Mai 092011
 

 

Landtagsvorlage MV 15-599 vom 4. Mai 2011

Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten; Bohrung „Oppenwehe 1“

Zitat:

Die nach dem Bohrprozess aus Gründen der Bohrlochsicherung und Konservierung im verrohrten Bohrloch befindliche Kaliumchlorid-Flüssigkeit wurde vor der Durchführung des Lagerstättendrucktests gegen Dieselöl ausgetauscht. In der Zulassung des Sonderbetriebsplans wurde festgelegt, dass der Drucktest kein Aufbrechen des Gebirges bewirken darf und dass die Möglichkeit der vollständigen Rückholbarkeit des Dieselöls gegeben sein muss. Die Bohrung ist verrohrt und im Ringraum zementiert, sodass eine Abdichtung gegen umgebendes Gestein und Wasserzutritte besteht. Eine Perforation erfolgte lediglich in großer Teufe, in dem Horizont, in dem der Drucktest ausgeführt wurde.

Unsere Anmerkung:

Wie soll es technisch möglich sein soll, das gesamte Dieselöl aus dem Gestein wieder zurückzuholen?
1 Tropfen Dieselöl kann 1000 Ltr. Trinkwasser ungenießbar machen. Es gibt hier wohl noch einiges aufzuklären.

Quelle:  http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMV15-599.pdf

Vielen Dank an Herrn Fehr für den Hinweis.

Weitere ausführliche Informationen zu dem Thema von Jörn Krüger finden Sie hier:

http://www.unkonventionelle-gasfoerderung.de/2011/05/08/widerspruechliche-darstellung-zum-einsatz-von-dieseloel-in-oppenwehe/

 

  3 Antworten zu “Drucktest mit Dieselöl durch Exxon”

  1. Betrifft Oppenwehe (Drucktest mit Dieselöl)
    Der nächste Satz im Schreiben der Landesregierung erscheint ebenso unrealistisch zu sein:

    „Die Landesregierung wird umgehend prüfen, ob die Auflagen eingehalten wurden und der Drucktest nicht zu einem Aufbruch des die Bohrung umgebenden Gesteins geführt hat.“

    Wie soll das gehen ? Mit einer Sonde ?

    Und das im Zusammenhang mit DIESEL !!

    Hier scheint mal wieder gegen den §1a des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) verstossen worden zu sein, und blind geglaubt worden, dass nichts mit dem Wasser passieren wird.

  2. Handelsblatt – Pinocchio des Tages
    Erwischt bei den kleinen und den großen Lügen:

    „Ich sage noch einmal: Es gibt zurzeit keinen Antrag auf Fracking.“

    Harry K. Voigtsberger (SPD), Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein- Westfalen, am 3. Februar 2011

    Quelle: http://www.handelsblatt.com/panorama/pinocchio-des-tages/erwischt-/3728114.html

  3. Mich würde mal interessieren, wie so ein „Drucktest“ im Detail aussieht. Normalerweise verändert man bei einem Test einzelne Parameter und schaut nach, was passiert. Bei einem Drucktest wird ja dann wohl der Druck erhöht. Wie weit geht diese Drucksteigerung? Wird der Drucktest in dem Moment abgeschlossen, wenn das Aufbrechen des Gesteins einsetzt? Wie will Exxon verhindern, dass Gestein beim „Drucktest“ aufbricht? Oder will Exxon das gar nicht verhindern?
    Oder sind diese Fragen überflüssig, weil „Drucktest“ nur eine andere Bezeichnung für „Test-Frac“ oder schlicht „Probefracking“ ist? Und weil Exxon überzeugt ist, dass die Einhaltung der Auflagen nicht überprüft werden kann?

    Im übrigen: An jeder Tankstelle findet sich ein Schild:
    „Tropfmengen sind sofort aufzunehmen“

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