Jun 022011
 

Zur Demo in Münster am 27.05.2011:

http://www.muensterschezeitung.de/nachrichten/region/hierundheute/nams/art1757,1300192

Zitat:

Die beiden jungen Männer, die Faltblätter verteilen, stechen optisch schon aus der Menge. Der Flyer, verantwortet von ExxonMobil, empört die Gegner, es wird laut, bleibt aber friedlich.
Die „ExxonBoys“, wie sie ein Demonstrant süffisant nennt, seien im Auftrag der Agentur unterwegs, sagen sie, die für ExxonMobil den Dialogprozess organisieren. Die Polizei verweist die jungen Männer von der Demo, bittet sie, in einem Radius von 100 Meter um die Veranstaltung keine Zettel zu verteilen.

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/muenster/wirtschaft/1556343_Expertenkreis_plant_Probe_Frac.html

Zum Expertenkreis von Exxon am 27.05.2011:

http://www.weser-kurier.de/Artikel/Region/Niedersachsen/387066/Verzicht-auf-Fracking-Einsatz.html

http://www.bild.de/regional/hannover/hannover-regional/zeitung-kein-fracking-im-emsland-bis-maerz-18135598.bild.html

Zur Anhörung im Landtag am 31.05.2011:

Stellungnahme BUND: http://www.bund-nrw.de/fileadmin/bundgruppen/bcmslvnrw/PDF_Dateien/Themen_und_Projekte/Energie_und_Klima/Erdgas/2011_05_26_Erdgas_LT-Anhoerung_Stellungnahme_BUND.pdf

http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/region/hierundheute/art1544,1305266

Zitat:

Die umstrittenen Vorhaben zur Förderung von sogenanntem unkonventionellem Erdgas stellen die Überwachungsbehörden in Nordrhein-Westfalen vor Probleme. Die für die Kontrolle zuständigen Bezirksregierungen seien personell ausgeblutet, warnte Volker Milk von der Bezirksregierung Arnsberg am Dienstag in einer Experten-Anhörung des Düsseldorfer Landtags.

Zum Landesparteitag der Grünen NRW in Emsdetten:

Der Grüne Landesparteitag am vergangen Wochenende in Emsdetten hat zum Thema unkonventionelles Erdgas einstimmig einen Antrag verabschiedet. Beschluss: Wasserressourcen schützen – Gesund leben! Keine Gasförderung mit giftigen Chemikalien! http://emsdetten2011.gruene-ldk.de/files/2010/05/Unkonventionelles_Erdgas1.pdf

Sontiges aus der Presse:

http://www.marler-zeitung.de/lokales/marl/Fracking-macht-etlichen-Sinsenern-Angst;art996,476347

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/Der-letzte-Lagebericht-von-Dr-Manfred-Scholle-fuer-Gelsenwasser-id4718014.html

Zitat:

Vor den Aktionären bezog Scholle auch Stellung zum Thema Fracking: „Meine persönliche Einschätzung ist es, dass das Fracking-Verfahren, wenn man alle Risiken der Umweltbelastung addiert, in dicht besiedelten Gebieten nicht zu verantworten ist.“ Wasserschutzgebiete müssten für derartige Bergbautätigkeiten tabu sein, so der scheidende Vorstandsvorsitzende. „Ich sehe im Moment keinerlei Druck, mit derart rabiaten Methoden Erdgas schnellstmöglich zu fördern. Wir haben ausreichend Zeit, umweltfreundlichere und wirtschaftlichere Verfahren zu entwickeln. Wir sehen das Moratorium in NRW als ersten Erfolg der öffentlichen Diskussion.“

http://www.derwesten.de/staedte/kamen/Prioritaet-fuer-das-Trinkwasser-id4698003.html

http://www.wa.de/nachrichten/hamm/stadt-hamm/diskussionsprozess-ueber-gasfoerderung-hamm-1261523.html

http://www.halternerzeitung.de/nachrichten/politik/inland/art29862,1306510

Zitat:

Remmel: Es ist doch relativ leicht erkennbar, dass die Menschen in NRW nicht wollen, dass beim sogenannten „Fracking“ Chemikalien in den Boden gepresst werden. Das ist doch inzwischen einhellige Meinung. Das kann weder ExxonMobil noch ein anderes Unternehmen gegen die Bevölkerung durchsetzen. Warum auch? Offenbar treten auch nach vielen Jahren noch Umweltschäden durch diese Fördertechnik auf – siehe USA. Ich glaube, das muss man sehr ernst nehmen.

