.rp-online.de/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/Protest-gegen-Erdgas-Foerderung_aid_994162.html

http://medien.wdr.de/m/1304439637/radio/westblick/wdr5_westblick_20110503_1800.mp3

  5 Antworten zu “Düsseldorf: Demonstrierende fordern ExxonMobil auf das Moratorium zu akzeptieren”

  1. http://www.ov-online.de/content/view/420894/
    gefunden von Stop Fracking in Facebook

    Interessant, was da zu lesen steht. 76% Prozent Wasser, 21% CO2……..

    Wie bitte??? Bisher hat Exxon immer nur von Wasser geredet. Geht die CO2-Einpressung jetzt doch schon los? Bevor die Gaslager ausgeräumt sind?

    Exxon ist immer wieder für Überraschungen gut.

    • Zur Erinnerung:

      Zitat aus der Niederlausitz aktuell:

      Zum Beispiel in den Karbonlagerstätten im Raum Südoldenburg wird beim Fracking CO2 eingesetzt. Bislang habe der Konzern Exxon die Methode 26 Mal angewandt, erklärte der Sprecher Norbert Stahlhut. Der CO2-Anteil an der Frac-Flüssigkeit schwankt nach den Angaben Stahlhuts zwischen 30 und 70 Prozent. Bei einem Gesamtvolumen des Gemischs von etwa 400 Kubikmeter in den Karbonlagerstätten fließen also bis zu 280 Tonnen CO2. Hochgerechnet hat Exxon demnach tausende Tonnen zur Gasförderung in Deutschland injiziert. Wieviel insgesamt, verrät der Konzern nicht.

      Quelle:
      http://www.niederlausitz-aktuell.de/artikel_6_13493.php

      • vielen Dank für die Erinnerung, Matthias Eschmann. So eindeutig war der Einsatz von CO2 bisher für mich nicht.
        Obwohl hin und wieder am Rande erwähnt schien der CO2 Einsatz ähnlich wie der Einsatz von Dieselöl immer weit entfernt. Was er aber ganz offensichtlich nicht ist.

  2. Natürlich redet Exxon nicht gern darüber, dass das CO2 eingesetzt wird, um auch die letzten Kubikmeter Gas aus der „LAGERSTÄTTE“ zu pressen.

    Diese Technik ist für Exxon besser als eine Lizenz zum Geld drucken; denn: Der Dank der CO2-Kanzlerin für die „CO2-ENTSORGUNG???“ ist Exxon schon jetzt sicher – doch auch die KlimaKanzlerin hat ein Image- und Glaubwürdigkeitsproblem, das mit jeder ungeschickten Äußerung größer wird.

    Diagnose: Die K-Nerven liegen blank.

Kommentare sind derzeit nicht möglich.