Mrz 282012
 

Der Stand der Dinge

Die Firma ExxonMobil hat im Januar 2012 einen geänderten Antrag  zur Entnahme von Bohrkernen für Nordwalde/NRW  bei der Bezirksregierung in Arnsberg gestellt. Anders als der Konzern selber, geht die Genehmigungsbehörde in Arnsberg- aber auch der Kreis Steinfurt als untere Wasserbehörde davon aus, dass hierzu zusätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis erteilt werden muss.

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass bis zum Vorliegen des Gutachtens der NRW Landesregierung keine Bohrungen erlaubt werden, wenn bei der späteren Förderung Fracking nicht ausgeschlossen wird.

In der nachfolgenden Grafik haben wir mal an Hand eines Kartenausschnitts versucht, die Folgen einer möglichen Erdgasförderung aufzuzeichnen.

Quellen: Google Maps/ Exxon Mobil

 

 

Anmerkung: Die Kästchen entsprechen der unterirdischen Reichweite der Bohrplätze von 2  km. Im Zentrum jedes Quadrates stünde ein Bohrturm. Bei 4 km Reichweite würde sich die Zahl der oberirdischen Bohrplätze zwar reduzieren, aber an der unterirdischen Zerstörung würde das nichts ändern. 14 Monate würde pro Bohrplatz rund um die Uhr gebohrt. Sobald  eine Bohrung fertig gestellt ist, geht es zum nächsten Bohrplatz.

 

 

 

Mittlerweile haben sich bundesweit über 25 Interessengemeinschaften  unserer Initiative angeschlossen. Sobald durchsickert, dass irgendwo neue Aufsuchungsgebiete beantragt werden, entsteht in der Region eine BI/IG. Niemand kann verstehen, dass es erlaubt sein kann, tonnenweise giftige Chemikalien in den Untergrund zu pumpen und so die Qualität des Grundwassers zu gefährden.

Aber nicht nur die Bürger bewegt das Thema. Wir haben es geschafft das Bundesumweltamt, viele Interessenverbände, Gewerkschaften, Wasserwerke, Kirchen, Parteien, Gemeinden und Umweltschutzorganisationen für unseren Standpunkt zu gewinnen. Eine Liste findet man unter:  http://www.gegen-gasbohren.de/aktionen-forderungen-und-ziele/breites-gesellschaftliches-buendnis-gegen-unkontrollierte-gasfoerderung/

Wann hat es je ein so starkes, quer durch die Gesellschaft gehende Bündnis gegen eine Risikotechnologie gegeben?

Neue Kampagne: Die rote Hand!

Viele Mitbürger beglückwünschen uns zu dem bisher Erreichten und fragen, wie sie uns unterstützen können. Auch hier haben wir eine Lösung gefunden. Die Initiativen “Gegen Gasbohren” regen an, dass jeder der Grundeigentum hat, deutlich erklärt, dass er seinen Grund nicht für die Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen zur Verfügung stellt. Das können städtische oder kirchliche Grundstücke sein. Aber auch Firmen, Institutionen und private Grundeigentümer können sich so gegen die Gasförderung stemmen. Hierzu haben wir die Aktion “Weder hier noch anderswo” unter dem Symbol der roten Hand gestartet. Sie soll zum Ausdruck bringen:  STOPP- hier ist die unkonventionelle Erdgasförderung nicht erwünscht. So kann jeder Bürger zeigen, dass er die Zerstörung der wunderschönen Parklandschaft “Münsterland” nicht hinnehmen wird. Viele Städte, Gemeinden, Bürgerinnen und Bürger haben sich  angeschlossen und machen bereits mit.

Das Schild mit der “roten Hand” kann zum Selbstkostenpreis von 9,50 € (groß mit Metallständer) oder 4,50 € (klein, ohne Metallständer)  in allen Filialen der Landbäckerei Elshoff erworben werden. Hier liegen auch Bestelllisten aus, falls gerade keine roten Hände vorrätig sind.

Schablonen zum Selbermachen und  weitere Informationen findet man auch unter www.wederhiernochanderswo.de/ oder unter Facebook: https://www.facebook.com/weder.hier.noch.anderswo

Gemeinsam stoppen wir Fracking!

 

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