Jul 052011
 

In der gestrigen Ausgabe des Magazin Markt auf NDR wurde auf die Gefahr der Radioaktivität hingewiesen, die mit der Förderung von unkonventionellem Erdgas verbunden ist.  Dort heist es unter anderem: Das Märchen von der sauberen Erdgasförderung verliert nun endgültig seinen Zauber.

Auch das Ziel der fördernden Unternehmen wird hier angeprangert. So heißt es:  Ausbeute erhöhen, auch die letzten Gasreserven sollen aus dem Boden geholt werden.

Vor allem die fehlenden Kontrollen durch die Behörden in Niedersachsen werden in dem Beitrag kritisiert.

Die Einzigen, die die Werte des Lagerstättenwassers und der anfallenden Bohrgestänge, Tanks und Filter überprüfen, sind die fördernden Firmen selbst.

Alleine im letzten Jahr seien in Niedersachsen 970 Millionen Liter kontaminiertes Lagerstättenwasser wieder an anderen Stellen ins Erdreich gepumpt worden.

Hier kann man sich die Sendung nochmals ansehen.

 

 

 

 

  8 Antworten zu “Auch der NDR berichtet über das Risiko der Radioaktivität”

  1. Warum verschweigen Sie hier, dass aufgrund der geringen Strahlungsdosis das Lagerstättenwasser nicht unter das Strahlenschutzgesetz fällt?
    Ah, ich vergaß: Radioaktivität, egal aus welcher Quelle und in welcher Dosis reicht als Totschlagargument! Viel Spaß beim nächsten Röntgentermin!

  2. Verehrter Herr Arndt,

    das hätte ich bei Ihnen wirklich nicht erwartet…

    dass Sie den Unterschied zwischen radioaktiver Strahlung und Röntgenstrahlung nicht (hinreichend) kennen.

    Was regen Sie sich hier auf, lassen Sie den „dummen“ Fraccinggegnern doch einfach ihren spaß und…

    Gute Nacht!

    • Nächstes Mal mache ich kenntlich, dass es Provokation war.
      Wollte nur darauf hinweisen, dass Röntgenstrahlung, ebenso wie radioaktive, je nach Dosis gesundheitsschädlich oder harmlos ist. Getreu: „Dosis facet venum“.
      Abgesehen davon habe ich noch nie jemanden von Ihnen als „dumm“ tituliert. Der Kritikpunkt ist nach wie vor, dass Sie Halbwahrheiten, gar Lügen als Fakten verkaufen oder im schlimmsten Fall hier etwas einbringen, was mit Ihrem Anliegen nicht das Geringste zu tun hat.

      Einleitung zu dieser Seite: „Weltweit wird nach unkonventionellen Gasvorkommen gesucht oder bereits gefördert. Im Gegensatz zu konventionellen Gasvorkommen, muss dafür das Methan unter enorm hohen Druck mit einem Gemisch aus Wasser und teils hochgiftigen Chemikalien aus den gasführenden Schichten herausgebrochen werden. Millionen Liter Wasser und Tonnen Chemikalien kommen dabei zum Einsatz.
      Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zum Hydraulic Fracturing, kurz Fracking, und den Menschen, die sich gegen den Einsatz des weltweit umstrittenen, teils schon verbotenen, Verfahren einsetzen.“

      Was hat z.B. eine Undichtigkeit bei einer Esso/Exxon-Tankstelle etwas mit der Förderung aus unkonventionellen Gaslagerstätten zu tun? Als ob es sowas nicht auch bei anderen Unternehmen (leider) gibt. Hauptsache billig auf ein Unternehmen eindreschen.
      Oder aber, auch an Jörn Krüger gerichtet: Was soll unkonventionelle Gasförderung sein?
      Was soll dieses ewige Geblubber von „weltweit umstrittenen, teils schon verbotenen, Verfahren“?
      Wo ist, da Sie informieren wollen, der Hinweis, dass es in Deutschland aufgrund sehr hoher Auflagen diesbezüglich keine nachgewiesenen Probleme gibt? Wo wird erwähnt, dass in Russland, einer unserer Hauptbezugsquellen für Öl und Gas ständig etwas geschieht (wobei die Billanz in den letzten Jahren positiver ausfällt, auch aufgrund deutschen Know-Hows)?

      Qualifizierte Antworten bekommt man von Ihnen nicht!
      Grandios sind jedenfalls die neueren Entgleisungen, z.B. die Fotoserie, wo unter „Bötersen Z11“ Bilder der NEL zu sehen sind oder auch Waldgebiete, die erst auf den zwweiten Blick deutsche Normalität darstellen (abgestorbene Äste sind normal in kaum lichtdurchfluteten Vegetationsschichten).

