Jul 102011
 

Am 4. und 5. Juli 2011 organisierte die IG „Gegen Gasbohren“ aus Baden-Württemberg / Elsass gemeinsam mit französischen Aktivisten eine Protestaktion vor dem europäischen Parlament in Strassburg. Auch aus dem Münsterland war ein Vertreter dabei.

Mehrere EU-Abgeordnete diskutierten mit den Protestierenden über die unkonventionelle Gasförderung in Europa. Darunter auch die französischen Abgeordneten Jose Bove und Michel Rivasi. Jose Bove war schon in Frankreich massgeblich an der Erarbeitung des dortigen Verbotes für Hydraulic Fracturing beteiligt.

In Europa sind gleich mehrere Staaten vom Einsatz des weltweit umstrittenen, teils verbotenen Hydraulic Fracturing betroffen. Momentan muss jedes Land – in Deutschland gar jedes Bundesland – einzeln neue Regeln finden, um die Suche nach unkonventionellem Gas ohne Gefahr für Mensch und Natur möglich zu machen oder vielleicht doch komplett zu untersagen.

In der vergangenen Woche äußerte sich der deutsche EU-Abgeordnete Jo Leinen vor der internationalen Presse dazu, dass eine in Arbeit befindliche Energie Qualitäts Richtlinie die Verwendung von Energieträgern, die nur mit erheblicher Belastung für die Umwelt erzeugt werden können, die Verwendung von unkonventionellem Gas stark einschränken könnte.

Insgesamt mehren sich im europäischen Parlament die Stimmen, die erhebliche Zweifel am angeblich sauberen Image von Gas aus unkonventioneller Förderung haben. Die ewig gleichen Argumente der Öl- und Gas Unternehmen passen nicht zu den Fakten. Wer ernsthaft behauptet, Hydraulic Fracturing hätte noch nie zur Verunreinigung von Trink- und Grundwasser behauptet und gleichzeitig dafür vor Gericht zu Strafzahlungen verpflichtet wird, macht sich vor Bürgern und Parlamenten unglaubwürdig.

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