Westfälische Landeskirche: Gegen Fracking

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Sep 302011
 

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) lehnt Fracking als Methode zur Erdgasgewinnung unter den heutigen Bedingungen ab.

Wie in der Pressemitteilung zu lesen ist, spricht sich die Evangelische Kirche Westfalens gegen eine Förderung von unkonventionellem Erdgas mit der jetzigen Technologie aus.

Weiterhin ist  zu lesen, dass die nicht absehbaren Folgen für Umwelt und Grundwasser zu groß sind und eine Umweltverträglichkeit für jede Bohrung zwingend sein sollte.

Schon vor etlichen Wochen haben wir über die kritische Haltung der Drensteinfurter Kirchen berichtet.

Gerade das Thema Schöpfung bewahren sollte von jedem Christen gelebt werden.

 

 

Sep 262011
 

Die Bezirksregierung Arnsberg hat heute die Bürgerinitiativen “Unkonventionelle Gasförderung”, den Landesverband der Bergbaubetroffenen, den Bund für Umwelt und Naturschutz NRW und das Landesbüro der Naturschutzverbände NRW zur einem gemeinsamen Informationsaustausch in Dortmund eingeladen.Die Initiativen und Verbände waren dazu gerne bereit. Seit einem Jahr sammeln sie Informationen über die weltweiten Auswirkungen der unkonventionellen Gasförderung. Aus den USA und Australien gibt es hunderte Berichte über Unfälle und systembedingte Fehler, welche zur dauerhaften Kontamination von Grund- und Oberflächenwasser führten. Auch die Luftverschmutzung mit krebserregenden Substanzen nimmt in Gebieten, in denen bereits gefördert wird, dramatisch zu.In Frankreich, wo das weltweit umstrittene Hydraulic Fracturing Verfahren schon im Mai 2011 verboten wurde, hatten die Unternehmen die Gelegenheit, alternative Fördermethoden vorzuschlagen. Mehr als die Umbenennung von “Hydraulic Fracturing” in “Stimulationstechnik” fiel den Unternehmen nicht ein.

Die Bürgerinitiativen und Naturschutzverbände fordern daher:

Die Förderung unkonventioneller Gasvorkommen muss verboten werden.

Es handelt sich um eine Hochrisikotechnologie, deren Folgen nicht kontrollierbar, nicht rückholbar und nicht reparierbar sind. Alle bisher erprobten Techniken, sind zu risikoreich für Umwelt, Mensch und Ressourcen. Bei Unfällen gibt es keine Gegenmaßnahme, die angewendet werden könnten.

Die Initiativen und Verbände begrüßen den Informationsaustausch mit der Bezirksregierung Arnsberg und jede Unterstützung bei ihrem Ziel, die unkonventionelle Gasförderung zu verbieten.

gegen-gasbohren.de / lvbb-nrw.de / bund-nrw.de / lb-naturschutz-nrw.de

Sep 252011
 

Niedersachsen und NRW im Clinch: http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/region/hierundheute/art1544,1409761

Zitat:

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) kritisierte diesen scharf. „Niedersachsen verfolgt einseitig die Interessen der Wirtschaftslobby“, sagte Remmel diesem Online-Dienst…..

….Wie sehr sich der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) darüber freute, zeigt schon die Tatsache, dass er das Ergebnis schriftlich in Umlauf brachte. Ergebnisse solcher Beratungen unterliegen normalerweise strikt der Vertraulichkeit…..

….„Mit der geplanten Aufweichung der Umweltstandards setzt Niedersachsen die Interessen der Konzerne über die der Menschen und der Umwelt“, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne)…..

…..Das Vorgehen Niedersachsens sei „ein Affront gegen Bundesumweltminister Röttgen und die CDU in NRW“, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel. In NRW gibt es parteiübergreifend Widerstand gegen die Gasbohrungen.

http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/dinslaken/nachrichten/erdgas-huenxe-hat-bedenken-1.2038918

Eine neue Bürgerinitiative im Bereich Sottrum, Hassendorf, Bothel, Bötersen und anderen Ortschaften der Region kämpft gegen das Gasbohrverfahren bei Bötersen – das so genannte Fracking – und will nun weitere Aktionen vorbereiten.: http://www.weser-kurier.de/Artikel/Region/Landkreis-Rotenburg/449933/Frack-los-im-Landtag.html

http://www.soester-anzeiger.de/nachrichten/kreis-soest/bad-sassendorf/fracking-konzern-hand-suchfeld-1414185.html

http://www.klimaretter.info/protest/nachricht/9449-proteste-gegen-fracking-in-syndey

Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 16.09.2011 – TOP 35. Antwort von Wirtschaftsminister Jörg Bode auf die mündliche Anfrage der Abgeordneten Karin Stief-Kreihe, Detlef Tanke, Sigrid Rakow, Rolf Meyer, Marcus Bosse und Brigitte Somfleth (SPD): http://www.mw.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=5459&article_id=98980&_psmand=18

Märkischer Kreis: http://www.come-on.de/nachrichten/maerkischer-kreis/kreis-mk/fracking-bleibt-sorgenthema-kreis-1416263.html

http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Wintershall-will-fuenf-Bohrungen-ohne-Fracking-id5093480.html

http://www.n-tv.de/politik/Wie-ein-Ausweg-zur-Sackgasse-wurde-article4376091.html

Zitat:

Übrigens: Die niedersächsische Landesregierung, die angeblich so große Vorbehalte gegen CCS hat, will über den Bundesrat die Förderung von Schiefergas erleichtern. Prüfungen zur Umweltverträglichkeit sollen nicht mehr generell vorgeschrieben sein. Das Vorhaben offenbart eine ganz besondere Verlogenheit, werden doch beim „Fracking“ diverse Chemikalien eingesetzt, die als krebserregend gelten und das Grundwasser verseuchen können. Das Umweltbundesamt geht davon aus, „dass die Gefahren allein durch den Chemikalieneinsatz beim Fracking größer sind als bei CCS“. Vor Ort formiert sich der Widerstand gegen Fracking gerade erst. Niedersachsen will hier Fakten schaffen, bevor es zu spät ist. Die schwarz-gelbe Landesregierung hat offensichtlich etwas gelernt aus dem Streit um CCS. Nur leider war es das Falsche.

 

Von Jörn Krüger:

http://www.unkonventionelle-gasfoerderung.de/2011/09/21/kompetenzgerangel-im-wirtschafts-und-umweltausschuss-des-bundestages/

http://www.unkonventionelle-gasfoerderung.de/2011/09/22/usa-auch-2011-wieder-hunderte-vorfaelle-undverstoesse-bei-der-gasfoerderung/

Zitat:

Die Erfahrungen aus den USA zeigen, dass durch die große Anzahl an technisch notwendigen Bohrungen bei der unkonventionellen Gasförderung, die Sicherheit – trotz gegenteiliger Versprechungen – offenbar auf der Strecke bleibt.

http://www.unkonventionelle-gasfoerderung.de/2011/09/23/uebersicht-der-politischen-initiativen-zur-unkonventionellen-gasfoerderung/

http://www.unkonventionelle-gasfoerderung.de/2011/09/24/denver-gasindustrie-diskutiert-ueber-kommunikationsfehler/

Sep 182011
 

Von Jörn Krüger: http://www.unkonventionelle-gasfoerderung.de/2011/09/16/landtag-nrw-strebt-parteiuebergreifenden-beschluss-zum-fracking-an/

Zitat:

Die Bundesratsiniative zur Änderung des Bergrechts des Landes NRW wird jedoch laut Aussage von Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger durch das Land Niedersachsen blockiert.

xhttp://www.az-web.de/news/hochschule-detail-az/1810468?_link&skip&_g=Energie-der-Zukunft-Gas-wird-mit-Chemie-und-Erdbeben-gefoerdert.html

http://www.wa.de/nachrichten/hamm/stadt-hamm/gasbohren-hamm-fracking-hier-nicht-noetig-1402550.html

http://www.derwesten.de/staedte/froendenberg/Kein-Fracking-im-Froendenberger-Stadtgebiet-id5058478.html

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/tid-23602/umweltbundesamt-gasfoerderung-gefaehrdet-das-trinkwasser_aid_664518.html

Die Umwandlung überschüssigen Ökostroms in Gas könnte das Speicherproblem lösen: http://www.zeit.de/2011/37/Speicherung-Oekostrom

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bode (FDP) unter Druck: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/fracking143.html

http://www.noz.de/lokales/57311570/energiegeladenes-europa-gespraech-im-osnabruecker-rathaus

Zitat:

Alle wollen erfahren, was EU-Energiekommissar Günther Oettinger sagt – zur Energiewende in Deutschland, zum Ausstieg aus der Kernkraft, zur Versorgungssicherheit, zum Netzausbau und auch zur umstrittenen Fracking-Methode……

……Jetzt kann sich auch Emsländer Rolink nicht mehr zurückhalten. Knackpunkt, so Rolink, sei doch wohl, „dass Fracking in Deutschland und Europa derzeit noch ohne vorherige Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen werden kann, nur weil die Fördermenge gering ist“.

