Mai 172011
 

So langsam kommen in Oppenwehe immer mehr Ungereimtheiten auf.  Der Baudezernent des Kreises Minden Jürgen Striet hat am Montag in einer Sitzung des Kreistages Auskunft über die Vorgänge am Erdgas-Bohrloch »Oppenwehe 1« gegeben. Ging man bisher davon aus, dass die Bohrung bis zu einer Endtiefe von 2300 m niedergebracht zu haben, scheint man nun doch bis zu einer Tiefe von 2700 m gebohrt zu haben. Auch sei unklar, warum die Mitarbeiter des Öl- und Gaskonzerns EXXONMOBIL das Bohrloch wieder verfüllt hätten. Das berichtet das Westfalenblatt. Ob diese Maßnahmen mit der Bezirksregierung Arnsberg abgestimmt worden sind, ist nicht bekannt. Dazu sagt Friedrich Klanke, Vorsitzender der CDU-Fraktion:

»Es besteht der Eindruck, dass sich ein solcher Konzern wenig um die gegebenen Genehmigungen schert. Das den Bürgern verständlich zu machen ist sehr schwer«,

 

  5 Antworten zu “Hat sich Exxon nicht an Genehmigungen gehalten?”

  1. Ein weiteres Zitat aus dem o.g. Bericht im Westfalenblatt:

    „Für Klanke ergab sich auch die Nachfrage, wer denn für eventuelle »Spätschäden« an der Umwelt nach vielleicht 20 Jahren zuständig sei. Hier habe Striet deutlich gemacht, dass in der Regel zwar der Antragsteller haftbar sei, dass aber in bestimmten Fällen auch die öffentliche Hand für Schäden aufkommen könnte, wie seinerzeit bei der Deponie Münchehagen.“

    Da Spätschäden dem Betreiber sehr schwer nachweisbar sind, wird wohl die Allgemeinheit darauf sitzen bleiben.

  2. Es ist an der Zeit, dass auch ESSO an seinen Tankstellen etwas zurücknimmt – z.B. altes verseuchtes Öl. Aus Verantwortung für seinem offensichtlich immobilen Mutterkonzern. Der wird es nicht mehr von selbst schaffen, sein Öl aus dem Naturschutzgebiet zurückzubefördern.

    Allmählich fehlen mir die Worte, ob dieser unverschämten Dreistigkeit mit der hier unfassbar verantwortungslos gehandelt wird.

  3. 2009 sind noch weitere Bohrungen von ExxonMobile abgeteuft worden, von denen bisher nicht die Rede gewesen ist. Schlahe, Niedernwöhren,…, sind auch Explorationen für unkonventionelle Lagerstätten, „tight gas“.

    Ausserdem, da hängen nicht nur die Ölfirmen drin, sondern auch deutsche Universitäten (die aus der ersten Reihe).

    Und wer gegen Fracking ist, der darf auch auf HDR-Geothermie verzichten. Die fracken auch, wird aktuell dran geforscht, unter anderem von E.ON.

    • Hallo Jupps Hund. Schlahe, Niedernwöhren zielten aber auch auf Shale und nicht Tigth-Gas ab, obwohl die Grünen das als synonym auslegen.
      Ja, auch HDR-Geothermie (HotDryRock) verlangt das Frac-Verfahren. Mach das mal denjenigen klar, die Shalegas von vornherein ablehnen und nach regenerativen Energien (z. B. Tiefengeothermie) schreien!

      • Fracking ist nicht gleich Fracking. Was sagt die Gasindustrie dazu noch mal:

        […]Die meisten Landbesitzer werden den Unterschied zwischen Hydraulic Fracturing und Slick Water Hydraulic Fracturing nicht kennen. Nutze das zu deinem Vorteil. Die meisten Brunnen in Süd-Ohio werden gebohrt und dann gefracct, um eine zuverlässige Trinkwasserquelle zu schaffen. Erzähl ihnen dass. Es ist nichts gefährliches an Fracking. Sonst würde es nicht bei ihren Brunnen benutzt. Falls doch jemand Slick Water Fracturing kennt, vermeide das Thema. Diskutiere nicht über die Chemikalien und andere Stoffe, die beim Slick Water Fracking eingesetzt werden. Die beste Strategie ist, zu betonen die chemischen Mischungen sind gesetzlich geschützt [„Betriebsgeheimnis“] und stark mit Wasser verdünnt.

        Quelle:
        http://www.unkonventionelle-gasfoerderung.de/2011/04/19/usa-argumentationsleitfaden-der-erdgas-und-fracking-industrie/

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