Apr 012012
 

Unsere Freunde in Völkersen vermissen  die vom Konzern RWE DEA versprochene Transparenz.

 

„Die Dea plant eine neue Einpressbohrung – direkt neben Völkersen“. Dieser anonyme Hinweis hat gestern die Bürgerinitiative (BI) „No Fracking“ aufschrecken lassen. Deren Sprecher Andreas Noltemeyer begab sich sofort zum angegebenen Ort, zur Bohrstelle Z3 nahe der Straße Düvelshagen mitten in der Feldmark. Was er dort sah, ließ ihn vermuten, dass der unbekannte Schreiber recht haben könnte – was sich inzwischen bestätigt hat.
nicht mit Facebook verbundennicht mit Twitter verbundennicht mit Google+ verbundenEinstellungen
Die RWE Dea gab auf Nachfrage zunächst an, dass es sich bei den Arbeiten um eine sogenannte Perforationswäsche mit Salzwasser handele. Damit sollten Salzablagerungen in der Bohrung beseitigt und die Porenräume im bohrlochsnahen Lagerstättenbereich gereinigt werden, so Konzernsprecher Derek Mösche in einer E-Mail. Kurz darauf fügte er indes telefonisch hinzu, dass zugleich überprüft werde, ob das Rotliegend (eine Gesteinsschicht) für eine Verpressung des benzolhaltigen Lagerstättenwassers in Frage komme. Das wäre dann in 5000 Meter statt in gut 100 Meter Tiefe wie am Verpressungspunkt Scharnhorst.

„Was wir machen, gehört zum ganz normalen betrieblichen Ablauf“, so Mösche in der ersten Erklärung zu den jetzigen Arbeiten. Deswegen seien weder Bürger noch Bürgerinitiative informiert worden, zumal man für den gestrigen Abend eines der regelmäßigen Treffen vereinbart habe. Ergänzend sagte Mösche dann, dass die RWE Dea doch bereits angekündigt habe, nach Alternativen für die Entsorgung des Lagerstättenwassers zu suchen, nachdem ein weiterer Transport durch Kunststoffrohre ausgeschlossen worden sei. Das bei der Erdgasförderung anfallende Wasser wieder dorthin zu pumpen, wo es herkomme, sei eine Option bei den derzeitigen Überlegungen.

Quelle:
Einpressbohrung in Völkersen | WESER-KURIER.

Kommentare sind derzeit nicht möglich.