Okt 202011
 

In Nordrhein-Westfalen werden momentan keine Anträge auf Gasbohrungen bearbeitet. Dieses faktische Moratorium gilt, weil schon im Zusammenhang mit der Erkundung unkonventioneller Gasvorkommen wesentliche Nachteile für die Bevölkerung nicht auszuschließen sind.

Ein Gutachten des Wirtschafts- und Umweltministeriums soll im Ergebnis ein Regelwerk liefern, unter welchen Umständen sowohl die Exploration als auch die Förderung unkonventioneller Gasvorkommen möglich sein könnten.

Die Minister sprechen explizit von einer Risikoanalyse in Bezug auf die unkonventionelle Gasförderung. Hydraulic Fracturing ist ein wesentlicher Risikofaktor, aber leider nicht der einzige.

Die Initiativen “Gegen-Gasbohren.de” begrüßen die gerade erfolgte Selbstverpflichtung von HammGas und A-Tec, auf Hydraulic Fracturing im Rahmen der Kohleflözgasförderung zu verzichten. Sie sehen aber keinerlei Grundlage dafür, dass damit das Moratorium des Landes für diese Unternehmen nicht mehr gelten solle.

Das gleiche gilt für “oberflächennahe Erkundungsbohrungen” von denen Wintershall und ExxonMobil sprechen. Sobald es um die Exploration unkonventioneller Lagerstätten geht, muss erst das Ergebnis der Studie des Landes NRW abgewartet werden. Erst mit einem fundierten Regelwerk und umfassendem Wissen über die Risikofaktoren, können Anträge sinnvoll bearbeitet werden.

Über 15 der Bürgerinitiativen, welche sich explizit mit der  Problematik der Gasförderung aus unkonventionellen Lagerstätten befassen, sprechen sich jedoch weiterhin konsequent für ein generelles Verbot dieser Art der Gasförderung aus und werden den Zugriff auf Schlupflöcher oder Umgehungsversuche zu Lasten von Mensch und Natur nicht dulden.

  3 Antworten zu “Moratorium in NRW darf nicht aufgeweicht werden”

  1. Stimmt!
    Und Ich frage den Deutschland-Chef des weltgrößten privaten Öl- und Gaskonzerns ExxonMobil, Herrn Dr. Gernot Kalkoffen: „Wie, Herr Kalkoffen, können Sie damit leben, Ihren Kindern und Enkelkindern einen “DURCHGEFRACKTEN“ Lebensraum zu hinterlassen?

    Und Herr Dr. Kalkoffen… Ihr Unternehmen setze das sogenannte Fracking in Deutschland seit den sechziger Jahren ein, sagen Sie dem Nachrichten- Magazin DER SPIEGEL und behaupten schlicht weg: „Es sei noch nie etwas passiert“.

    Seit den 90-ger Jahren sind Exxon-Stahlleitungsrohre von Rost befallen, wurden Muffen vergessen, sind von Exxon ungeeignete Leitungswerkstoffe(!) eingesetzt worden, wurde unsauber gearbeitet, Grundwasser und Erdreich erheblich mit Schadstoffen aus Exxon-Anlagen belastet… und so weiter und so weiter.

    Wissen Sie wirklich nicht, Herr Dr. Kalkoffen, dass Exxon Deutschland – resp. Sie(!) derartig leichtfertige Schlampereien zu verantworten haben?

    Oder glauben Sie, verantwortlich seien deutsche Genehmigungsbehörden, denen Exxon-“Fachleute“ ungeeignete Leitungswerkstoffe untergejubelt haben?

    Versteht Exxon diese Vorgehensweise als Verantwortungsvoll?

    Wenn Exxon schon normale Transportleitungen derartig schlampig auswählt und installiert, glauben Sie, Herr Dr. Kalkoffen, dass die Exxon-Techniker bei Frack-Leitungen ein anderes (Kosten)Bewusstsein an den Tag legen?

    Ich glaube es nicht!

    Und die Bilder aus dem Exxon-Mutterland bestätigen meine Auffassung mehr als mir lieb ist.

    Ich frage Sie, Herr Kalkoffen, wie groß sind eigentlich Ihre “Scheuklappen“ bzw. Ihre extrem ausgeprägten Verdrängungsmechanismen?

    Schon mal was von den vielen Exxon-Leitungspannen in Niedersachsen gehört?

    So verspielt Exxon Deutschland – ohne Not – Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

    Die m. E. nass-forsche Vorgehensweise von Norbert Stahlhut, Ihrem Public & Government Affairs Manager in Deutschland, sollte dem Exxon-Chef eine Lehre sein.

    Was sagen Sie dazu, Herr Dr. Kalkoffen?

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