      Und zum Abschluss nocheinmal: Hier werden Tonschieferschichten auf eventuelle Gasführung erkundet.
      Ob jemals eine Förderung stattfinden wird, ist völlig offen! Und die z.T. katastrophalen Zustände in Amiland habe ich, wenn ich mich recht entsinne, hier schon einmal erläutert.

      • 1.Uns wird suggestiert, dass bei ExxonMobil keine Unfälle passieren. (Siehe NDR Interview Sendung Markt mit Herrn Norbert Stahlhut) Wir prangern daher alle Umweltsünden an, die der Konzern ExxonMobil zu verantworten hat. Dazu gehört dann auch mal eine defekter Tank an einer Tankstelle, die Tankerkatastrophe der Exxon Valdez, defekte Rohrleitungen in Söhlingen und Hemslingen, die Ölverschmutzung des Yellow-Stone-River. (Anmerkung:Bemerkt, es passieren doch Unfälle). Die sind nun mal nicht zu vermeiden. aber dann soll man das auch zugeben. Herr Arndt beim zweiten Punkt, meiner Kritik an Ihrem Verhalten, frage ich mich, ob Sie nur aus ihrem Fenster heraus schauen. Dort mag es vielleicht noch keine Bürgerproteste geben. In Frankreich protestieren an einem Tag 20.000 Menschen gegen Fracking. In den USA finden ständig große Demonstrationen statt. Großen Widerstand gibt es in Südafrika, Deutschland und Australien. Wenn Sie einen Facebook-Account haben, schauen Sie mal nach, wo sich weltweit Widerstand breitmacht. Verboten ist Fracking in Frankreich,in mehreren Bundesstaaten der USA (u.a. Arkansas, New York, New Jersey) und in England ist es nach 2 Erdbeben ausgesetzt worden. 3. Sollten da mal Fotos falsch beschriftet worden sein,bitten wir das zu entschuldigen und werden es sicherlich ändern.

        • So, Herr Elshoff, dann werde ich mal umfangreich antworten und erwarte von Ihnen, dass Sie meine Antwort auch freischalten. Meine Antworten und Ausführungen betreffen auch Ihre Mitstreiter Herrn Bauhof und Herrn Krüger, sowie auch Herrn Eschmann.
          Zu Ihrem ersten Punkt: Herr Stahlhut suggeriert mitnichten, dass ExxonMobil weltweit unfallfrei arbeitet. Im besagten Interview bezieht er sich auf die inländische Erdgasproduktion und nur auf diese! Daher sind Ihre Anprangerungen tatsächlich nur billiges Eindreschen auf den Konzern. Was den Vorfall mit den Lagerstättenwasserleitungen in Söhlingen und Hemsbünde betrifft, so kann man von mir aus gerne darüber diskutieren, ob es sich um einen Störfall handelt oder nicht. Da bleibt uns der Konzern tatsächlich eine Antwort schuldig, wie er einen Störfall definiert. Mir würden menschliches Versagen oder mangelnde Wartung einfallen, nur trifft beides nicht zu, da der Schaden eben bei Wartungsarbeiten (!) auffiel. Ob unter einem Störfall eventuell unzureichendes/ungeeignetes Material zu verstehen ist, sollte Basis der Diskussion sein. „Defekt“, wie Sie behaupten, waren die Leitungen wohl nicht, da die Stoffe diffundiert sind und nicht durch eine Leckage ausliefen.
          Zu Ihrem zweiten Punkt und hier werde ich sehr ausführlich antworten: Zunächst einmal bin ich im Gebiet des nach der niederländischen Erdgaslagerstätte „Groningen“ größten Lagerstättenkomplexes „Altmark“ mit ca. 400 niedergebrachten Bohrungen zwischen 1967 und 1991 aufgewachsen. Davon konnten ca. 320 fündig gestaltet werden (alles ohne die niedersächsischen Feldesteile „Wustrow“, „Lemgow“ und „Volzendorf“). Dadurch habe ich ein entspanntes Verhältnis zur Erdgasförderung (wie auch der überwiegende Teil der dortigen Bevölkerung) und begann mich schon in der Kindheit mit der Bohr- und Fördertechnologie auseinanderzusetzen. Ob nun in Frankreich 20.000 Menschen demonstrieren, interessiert mich nicht! Der Franzose ist bekannt dafür, dass er gerne demonstriert und wird im Grunde von mir dafür auch geschätzt. Aber in diesem Falle unterstelle ich, dass die Demonstranten nicht wirklich wissen, wogegen sie protestieren und ihr „Wissen“ auf den Zuständen in den USA basiert (dazu später mehr). Ihre Behauptung, dass es „großen Widerstand“ in Deutschland gibt, kann ich nicht teilen. Videos lassen ein eher geringes Interesse vermuten.
          Und da sind wir am eigentlichen Punkt, meiner Kritik an Ihrem Verhalten: Sie verkaufen sich, insbesondere Herr Krüger, als DIE Experten in Sachen „Hydraulic Fracturing“ und fallen immer wieder durch fachliches Nicht-Verstehen, Halbwissen, Diffamierungen und im schlimmsten Fall sogar vorsätzlichem (?) Verbreiten von Unwahrheiten auf.
          Fangen wir doch gleich mal mit ein paar Begrifflichkeiten an:

