Mai 302011
 

Wie Jörn Krüger jetzt herausgefunden hat , wurde bisher in Niedersachsen ein prozentual viel größerer Anteil an Chemie beim Fracking eingesetzt, wie bisher von der Firma Exxon immer behauptet.

Auf seiner Internetseite www.unkonventionelle-gasförderung.de hat er die genauen Zahlen veröffentlicht.

Hat man uns und der Politik doch immer erzählt, dass der Anteil an chemischen Stoffen beim Fracken maximal bei 2 % liegt, so kann man dann doch selbst auf der Seite des Landesministeriums Niedersachsen lesen, dass der Wert in einem  Drittel der Fälle sogar bei über 10% eingesetzte Chemikalien liegt !

In über der Hälfte aller Frackmaßnahmen in Söhlingen lag der Wert an beigemischter Chemie bei über 5 Prozent !!

Hat man uns nicht am Anfang  mal erzählt, dass selbst die 2% Chemie beim Frackvorgang gar nicht stimmen, sondern es nur 1% sind? Und dann war es in einem Artikel des Landwirtschaftlichem Wochenblattes sogar nur noch Anteile im Promille Bereich. Und jetzt ?

Vielen Dank lieber Konzern, für die W A H R H E I T ! ! !

Noch mehr Dank dem Jörn, dass er mal nachgerechnet hat.

  2 Antworten zu “Und die nächste Lüge aufgedeckt !!”

  1. Hier von Lüge zu sprechen ist relativ hart. Vielleicht gibt es eine Erklärung für die Zahlen, die mangels transparenter Darstellung nicht sofort erkennbar ist.

    Im Text der Drucksache aus dem Landtag heißt es jedenfalls:

    „Der Zeitraum der Technologieanwendung erstreckt sich dabei auf rund 30 Jahre und umfasst insgesamt 52 Bohrlochbehandlungen, da an einigen Bohrungen das Frac-Verfahren mehrfach durchgeführt wurde. Alle hierbei verwendeten nach Chemikalienrecht kennzeichnungspflichtigen Chemikalien sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt:“

    Die Zahlen stammen aus den genannten „nachfolgenden Tabellen“. Es könnte sein, dass hier das Methanol und das Kaliumchlorid nicht zum Fracking gehört, sondern bereits vorher verwendet wurde. In diesem Fall hätte aber jemand bei der Erstellung der Tabellen schlampig gearbeitet.

    Methanol ist übrigens hochgiftig, leicht entzündlich, bildet Dämpfe und ist wassergefährdend. 25g reichen als tödliche Dosis beim Erwachsenen Menschen. Schon darunter gibt es schwere Vergiftungserscheinungen. Beim einem Austritt müßten sofort alle Wasserrechtsbehörden informiert werden.

    http://www.gefahren-abc.info/a-z/m/methanol/methanol.pdf

    Ich bin mal gespannt, wie die Erklärung für die Zahlen aussehen wird und noch gespannter auf die noch fehlenden Infos zu den übrigen, knapp 160 Fracks in Deutschland.

    Jörn Krüger

  2. Heute wurde mir ein Bericht von der ExxoffMobil Veranstaltung in Münster gemailt. Der Autor führt wie folgt aus:“Auf die Präsentation der Toxikologin Frau Dr. Schmitt-Jansen möchte ich hier noch kurz eingehen.Es stellte sich heraus, dass für die meisten Stoffe in der Frack-Flüssigkeit gar keine Angaben zur Toxizität vorliegen. Sie versuchte daher, an Hand von weiteren in Datenbanken vorliegenden Daten über eine Modellrechnung die Toxizität (die Wasser-Gefährung) der Stoffe zu ermitteln. Wie EXXON da bisher zur Aussage kommen konnte, die Frack-Flüssigkeit sei kein Gefahrgut, bleibt schleierhaft. Soweit zur Aussagekraft der Daten von EXXON.“

    Auch hier scheint ExxoffMOBIl nicht ganz die Wahrheit zu sagen, zumindest wurde bisher von Seiten des Konzerns immer berichtet, dass die Frackflüssigkeit ungefährlich ist!

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