Mai 132011
 

Die „Neue Westfälische“ berichtet über den Drucktest mit Dieselöl in Stemwede-Oppenwehe.

In welchem Umfang und in welcher Verantwortung war der Kreis an den Genehmigungsverfahren als Untere Wasserbehörde beteiligt?

Zitat:

In dem Bericht des NRW-Wirtschaftsministers Harry K. Voigtsberger vom 4. Mai an den NRW-Landtages werde dargestellt, dass die Bezirksregierung Arnsberg dem Sonderbetriebsplan nach Beteiligung der Unteren Wasserbehörde am 30. September 2010 zugestimmt habe, so Klanke. Daher möchte er wissen, ob die Untere Wasserbehörde – sollte der Minister-Bericht zutreffend sein – keine Bedenken dagegen hatte, dass die sich aus Gründen der Bohrlochsicherung und Konservierung im verrohrten Bohrloch befindliche Kaliumchlorid-Flüssigkeit vor dem Drucktest gegen 25.000 Liter Diesel ausgetauscht wurde. ….

….. „Wie muss sich die Bevölkerung eine, schadlose Zurückholung’ des Dieselöls angesichts der erheblichen Bohrtiefen im Gestein vorstellen? ……

….. Es sei fraglich, ob die Auflagen, wonach es eine Abdichtung geben und das Dieselöl gänzlich rückholbar sein solle, wirklich einen zuverlässigen Schutz für Boden und Grundwasser sicherstellen.

Quelle: http://www.nw-news.de/lokale_news/luebbecke/luebbecke/4477337_Drucktest_mit_Diesel_Was_wusste_der_Kreis.html

 

Kommentar von Yulemk geschrieben am 13.05.2011 09:30 in den „Westfälischen Nachrichten“

EXXON – immer wieder unfassbar unterirdisch! Oder?

Wozu braucht man eigentlich Diesel bei der „Unkonventionellen Gasförderung“? Richtig! Um den Gasfluss zu stimulieren (in der Fachsprache: „well stimulating prozess“)! Man braucht Diesel als das geeignetste Mittel neben Tensiden, um zu testen, wieviel Gas mit Diesel unter Druck aus dem Gestein gelöst werden kann. Zu nichts anderem dient es! Dazu muss aber der Dichtungszement zum gashaltigen Schiefergestein hin durchlöchert – also perforiert werden. Diesel sitzt somit in Oppenwehe1 nicht etwa in einem rundum zementierten und abgesicherten Bohrloch sondern schon im Gestein! Damit ist eine von der Genehmigungsbehörde verlangte „vollständige Rückholbarkeit“ des Diesels nicht gegeben. Der „geschlossene Zementkreislauf“ wurde verlassen.
So, wie es da fabuliert wird, macht es irgendwie keinen richtigen Sinn… Ist das eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit? Es fragt sich doch: Wie können Bergbauamt Arnsberg und Untere Wasserbehörde so ahnungslos einen wirklich „unterirdisch“ anmutenden Prozess genehmigen? Hat EXXON es wieder einmal geschafft, die wirklichen Zusammenhänge im Verborgenen – also Untertage – zu halten?
Wie verbreitet man so eine unglaubliche Idee, mit einem „Drucktest“ die Dichtigkeit von Zement ausgerechnet mit Diesel testen zu wollen? Wo doch ein Tropfen Diesel 1000 Liter Wasser verunreinigen könnten. Will man die Öffentlichkeit für dumm verkaufen? Darauf hoffen, dass niemand sich zum Bohrwurm machen kann, um dort unten im dunklen Schlamm („It’s all mud!“ sagt der Amerikaner… und ölt die Erde…) endlich für aufklärende Erhellung zu sorgen? Freiwillige Schlammtaucher nach vorn! EXXON ist doch wirklich nicht zu fassen. Oder?

Quelle (ganz unten unter Kommentare): http://www.westfaelische-nachrichten.de/aktuelles/muensterland/1546743_Debatte_ueber_Probebohrungen_in_NRW_sorgt_fuer_Vorwuerfe_und_Spott.html

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