          1. „Unkonventionelle Erdgasförderung“: So etwas gibt es nicht!!! Es gibt auch keine unkonventionellen Techniken, Bohrmethoden oder unkonventionelles Erdgas. Das, was „unkonventionell“ ist, sind die Lagerstätten/Vorkommen, zu denen Shalegas, CBM, Aquifergas, Gashydrate oder auch Tightgas gehören, wobei im letzten Fall diskutiert wird, ob es überhaupt noch dazuzählt, da es mit bekanntem technischem Aufwand gewinnbar ist. Zumindest ist der Übergang von Tightgas zu konventionellen Sandsteinlagerstätten fließend.
          2. „Claims“ bzw. das „Abstecken“ ebendieser: Eine Erfindung der (ahnungslosen) Medien! Die Formulierung lässt vermuten, dass Vertreter der Firmen ins Gelände ziehen und die Aufsuchungsgebiete auspflocken. Totaler Blödsinn! Hier ist eine Beantragung bei der zuständigen Bergbehörde notwendig, wobei eine Genehmigung an Auflagen geknüpft ist. Die Firmen müssen innerhalb eines vorgeschriebenen Zeitraums Aufsuchungsarbeiten durchführen (z.B. Seismik und Erkundungsbohrungen), ansonsten wird die Lizenz entzogen! Eine Unterscheidung zwischen der Aufsuchung von konventionellen und unkonventionellen KW-Lagerstätten gibt es dabei nicht! Ebenso fällt die Tiefengeothermie unter dieses Regularium. Dass die relativ großen Aufsuchungserlaubnisse mit späteren Fördergebieten gleichzusetzen sind, ist ein Trugschluss, da niemand weiß, ob tatsächlich förderwürdige Vorkommen (Lagerstätten) angetroffen werden. Sollten ebendiese jedoch entdeckt werden, bedarf es einer Bewilligung zur Förderung!
          3. „Fracking“: Gibt es nicht! Die Kurzformen sind entweder „fraccen“ oder „fraccing“. Gut, ’ne Kleinigkeit aber trotzdem erwähnenswert.
          4. „Fracking“ als „Bohrtechnik“: Auch so ein von unwissenden Journalisten erfundener Blödsinn. Frac-Jobs werden durchgeführt, um die Lagerstätte nach erfolgereicher Bohrung zu stimulieren, sprich: Das Gas zum Fließen zu bringen, Förderraten aufrecht zu erhalten/zu verbessern (auch in konventionellen Lagerstätten!). Zwar kann gefract werden, wenn die Bohranlage noch steht, und zwar über Schleusen am Blow-Out-Preventer (BOP), jedoch erfolgt der Prozess im Regelfall über eine einfache Schleuse am E-Kreuz oder über einen Coiled Tubing Strang. Eine Bohranlage ist also nicht notwendig und somit ist es weder ein Bohr- noch Förderverfahren, da auch nicht permanent während der Förderung gefract wird (geht technisch gar nicht).

          Nun zu Ihren Falschdarstellungen:

