Jan 212013
 

Drensteinfurt zeigt Fracking die Stirn!

Im Weiteren ging er darauf ein, dass unkonventionelles Gas keinesfalls gefördert werden dürfe, ob durch Fracking oder ohne, denn schließlich „sollen die Menschen auch 2550 noch gut und gesund leben dürfen.“ Er persönlich habe „kein Verständnis dafür, dass Politprofis, egal, welcher Couleur, es in zwei Jahren nicht geschafft haben, Nägel mit Köpfen zu machen und das Bergrecht zu ändern“. Er forderte die Politiker aller Parteien auf, sich zusammenzusetzen, damit die Änderung des Bergrechts durchgesetzt werde. Für die Stadt Drensteinfurt äußerte er lediglich den Wunsch, „dass wir alle an einem Strang ziehen“.Die Euphorie, die durch Vortrag von Heinz Töns hervorgerufen worden, musste Oliver Krischer bremsen. Der Bundestagsabgeordnete, der seiner Stimme aufgrund einer Erkältung beinahe beraubt war, äußerte zunächst den Wunsch, dass die CDU-Politiker im Bundestag mal solch klare Worte wie Heinz Töns zuvor äußern würden. Er erklärte, dass die Landesregierung in NRW das Fracking zwar vorübergehend „auf Eis gelegt“ habe, dass die Firma Exxon aber theoretisch vor Gericht ziehen und das Bergrecht heranziehen könne, um Erdgasbohrungen durchzuführen.Im weiteren Verlauf blickte Oliver Krischer auf die Bundesebene. Im Bundestag bestehe das Problem, dass viele nicht wollten, dass das Bergrecht geändert werde. Vor allem Niedersachsen habe bei den bisherigen Abstimmungen gegen die Änderung gestimmt.Aber auch auf EU-Ebene sieht Krischer einige Probleme. So habe beispielsweise Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie, gesagt, dass „Deutschland ohne Gasbohrungen untergeht“. Die Tendenz in der EU gehe „leider“ in Richtung der Gasbohrungen. Nach Oliver Krischers Meinung würden auch die USA die unkonventionelle Gasbohrungen als „Energiewende“ betrachten dafür aber irgendwann teuer bezahlen.

Quelle:
Unkonventionelle Gasbohrungen : „Wir alle lehnen Fracking ab!“ – Drensteinfurt – Westfälische Nachrichten.

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