Feb 012012
 

Nanu.
Professor Alexander Roßnagel, Umweltjurist und Mitglied des von Exxon berufenen „neutralen Expertenkreises“, spricht leise und vorsichtig, wenn er seine Eindrücke der USA-Reise schildert. „Wir haben einen plastischen Eindruck von dem gewonnen, was auf uns zukommen könnte.“ Die Bohrplätze seien ein „so starker Eingriff in Natur und Landschaft, wie ich es mir nicht vorgestellt habe“. Vor vier Jahren gab es in Pennsylvania gerade mal 60 Bohrungen in die Erde, um aus festem Gestein mit Fracking-Methoden Erdgas zu gewinnen. Im vergangenen Jahr waren es 3000 – fünfzig mal mehr. 6000 weitere Genehmigungen wurden erteilt. Im gleichen Zeitraum wurde die Zahl der Behördenmitarbeiter, die für die Genehmigungen zuständig sind, gerade mal verdoppelt. „Obwohl es zehnmal, zwanzigmal so viele sein müssten“, sagt Prof. Roßnagel.

Quelle:
Fracking sorgt für Goldgräber-Stimmung – Westfalen | DerWesten.

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