Sep 082012
 

Neues aus Niedersachsen. Hier will man mitten unter einer Siedlung nach Gas bohren. Wahrscheinlich ohne Fracking, aber viele Probleme treten ja bekanntlich auch bei der unkonventionellen Erdgasförderung auf. Fragen für den Tag der offenen Tür am morgigen Sonntag dürfen genug vorhanden sein.

  • Wie wird das Formationswasser entsorgt?
  • Wird die Erdbebengefahr erhöht?
  • Was ist mit radioaktiven Stoffen, die aus dem Untergrund mit ans Tageslicht kommen?
  • Ist es ratsam den Istzustand jedes Gebäudes zu dokumentieren, um später Wintershall als Verursacher der Gebäudeschäden zu identifizieren. Denken Sie daran, Sie müssen der Erdgasindustrie nachweisen, dass diese schuldig sind!

Experten der BASF-Tochter wollen am Leester Standort am Sonntag von 11 bis 16 Uhr bei einem Grillfest für Fragen zur Verfügung stehen. Mit der neuen Bohrung will das Unternehmen zusätzliche Gasreserven im mittleren Buntsandstein erschließen. Die ideale Stelle für den Anstich des Gesteins, in dem sich die Gasbläschen befinden, liegt eigentlich – laut einem Experten – in einem Wohngebiet. Laut Karte wäre dieser Anschlagpunkt in Lahausen zwischen den Straßen Am Wasserturm, Am grünen Kamp und Siedlungsweg. Deshalb will die Gesellschaft mit der „Barrien 15 T“-Bohrung zunächst gerade in die Tiefe gehen, dann später Richtung Bahnhof „abknicken“. Die Horizonte sind die Ober- und Unterbank des sogenannten Detfurth-Sandsteins sowie die sogenannte Avicula- und Hardegsen-Sandsteine.

Quelle:
Wintershall will Gas unter Lahauser Siedlung fördern – Weyhe – Lkr. Diepholz – Lokales – Kreiszeitung.

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