 

 

  4 Antworten zu “Sammlung verschiedener Infos”

  1. Dass Exxon auf fracking bis zum März 2012 verzichten will ist zumindestens nicht ganz richtig. Laut Ablaufplan für die sog. Expertenrunde soll „eventuell“ schon im Oktober ein sog. Probefrack durchgeführt werden. Unklar ist allerdings wo. Auch die Frage wieso überhaupt noch ein Probefrack duchgeführt werden solle ( es gebe doch Beispiele genug ) wurde nicht wirklch beantwortet.

    Aus meiner Sicht riecht die gesamte Veranstaltung nur nach dem Versuch das Muratorium der Landesregierung NRW zu umgehen. Nach dem Motto “ Ein (Probe-)Fräckchen in Ehren, kann niemand verwehren!“.Das Kind muß nur den richtigen Namen haben.

    Interessant war auch, dass beinahe jeder der Referenten erklärte, die Experten könnten natürlich keine wissentschaftlichen Untersuchungen durchführen ( in der Kürze der Zeit ) und seien daher auf die „ehrliche“ Mitarbeit von ExxonMobil angewiesen. Also Exxonangaben statistisch erfassen und verarbeiten? Wie da wohl die Fragen für die Statistiker gestellt werden. Die Konzernvertreter haben Ihre Mitarbeit natürlich sofort abgenickt. Hm….zwischenzeitlich soll aber das Probefräckchen stattfinden.

    Die Frage nach Mitkonkurrenten bezüglich der Untertageresourcen, wie z.B. den Geothermie-Freunden, wurde gleich von Anfang an ins Abseits gestellt.

    Ach ja, die rechtlichen Fragen?? Laut dem Experten für Rechtsfragen gebe es sowieso lediglich 4 Paragraphen, die das Fracken rechtlich berühren. Haftung? Auf persönliche Anfrage bei dem Experten erfuhr ich, dass die Haftungsfrage und natürlich auch die Verjährungsfrist nach deutschem Recht geregelt sei. Maximal 3 Jahre nach Entdeckung eines Schadensfalls und 30 Jahre nach der Schadensverursachung. Seit wann wird nochmals in Söhlingen und anderen Orten in Deutschland nach Erdags gesucht? Und wann kann wohl ein möglicher Schaden verursacht worden sein?

    Das Alles natürlich sachlich, objektiv und sehr professionell, wie gehabt.

  2. Hier 2 Kommentare aus den „Westfälsichen Nachrichten“

    Anwender, geschrieben am 30.05.2011 08:24:

    Offensichtlich korrupt…
    sind diese Leute, die sich vor den Exxon-Karren spannen lassen, um dessen kriminelle Pläne zu realisieren. Wozu muss man hier Probebohrungen vornehmen, wenn es bereits Jahrelange Erfahrungen mit diesem desaströsen Verfahren an anderer Stelle gibt? Weil hier eine andere Geologie vorliegt? Die Unterschiede können nicht so groß sein, dass man mit den immensen Datenmengen, die an anderer Stelle erhoben werden können, nichts anfangen kann. Schließlich können heute mit Computersimulationen weitaus komplexere Vorgänge mit hoher Treffsicherheit dargestellt werden. Und allein die negativen Erfahrungen wie
    – schlechte Anlagenwartung
    – völlig unzureichende Entsorgungskonzepte
    – fehlgeschlagene Sicherheitmaßnahmen
    – wuchernde Gewinnoptimierung zu Lasten der Betriebsicherheit
    – und nicht zuletzt skrupellose Vorgehensweise der Betreiber
    reichen völlig aus, um allen Antragstellern deutlich und dauerhaft die Tür zu weisen. Nicht ohne Grund werden auf dem amerikanischen Kontinent die Fördergenehmigungen stellenweise bereits wieder rückgängig gemacht (was auch Exxons Suche nach alternativen Standorten erklärt). Dort begreift man langsam, aber leider viel zu spät. Wir haben noch die Chance, diese Katastrophe zu verhindern!
    —————————–

    Yulemk, geschrieben am 28.05.2011 10:55:

