Nov 162011
 

Am Montag, den 21.11.2011, findet eine öffentliche Anhörung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zum Thema „Trinkwasserschutz und Bürgerbeteiligung von unkonventionellem Erdgas“ statt. Quelle: http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a16/tagesordnungen/to_58.pdf

Hier die Liste der Sachverständigen dieser Anhörung:

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung: Prof. Dr. Dietrich Borchardt

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Geozentrum Hannover: Dr. Michael Kosinowski

Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e. V.: Dr. Hartmut Pick

Dr. Manfred Scholle

Bezirksregierung Arnsberg: Volker Milk

Bundesverband Windenergie e. V. (BWE): Hermann Albers

IG „Gegen Gasbohren“ Nordwalde: Jörn Krüger

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Nordrhein-Westfalen: Dirk Jansen

 

Hier zur Erinnerung noch einmal die Vorgeschichte, chronologisch aufgeführt:

WEG-Papier im Umweltausschuss; Jörn Krüger berichtet am 23.05.2011: http://www.unkonventionelle-gasfoerderung.de/2011/05/23/ex-wirtschaftsminister-bruederle-erlaeutert-standpunkt-der-bundesregierung-zur-unkonventionellen-gasfoerderung/

Zitat:

Außerdem wurden in der Stellungnahme für den Umweltausschuss als einzige Quellen zur weiteren Information die Blätter zweier Lobby Verbände der Öl- und Gasindustrie genannt.

“Darin werden als einzige “aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichungen” ein Newsletter des von ExxonMobil geführten Verbandes WEG und das Publikationsorgan des Öl- und Gasverbandes DGMK “Erdgas, Erdöl, Kohle” genannt.”

Übergabe der Unterschriften am 8.8.11 an die Vorsitzende des Ausschusses Frau Bulling-Schröter: wmtv-online

Die Stellungnahme des Umweltbundesamts; unser Bericht vom 04.09.2011:

http://www.gegen-gasbohren.de/2011/09/04/umweltbundesamt-ausfuehrliche-stellungnahme/

Zitat:

Umweltbeeinträchtigungen sind in allen Phasen dieser Fördertechnologie denkbar. Bereits bei der Vorbereitungsphase kommt es durch die Errichtung der notwendigen Infrastruktur zu Lärm- und Luftemissionen, die in Regionen mit hoher Besiedlungsdichte erhebliche Störungen verursachen können. Der Flächenverbrauch bei der Schiefergasgewinnung ist groß. Trotz hoher Sicherheitsstandards und modernster Bohrtechnik können Umweltbeeinträchtigungen während der Bohrungsphase und des Einbringens der wässrigen Flüssigkeit sowie während des Betriebs nicht ausgeschlossen werden.

Unsere Forderung nach einem Fracking-Verbot am 26.09.2011: http://www.gegen-gasbohren.de/2011/09/26/die-foerderung-unkonventioneller-gasvorkommen-muss-verboten-werden/

Zitat:

Die Förderung unkonventioneller Gasvorkommen muss verboten werden.

Es handelt sich um eine Hochrisikotechnologie, deren Folgen nicht kontrollierbar, nicht rückholbar und nicht reparierbar sind. Alle bisher erprobten Techniken, sind zu risikoreich für Umwelt, Mensch und Ressourcen. Bei Unfällen gibt es keine Gegenmaßnahme, die angewendet werden könnten.

  2 Antworten zu “Anhörung im Umweltausschuss des deutschen Bundestages”

  1. Absoluter Wahnsinn!

    „Fracking“ wird sich als die größte und teuerste Umweltkatastrophe aller Zeiten herausstellen !

    Halliburton hat sich im Irak-Krieg eine Goldene Nase verdient und jetzt beim Fracking !

    In Zukunft kann sich Halliburton dann dumm und dämlich verdienen, wenn das duch Fracking kontaminierte Grundwasser wieder dekontaminiert werden muß !!

    Die Kosten dafür werden dann dem Steuerzahler aufgebrummt, weil die Konzerne wie ExxonMobil, OMV oder RAG juristisch nicht mehr belangt werden können !

    Setzt euch alle vehement gegen das Fracking ein ! Schreibt an die Abgeordneten und an Firmen wie ExxonMobil und OMV ! Es ist eure Entscheidung wo ihr tankt ! Das solltet ihr den betreffenden Konzernen mitteilen !

    Urs Tavsan

    • Hallo Urs,
      die Analyse stimmt und zwar zu 100%!

      Gerade weil es so unvorstellbar simpel und menschenverachtend ist… verweigert sich der Verstand (zunächst) der Erkenntniss.

      Und weil die Konzerne genau das wissen,
      agieren sie wie sie agieren – schneller als der Erkenntnisprozess (beim Durchschnittsmenschen) zu wachsen in der Lage ist.

      Uns steht unser Anstand oder unsere Verantwortung für die Zukunft im wege.

Kommentare sind derzeit nicht möglich.