Nov 222011
 

Gestern Abend versammelten sich mehrere hundert Bürger aus Breitbrunn und Umgebung zu einer friedlichen Demonstration gegen die geplanten Erdgasbohrungen am Langbürgner See, die die österreichische Firma RAG Austria im Februar 2012 durchführen will. „Wir wollen, dass unsere Natur erhalten bleibt“, fordern die Breitbrunner, Eggstätter und andere Anwohner.*

Vertreten waren neben der BI Breitbrunn auch der Vorstand der RAG Austria Kurt Sonnleitner. Dieser versicherte den Bürgern in einer schriftlichen Bestätigung, dass bei dieser Bohrung nicht das umstrittene und gefährliche Fracking angewendet wird.

Doch das reicht den Bürgern aus Breitbrunn nicht! Denn nicht nur das Fracking gefährde das Grundwasser, auch kontaminiertes Lagerstättenwasser, welches bei jeder konventionellen Bohrung an die Oberfläche gefördert wird, könne das Grundwasser, das anliegende Naturschutzgebiet und die Menschen nachhaltig gefährden, wie jüngste Beispiele aus den Gemeinden Söhlingen und Verden aufzeigen.

Sowohl die RAG als auch die BI sind zu Gesprächen bereit. Bleibt abzuwarten, ob sich eine Einigung erzielen lässt.

*Quelle: http://www.rosenheim24.de/news/rosenheim-land/breitbrunn/breitbrunn-demonstriert-gegen-bohrungen-ro24-1499737.html

 Veröffentlicht von am 22. November 2011

  5 Antworten zu “Große Demonstration gegen RAG Austria am Langbürgner See”

  1. Ich habe mich heute handschriftlich in die Unterschriftenliste beim Bio-Laden am Moosbauerplatz in Bad Endorf eingetragen. Ich finde Euren Widerstand gegen mögliche Grundwasser-Kontaminierung u.a. deswegen enorm wichtig, weil mir als Arzt nahezu täglich bei meinen Patienten vor Augen geführt wird, wie die jährlich zunehmende Belastung mit Umweltgiften zu einer nicht mehr zu leugnenden Zunahme chronischer Erkrankungen oder auch von Tumoren führt.
    Als juristischer Laie frage ich zudem ganz naiv:
    Wie darf es sein, dass in einem Naturschutzgebiet, zu dem der Langbürgner See ja nun einmal eindeutig gehört, derartige Eingriffe in die Natur vollzogen werden sollen.
    Verkommt der Begriff Natur-SCHUTZ-Gebiet damit nicht zur Worthülse ???
    Kann die RAG schriftlich verbindlich ausschließen, dass neben der sehr realistischen Kontaminationsgefahr zusätzlich auch die Eignung des Langbürgner Sees als Badesee und Fisch-Revier bedroht ist (neu auftretende Gas-Wege, neue Unterwasser-Strömungen mit möglicherweise gefährlicher Sog-Wirkung, etc.) ??
    Viel Erfolg uns allen (und v.a. unsern Kindern und Enkeln)
    Jörg Land

  2. Lieber Herr Land,

    vielen Dank für Ihre Unterstützung. Ja, da muss man sich schon fragen, wie das alles sein kann…da spielen weder Menschen,-noch Tierleben oder Naturschutz eine Rolle…Profi ist das Einzige, um was es hier geht.

    Beste Grüße und vielen Dank!

  3. Dieses Verfahren darf in Österreich nicht angewendet werden.
    Bitte um mehr Infos, bzw. geplant ist.

    LG. Herbert Rümmele

  4. Wer genauere Informationen haben möchte und immer auf dem akteullen Stand der BI Breitbrunn sein möchte, bitte eine Email an: info@breitbrunn.gegen-gasbohren.de senden! Vielen Dank!

  5. Keine Bohrungen am Langbürgnersee!

    Nicht nur, dass durch die Bauarbeiten der Natur Schaden zugefügt wird (Müssen für die ganze Aktion nicht Baufahrzeuge in nicht erschlossenes Land? Dann müssen vielleicht auch noch Bäume usw. aus dem Weg weichen…)
    Was ist mit den Schwimmern im Sommer? Den Tieren und Fischen am See?
    Kann RAG Austria versichern, dass keine Risiken bestehen?
    Und wollen wir einen Bohrturm in unserer Landschaft?

    (Immer wieder hört man von Fracking, es wird nach Angaben nicht am Langbürgnersee eingesetzt, trotzdem hier eine Erklärung, was es ist und wie gefährlich: http://www.youtube.com/watch?v=dZe1AeH0Qz8 )

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