Feb 252012
 
Das wichtigste in Kürze!
  • Nun wird zugegeben, dass WASSERANSAMMLUNGEN  erhöhte Benzolwerte aufweisen.
  • Zumindest an 2 Stellen sind bis zu 12000 Mikrogramm Benzol pro Liter nachgewiesen worden.
  • Sobald Art und Umfang der Verunreinigungen feststehen, will das LBEG mit dem Landkreis Verden Sanierungsziele festlegen
  • Nur noch bis zum bis  29. Februar 2012 haben die Erdgasfirmen zeit. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die Firmen nachweisen, dass die Leitungen zum Transport von Lagerstättenwasser geeignet sind

Mittlerweile wurden auch an Wasseransammlungen im Umfeld einiger Leitungen erhöhte Benzol-Werte gemessen. Die Belastung des Wassers schwankt nach LBEG-Angaben zwischen benachbarten Probenahme-Punkten sehr stark und soll an zwei Stellen sogar Werte von mehr als 12.000 Mikrogramm pro Liter erreichen. Die tödliche Dosis für einen Menschen liegt bei 50 Mikrogramm pro Kilogramm.Trinkwasser sei jedoch nicht betroffen, so die Behörde in einer Mitteilung. Auch privaten Brunnen seien bisher keine erhöhten Benzolwerte nachgewiesen worden.

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Sobald Art und Umfang der Verunreinigungen feststehen, will das LBEG mit dem Landkreis Verden Sanierungsziele festlegen, die von der RWE Dea AG als Betreiberin des Erdgasfeldes Völkersen bei der Sanierung erreicht werden müssen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie  hatte nach eigenen Angaben bereits am 13. April 2011 alle in Niedersachsen tätigen Energieunternehmen aufgefordert, bis spätestens zum 29. Februar 2012 durch ein Sachverständigengutachten nachzuweisen, dass die eingesetzten Kunststoffrohrleitungen – unter Berücksichtigung des Permeation-Effektes-  zum Transport von Lagerstättenwasser geeignet sind. Auch Probenentnahmen durch die Betreiber sind dabei vorgesehen. Sofern die Energieunternehmen den geforderten Nachweis nicht erbringen, will das LBEG die jeweiligen Leitungen stilllegen lassen. Sie müssen dann aus dem Boden entfernt werden. Insgesamt sind in Norddeutschland 700 Kilometer Lagerstättenwasserleitungen von der Maßnahme betroffen.

Quelle:
Benzol im Bodenreich: Energieunternehmen müssen Leitungen in Erdgasfeldern überprüfen.

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