          1. Sie behaupteten anfangs analog zu den hanebüchenen Medienberichten, dass es sich beim Hydraulic Fracturing (HF) plus Horizontalbohrung um ein neues Verfahren handelt. Da Sie mittlerweile begriffen haben, dass weder das eine, noch das andere und auch die Kombination aus beiden nicht wirklich neu ist, versuchen Sie (und das geht an die Adresse von Jörn Krüger) argumentativ zu konstruieren, dass es ein „altes“ HF und ein „neues“ gibt. Den Unterschied stellen Sie aber nicht heraus. Sie führen lediglich an, das es sich bei dem „neuen“ Verfahren um ein „High Volume/Slick Water“-Frac handelt, ohne den Unterschied zum „alten“ Verfahren darzustellen. Sie behaupten einfach, dass mehr Chemikalien eingesetzt werden, widersprechen sich aber selbst, indem die älteren „Söhlingen“-Daten gegenüber den aktuellen „Damme“ und „Goldenstedt“-Daten höhere Chemikalienanteile aufweisen. Abgesehen davon werden in Deutschland seit 1977 großvolumige Fracbehandlungen (High Volume-Fracs [Quelle: WEG Jahresberichte]) durchgeführt. Also nicht wirklich neu. Schönes Eigentor! Das einzig Neue ist, dass mittlerweile (seit der Söhlingen Z15) das Coiled-Tubing-Verfahren eingesetzt wird. Dafür gab’s dann auch eine Auszeichnung (Land der Ideen)!
          2. „Frackwatch“: Da behaupten Sie doch glatt, dass in Daverden in 2012 gefract werden soll. Da frage ich mich, ob Sie, Herr Krüger, eine Glaskugel besitzen, die Ihnen das verraten hat. Denn aus dem verlinkten Artikel geht nicht hervor, dass ein HF vorgesehen ist. Wie denn auch? Es weiß doch niemand, ob Gas angetroffen wird und ob der anvisierte Zielhorizont gute Reservoireigenschaften besitzt. Das weiß man erst nach dem Bohren und dann kommt es auf die Gesteinsausbildung an, ob überhaupt das Verfahren angewandt werden muss oder nicht!
          3. Karten zur „unkonventionellen Förderung“ (geht hauptsächlich an die Adresse von Herrn Krüger): Sie behaupten, dass Shalegasförderung bisher nur in Niedersachsen stattgefunden hat. Falsch!!! In Deutschland wurde bisher nirgendwo Schiefergas gefördert. Die nächste Fehlinfo ist, dass halb NRW für die Förderung aus unkonventionellen Lagerstätten freigegeben ist. Richtig ist, dass dort Aufsuchungserlaubnisse erteilt worden sind. Den Unterschied habe ich bereits erläutert. In Schleswig-Holstein gibt es keine Förderung aus unk. Gaslagerstätten! Da nützt auch Ihre Hilfskonstruktion nichts, dass bei der Erdölförderung Begleitgas anfällt. Abgesehen davon sind die entsprechenden Lagerstätten längst aufgegeben und verschlossen.
          Ihre Karte mit den Aufsuchungserlaubnissen ist auch fehlerhaft. Eine Erlaubnis „Fleetmark“ gibt es z.B. nicht. In dem Gebiet befindet sich das Teilfeld „Sanne“ des Altmarkfeldes. Dieses Teilfeld ist konventionell und nicht mehr in Produktion. Ansonsten gibt es, wie gesagt, keine Unterscheidung zwischen „unkonventionell“ und „konventionell“, was die Erlaubnisse betrifft!
          Was Sie mit Ihrer Google-Maps-Karte bezwecken wollen, bleibt mir ein Rätsel. Hier werden wild Bohrungen aufgelistet, egal ob „konventionell“ oder „unkonventionell“ zumal der Übergang im Gebiet Rotenburg-Taaken fließend ist. Dieses ist ein Widerspruch gegen die Aussage, man habe nichts gegen eine Förderung konventioneller Erdgaslagerstätten. Hierbei wird ebenfalls eine zu hohe Anzahl an Bohrungen auf Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten suggeriert. Was soll der Blödsinn, nicht fündige Bohrungen darzustellen, tlw. mit dem widersinnigen Zusatz, dass dort keine Förderanlagen installiert sind? Die Karte suggeriert vielmehr, hier würden weiterhin Bohrungen bestehen.
          Großartig finde ich es auch, dass Sie Bohrungen darstellen, die es (noch) nicht gibt, wie z.B. die „Weißenmoor Z2“. Ich weiß, sie ist unter der Kategorie „Tiefbohrung“ des NIBIS-Kartenservers aufgeführt, unter „Bohrungen des tieferen Untergrundes“ jedoch nicht und der LBEG-Jahresbericht von 2008 listet die Bohrung auch nicht auf. Sie ist wahrscheinlich für 2008 geplant, aber nicht umgesetzt worden. Klasse auch, dass es die „Imbrock Z2“ gleich zweimal gibt. Immerhin ist eine von beiden inzwischen richtig verortet. Ähnliches traf bis vor kurzem auf die „Ostervesede Z1/Z1a“ zu, die auf zwei Plätze verteilt wurde. Wissen Sie überhaupt, wofür das kleine „a“ steht? Offenbar nicht! „Ostervesede“ ist mittlerweile aufgegeben, da die Z1a als „unwirtschaftlich“ eingestuft wurde. Ohne Fracbehandlung! Ein schöner „Klops“ ist dann noch die „Preyersmühle-Süd Z1“, und zwar in doppelter Hinsicht: Da behaupten Sie, dass die Bohrung ohne Förderanlagen ist, obwohl sie seit 2007 produziert?! Und bei der „Preyersmühle-Hastedt Z1“ aus dem Jahr 1984 verlinken Sie Infos zur „Preyersmühle-Süd Z1“ aus dem Jahr 2006.
          Frage: Warum stellen Sie Bohrungen im südoldenburgischen Fördergebiet nicht dar? Dort wurde doch bekanntermaßen zuerst in Deutschland (West) gefract. Allerdings in konventionellen Lagerstätten! Wissen Sie doch bestimmt, oder? Und konventionelle Lagerstätten sind keine mit Gasblasen! Auch dort lagert Erdgas in Porenräumen.