    Der Exxon-…kreis: „Wes Geld ich nehm…“
    25ooo Liter Diesel warten tief in einem Bohrloch im westfälischen Natur- und Wasserschutzgebiet Oppenweher Moor darauf, dass sie aus dem tiefen Stein per „Lifting“ wieder rückstandlos entfernt werden. Wie die von Exxon bezahlten „neutralen“ Experten dass wohl wissenschaftlich sauber hinbekommen? Darauf wartet gespannt eine beunruhigte und verärgerte Öffentlichkeit. Aber das ist gestern kaum Thema gewesen in der Backstube der Münsterschen Winterburnkaserne, wo Exxon seine neue Öffentlichkeits-Strategie geprobt hat. „Wissenschaftlich unabhängig und neutral“, so seien die befrackten Experten, die von Exxon bezahlt und beauftragt werden. Die dadurch völlig fadenscheinige und absurd klingende Strategie ist es, öffentlich durchzusetzen und sogar per Probe-Frac zu beweisen: Selbst Fracking mit Diesel ist eine ganz saubere ungefährliche Sache! Für wie dumm hält eigentlich der amerikanische Multikonzern Exxon eine deutsche Öffentlichkeit?
    Soll uns nun mit hochtrabenden wissenschaftlichen Fachtermini verkauft werden, dass Scheiße Gold ist? Soll uns egal sein, dass die ach so sicher zementierten Halliburton-Golf-Bohrlöcher in 50 oder 100 Jahren mit Sicherheit hochgehen. Unser Trinkwasser irgendwann blubbert, nach Diesel schmeckt und eher zum Heizen nutzbar ist?
    Aus dem schönen Münsterland soll das Land der 100 Bohrtürme werden, damit Exxon Geld mit Gas verdienen kann. Ein stinkendes leitungsverseuchtes giftiges Gasland. Dass will Exxon uns mit seinen sauberen Experten verkaufen. Ich hoffe und wünsche, dass im Münsterland vor Exxon alle Türen ins Schloss fallen. Leute wacht endlich auf! Eine giftige große Exxe schleicht durchs Land… und redet stets mit gespaltener Zunge…

    Quelle (unter dem Artikel):

    http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/muenster/wirtschaft/1556343_Expertenkreis_plant_Probe_Frac.html

  3. 180 Kilometer vor der Küste Grönlands war es in der vergangenen Woche Greenpeace-Aktivisten wiederholt gelungen, die 53.000 Tonnen große Ölbohrinsel „Leiv Eiriksson“ am Beginn der Bohrungen zu hindern. Zwei Greenpeace-Kletterer hatten sich in einer Überlebenskapsel an die Plattform
    gehängt.

    Die Gefährlichkeit der Ölförderung in der Arktis bestätigen Dokumente der britischen Regierung.

    Greenpeace fordert vom Ölkonzern Cairn die Offenlegung der Notfallpläne für Arktis-Ölbohrung und hat beim grönländischen Parlament offizielle Beschwerde gegen diese Geheimhaltung eingelegt.

    Anwälte des Ölkonzerne Cairn drohen Greenpeace mit einer Millionen-Strafe. Das zeigt, wie verzweifelt sich der Ölkonzern bemüht, diese Notfallpläne geheim zu
    halten.

    In Deutschland setzt Exxon auf Akzeptanzförderung mittels PR-Info und Runde-Tische
    Die “Dialogform“ des Ölkonzern Cairns zeigt, mit welchen Mitteln Ölkonzerne letztendlich die Ausbeutung ihrer “Gewinnungsfelder“ durchsetzen. Was Zählt sind Aktienkurse und Konzern-Gewinne.

    Neben den Ölkonzerne Cairn und Chevron hat auch Exxon Lizenzen für Bohrungen in der Arktis erworben.

    Die Natur an sich scheint für Ölmultis letztendlich von “untergeordneter Bedeutung“ zu sein.

    Mehr lesen sie mit Klick auf:

    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110606_OTS0213/greenpeace-fordert-offenlegung-der-notfallplaene-fuer-arktis-oelbohrung

    Exxon… wir tun nichts, was wir nicht auch verantworten können.

    Was BP zu verantworten hat ist der Öl-Gau im Golf von Mexiko… und Grönland liegt weit(genug) weg, vom Mutterland der US Öl-Multis!

  4. Eine neue Studie belegt, die Niederlande drohen abzusacken.
    Ein Schwerpunkt ist die Region um Groningen, wo vor allem die Erdgasförderung ein Absacken des Erdreiches auslöst.

    Mehr unter:
    http://www.niederlande-wegweiser.de/niederlandenews_0509niederlandesacktab.html

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