Gasbohrungen beschäftigen Bundestag – Münsterlander machen Druck: http://www.youtube.com/watch?v=yE_LtSktwj0&feature=related

CDU gegen Erdgasbohrungen: http://www.hellwegeranzeiger.de/lokales/froendenberg/art14334,1407744

Deutsche Welle, „Kein Gift in unsere Erde“: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15376315,00.html

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/692267/Oelschiefer_Das-Hoffen-auf-den-brennenden-Stein?_vl_backlink=/home/wirtschaft/international/index.do

Umweltbundesamt: „Die Fracking-Gefahren sind größer als beim CCS“: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/fracking141.html

http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Trinkwasser-in-der-Region-koennte-teurer-werden-id5054988.html

Wesel: http://www.radiokw.de/Lokalnachrichten.1216+M50b82d3fb7a.0.html

Wasserexperten im Ruhrgebiet warnen vor den Folgen von Erdgasbohrungen: http://www.radiomuelheim.de/Lokalnachrichten.857+M5a0570ca044.0.html

http://www.euwid-wasser.de/news/wirtschaft/einzelansicht/archive/2011/september/Artikel/ruhr-probleme-mit-nitrat-und-einigen-schwermetallen.html

http://www.wa.de/nachrichten/kreis-unna/boenen/boenen-spricht-sich-gegen-fracking-1405230.html

SPD und Grüne in Niedersachsen fordern Umweltverträglichkeitsprüfung für unkonventionelle Erdgasförderung. Wirtschaftsminister Bode hält das für übertrieben: http://www.taz.de/Energieversorgung/!78146/

RTL: Fracking-Zoff, Bode unter Beschuss: http://rtlregional.de/player.php?id=16909

Sep 152011
 

Genau heute vor einem Jahr, am 15. September 2010, war in der Zeitung zu lesen “Exxon bohrt in Nordwalde nach Erdgas”. Was damals kaum jemand wusste war, dass dabei das weltweit umstrittene, teils verbotene Hydraulic “Fracking” Fracturing Verfahren zum Einsatz kommen sollte.

Zu Anfang stand eine frisch gegründete Bürgerinitiative in Nordwalde alleine vor der Herausforderung, Politik und Behörden von der Gefährlichkeit des Verfahrens zu überzeugen. Viele hundert Artikel wurden seit dem von der Bürgeriniative veröffentlicht. Vierzehn weitere Bürgerinitativen haben sich in der ganzen Bundesrepublik gegründet, denn nicht nur Nordwalde ist betroffen, sondern die Hälfte von NRW, Teile von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sogar am Bodensee soll “gefrackt” werden.

Aufgedeckt wurde, dass die zuständige Bergbaubehörde in NRW mit Werbemitteln von Exxon als neutrale Informationen warb. Der Genehmigungsprozess innerhalb der Behörde wurde inzwischen umstrukturiert. Das Bundeswirtschaftsministerium machte wenige Monate den gleichen Fehler und stellte ebenfalls Werbematerialien als wissenschaftliche Informationen dar. Bisher ohne Konsequenzen.

Nordrhein-Westfalen hat ein Moratorium beschlossen, welches ohne den Druck der Initiativen so wahrscheinlich nicht zustande gekommen wäre. Im Herbst wird im Bundestag über eine Änderung des Bergrechtes beraten. Der Bundesumweltminister hat eine Studie angekündigt. Unkonventionelle Gasförderung hält er für verzichtbar.

Inzwischen engagiert sich ein großes Bündnis aus Kommunen, Bürgermeistern, Parteien, Kirchen, Umweltverbänden und Wasserversorgern gemeinsam mit den Bürgeriniativen. Zusammen haben sie das Ziel, den Schutz von Mensch und Natur vor wirtschaftliche Interessen zu stellen. Bis nach Brüssel wurde der Protest getragen. Dort will ein parteiübergreifendes Bündnis strengere Regeln für die Gasförderung in ganz Europa erreichen.

Die Kontakte der Bürgerinitiative aus Nordwalde reichen inzwischen bis nach Amerika, Australien und Afrika. Denn Fracking ist ein weltweites Problem. Das Motto der Initiativen ist deshalb: “Gemeinsam stoppen wir Fracking! Überall!”

Sep 112011
 

Wurde heute im ZDF ausgestrahlt:

Beitrag (etwa 4 Minuten) über die Verhältnissse in den USA: Explosiv: Feuerspeiende Wasserhähne

Beitrag (etwa 4 Min.) über den Widerstand in Deutschland sowie weiteren Erklärungen: Bedenklich: Gasförderung durch Fracking

Kommentar von Joachim Mahrholdt, ZDF Umwelt-Redaktion: http://umwelt.zdf.de/ZDFde/inhalt/4/0,1872,8350084,00.html?dr=1