Jul 252011
 

„Die Domplatz Pfeife“ (PDF) ist eine großformatige Zeitung, die im Rahmen der Aktion „Ein Bürger – Ein Bohrplatz“ am 23. Juli 2011 in Münster verteilt wurde.

Die folgende Rezension wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Rezension

‚Die Domplatz Pfeife‘ aus der Feder von Alfons Hanewinkel ist einer von zwei strikt verbundenen Teilen der Aktion „Ein Bürger – Ein Bohrplatz“. Der Text wird im übertragenen Sinne während einer unkonventionellen ‚Erkundungsbohrung‘ nach Erdgas in Münster von Bürger zu Bürger, eben Bohrplatz zu Bohrplatz zielgruppenscharf an interessierte Menschen auf dem Domplatz zu Münster verteilt. Die Verbindung von Münster & Münsterland unter dem gemeinsamen Problem des Frackings nach Erdgas steht dabei auf dem Programm der Kreativaktion in Münster.

‚Die Domplatz Pfeife‘ macht damit dann ernst und verlegt den derzeitigen Schauplatz von Erdgas-Erkundungsbohrungen des Ölmulti ExxonMobil mit dem Kunstgriff der Realsatire nach Münster, denn auch die ‚Hauptstadt‘ des Münsterlandes, was ja kaum jemand ahnt, gehört wie das ganze Münsterland zum Claim von ExxonMobil.

‚Die Domplatz Pfeife‘ stellt dabei, einmal an den Mann oder die Frau gebracht, zunächst ein Attentat auf Fastfood- Lesegewohnheiten mit Schnellverdau-Erwartungshaltung dar. Die enzyklopädisch komplexe, verflochtene und verschlungene Realität wird hier keineswegs verstümmelt, auf zwei ’ppt.’-Gliederungspunkte reduziert und damit ihrer Wirkung beraubt. Vielmehr zeigt das Werk Eigensinn, kommt zwar sperrig daher, belohnt seine Leser/innen aber mit Esprit, erfrischenden Assoziationen, erhellenden Fachinformationen samt unkonventioneller Zitierpraxis, gehöriger Chuzpe, einer dramatischen Wendung und einem ganz und gar nicht abgesimpelten und selbstgerechten Abgang. Der Test von Alfons Hanewinkel dient als substanzielle Unterlage für die mit künstlerischen Mitteln arbeitende Umweltaktion auf dem Domplatz in Münster: ‚Ein Bürger – Ein Bohrplatz‘. Denn schließlich ist ExxonMobil, gegen dessen Ambitionen sich der Text dreht, keine nur äußere Größe. Wir alle haben unsere eigenen ‚Bohrplätze‘ in der Sache.

Der Text ist aber nicht nur vom Inhalt her sperrig, sondern auch vom Größenformat. Er entfaltet seinen Charme auf DIN A4 erst gar nicht und kommt gleich im Zeitungsformat daher, eine Größe, genau passend.

Peter Blenkers, Energieexperte, Mühlheim / Ruhr

  3 Antworten zu “„Die Domplatz Pfeife“ – Sprengbohrungen unter der Stadt – Münster sitzt auf flüchtigem Gold”

  1. …eine informative und inspirierende Aktion mit Verstand und Herz! Unbedingt unterstützenswert!

    • ich würde das auch gerne so finden, wenn ich denn eine „Domplatz Pfeife“ lesen könnte!!!

      bitte hilf mir, sende mir eine zu , Danke Danke

  2. Hallo Martin Wellschmiedt,

    „Die Domplatz Pfeife“ kann auf zweifachem Wege die Sinne erreichen::

    a. die elektronische Fassung der Zeitung als PDF-Datei auf dieser Homepage (s.o. in der 1. Zeile dieser page (Rote Buchstaben-Kennung: „Die Domplatz Pfeife“)
    b. ich schicke die papierene Fassung zu. Dafür brauche ich dann allerdings die Zustelladresse.

    Einstweilen Herzliche Grüße, Alfons Hanewinkel

Kommentare sind derzeit nicht möglich.