Jan 092012
 

Die IG „Gegen Gasbohren“ aus Nordwalde zeigt am Donnerstag, den 12. Januar 2012 ab 18:30 den oscarnominierten Dokumentarfilm „Gasland“ von Josh Fox in der Gaststätte „Dillmann“, Kirchbauerschaft 18 in 48356 Nordwalde. Zuvor informiert die IG über ihre Erfolge aus dem letzten Jahr und die Pläne für 2012, zu denen unter anderem weiterhin die Verhinderung der geplanten Probebohrung durch ExxonMobil in Nordwalde gehört.

Der Einlass  beginnt um 18:30. Der Eintritt ist frei. Der Film wird voraussichtlich ab 20 Uhr gezeigt. Im Anschluss gibt es noch die Möglichkeit zur Diskussion.

Der Trailer zur englischen Version von Gasland:

Der Film gilt als einer der Auslöser für die weltweite Diskussion um die Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen mit Hydraulic „Fracking“ Fracturing. Während einzelne Aspekte des Films von der Industrie in millionenteuren Kampagnen widerlegt werden konnten, hat die Mehrheit immer noch Gültigkeit oder stellte sich als noch schlimmer heraus.

Die Bewohner der Stadt Dimock in Pennsylvania müssen nach 4 Jahren immer noch mit Wasser versorgt werden. Das Unternehmen Cabot Oil & Gas streitet nach wie vor jede Verantwortung für Frack-Chemikalien und Methan im Trinkwasser ab. Genau  wie ExxonMobil in Deutschland behaupten sie, die Kontaminierungen seien natürlichen Ursprung und es gäbe keinen Zusammenhang zur Gasförderung. (http://www.huffingtonpost.com/2011/11/04/dimock-pennsylvania-water-fracking_n_1076418.html)

In Niedersachsen hat es Anfang des Jahres eine weitere Kontaminierung mit Benzol in unmittelbarer Nähe eines Trinkwasserschutzgebietes gegeben. Das für die Lagerstättenwasserleitung verantwortliche Unternehmen RWE DEA hat nach eigenen Angaben noch keine Erklärung.

Für Nordwalde wurde zwar – für die Probebohrung – Fracking ausgeschlossen. Wie die Erfahrungen aus Niedersachsen zeigen, ist aber bereits die normale Gasförderung mit großen Gefahren für Mensch und Natur verbunden. Die aktuelle Gesetzgebung reicht dafür nicht aus, weshalb die Initiative ihren Kampf für eine Überarbeitung des veralteten Bergrechts deutschland- und europaweit fortsetzen wird.

Kommentare sind derzeit nicht möglich.