Aug 022012
 

Zwei Dinge kann man nicht verstehen.
1. Es ist schön und gut, dass ein Netzwerk aufgebaut wird und Erdbeben in den Erdgasfördergebieten in Norddeutschland dokumentiert. Aber warum installiert es nicht das Landesbergamt selber. Stattdessen darf sich die Erdgasindustrie mal wieder selbst kontrollieren. Ein Eichamt kontrolliert schließlich auch selbst, ob Richtlinien eingehalten werden.
2. Exxon behauptet zum wiederholtem Male, dass Fracking nicht die Ursache von stärkeren Erdbeben sein kann. DAS STIMMT NICHT! In der vorletzten Woche ist bekannt geworden, dass Fracking sehr wohl stärkere Erdbeben erzeugen kann. Hierzu ist ein Bericht in der Fachzeitschrift „Science“ erschienen.

Mit den sechs neuen Messstationen werde das seit 2007 bestehende Netzwerk der niedersächsischen Erdgasindustrie zur seismischen Überwachung der Erdgasförderung erweitert und verbessert, teilt die Behörde mit. Von den zusätzlichen Seismometern erhoffe man sich insbesondere eine bessere Bestimmung des Erdbebenherdes.Im Raum Verden und Rotenburg hat der Erdboden in den vergangenen Jahren mehrfach gebebt, zuletzt am 13. Februar in Visselhövede mit einer Stärke von 2,9 auf der Richterskala. Das Bergamt konnte damals keinen Zusammenhang mit der Erdgasförderung feststellen, aber auch nicht ausschließen.Dass bei der Erdgasförderung Erschütterungen ausgelöst werden können, räumt Exxon Mobil ein. Doch die seien geringfügig, und in Deutschland sei es dadurch bisher zu keinerlei Gebäudeschäden gekommen, teilte das Unternehmen gestern mit. Auch die bei der Fördermethode Fracking eingebrachte Energie reiche nicht aus, um spürbare Erschütterungen zu erzeugen. Anders könne es sich beim Fracking in Gebieten mit „kritischen Vorspannungen“ verhalten. Deshalb setze Exxon Mobil diese Fördermethode dort nicht ein. Das Fracking ist umstritten, weil dabei ein Mix aus Wasser und teils giftigen Chemiekalien unter hohem Druck in den Erdboden gepresst wird, um dort Risse zu erzeugen und so das Gas zu lösen.

Quelle:
Netzwerk zeichnet Erdstöße auf – Niedersachsen – WESER-KURIER.

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