          Das zunächst. Habe noch mehr, jedoch muss ich Ihre eigenen Widersprüchlichkeiten und Missverständnisse erst aufarbeiten.

          • Lieber Herr Arndt,

            vielen Dank für Ihren umfangreichen Anmerkungen. Sie helfen uns damit, präziser zu formulieren und Fehler auszubügeln. In allen Punkten stimme ich nicht mit Ihnen überein, aber das haben Sie bestimmt auch nicht erwartet.

            Sie haben übrigens vergessen, auf Herrn Döschners Kritik an Ihrer Meinung zur Ungefährlichkeit von radioaktiven Abfällen einzugehen.

            Mit freundlichen Grüßen

            Jörn Krüger

  3. Die Gas- und Öllobby hat offenbar ganze Arbeit geleistet. Jedenfalls kommen die Argumente aus den verschiedenen so genannten „Informationsmaterialien“ der Industrie und ihrer Unternehmen bis auf diese Seite. Wer ausführliche, unabhängige Infos zum Thema „Radioaktivität in der Öl- und Gasförderung“ erhalten will, kann sich u.a. hier informieren:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Radioaktiver_Abfall
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1119961/
    http://www.wdr.de/wissen/wdr_wissen/programmtipps/radio/10/03/07_1105_5.php5

    Zu dem altbekannten Argument der niedrigen Strahlung (z.B. des Lagerstättenwassers): hier werden gern die Risiken Strahlung und Kontamination durcheinander gebracht. Bei Alpha-Strahlern, und darum geht es bei den radioaktiven Rückständen der Öl- und Gasindustrie in erster Linie, besteht die Hauptgefahr darin, dass diese Partikel vom Menschen aufgenommen werden – direkt oder indirekt (über Nahrungskette oder Wasser). Da es aber in Deutschland keine Grenzwerte etwa für Ra226 im Trenkwasser gibt, wird auch nicht danach gesucht. Ebensowenig in Nahrungsmitteln. Guten Appetit!

  4. 1.Die oft in Frage gestellte Objektivität der Berichte auf dieser Seite wird schon dadurch beantwortet, dass auch gegenteilige Meinungen veröffentlicht werden.
    2.Beim Fördern von unkonventionellem Erdgas räumen die Firmen ein Risiko von 10% ein. Ich nenne dieses Risiko absichtlich nicht „Rest“-Risiko, weil 10% Risiko eine reale Gefahr [seien es menschliche Fehler, seien es technische Gefahren, die man falsch eingeschätzt hat] darstellen.
    3.Die Erforschung und die Förderung von unkonventionellem Erdgas erfolgt in Deutschland nach dem antiquierten Bergrecht und nicht nach dem mit wesentlich schärferen Bestimmungen versehenen Wasserrecht. Da die Erdgaslobby die Regierungen im Bund und in verschiedenen Ländern noch so sehr beherrschend ist, wird sich vor den nächsten Bundestagswahlen daran auch nichts ändern. Bleibt zu hoffen, dass sich die Parteien vor der nächsten Bundestagswahl auch mit diesem Thema auseinandersetzen.
    4.Es wird höchste Zeit, dass die geologischen Dienste in Bund und Land im Sinne der Menschen argumentieren, von denen sie bezahlt werden, nämlich vom Steuerzahler.
    5.Keine noch so gut formulierte technische Begründung kann davon ablenken, dass 25.000 Liter Diesel in der Erde keinen Schaden anrichten.
    6.Meines Erachtens wird die Frage der Endlagerung der Fracking-Rückstände noch vernachlässigt. Hier muss frühzeitig über eine Regelung nachgedacht werden, wenn nicht der gleiche Effekt wie beim Atommüll eintreten soll.

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