Apr 202013
 

Bevor sich die deutschen Brauer zum Fracking geäußert hatten, taten es die niederländischen Brauer. Die niederländischen Bürgerinitiative „Stop Steenkoolgas“ hat einen Zeitungsartikel mal übersetzt!

Die großen Brauereien Heineken, Grolsch und Bavaria sind gegen den Bergbau von Schiefergas, solange nicht bewiesen ist, dass das niederländische Grundwasser unberührt bleibt.  Auch Softdrink-Hersteller Coca-Cola und Pepsico zeigen sich skeptisch, solange Sicherheitsgarantien über die Bohrungen fehlen. Die Brauer und Softdrink-Hersteller teilen diese Bedenken von Vitens Wasser Unternehmen, das letzte Woche in der Zeitung ‚Trouw‘ davor gewarnt hat, dass bei Bohrungen für Schiefergas die niederländische Trinkwasservorrat unumkehrbar beschädigt werden könnte. Sollte es zu einer großen  Katastrophe kommen, kann auch die Lieferung von Trinkwasser gefährdet sein. Bei Zehntausende von Menschen kann dann über lange Zeit die Wasserlieferung unmöglich sein.

Grundwasser ist die wichtigste Zutat für Bier und alkoholfreie Getränke. Der Schutz des Grundwassers ist daher eine absolute Priorität für uns, sagt Taco Juriaanse, ein Niederländischen Brauer, die mit fast allen Bier Herstellern verbunden sind. „Shale Gas-Extraktion und andere Aktivitäten im Boden dürfen nicht zur Degradation des Grundwassers führen. Bis dies nachgewiesen wird, sind wir besorgt mit der Förderung von Schiefergas.“
Die Niederländische Verband Limonaden, Wasser, Säfte (FWS), geführt vom ehemaligen Umwelt-Staatssekretär Van Geel, sagte es in den gleichen Bedingungen. „Schiefergas-Extraktion und andere Aktivitäten in der Erde darf nicht zu Verunreinigung des Grundwassers führen. Solange das nicht gewährleistet ist, sind wir skeptisch, was die Förderung von Schiefergas betrifft“, sagte ein Sprecher. Neben Coca-Cola und PepsiCo sind große Spieler wie Hero, FrieslandCampina und Danone mitglied der FWS.

Um an das Schiefergas  zu kommen muss durch die wasserführenden Schichten herumreichen gebohrt werden. Diese Schichten sind oft miteinander verbunden. Bei Gewinnung von Schiefergas sind in großen Tiefen, Hochdruck hoch aus Wasser, Sand und Chemikalien in Gesteinsschichten besprüht. Durch diese Prozess genannt fracking, enstehen Spalten aus denen das Gas freigesetzt wird. Sollte dabei etwas schief gehen, dann ist die Kontamination des niederländischen Wasserversorgung unumkehrbar, sagt Top-Frau Lieve Declercq Vitens, Niederländisch größte Wasserversorger, die letzte Woche in Trouw. Die Wasser Unternehmen stimmen mit den Brauereien und Softdrink-Hersteller daher überein,dass  nicht vor Klärung allen Risiken für Shale Gas gebohrt werden darf, bis alle Risiken erkannt und Katastrophen ausgeschlossen sind.

Die Regierung hat mehrere Explorations-Lizenzen für „Unkonventionelle fossile Brennstoffe“ ausgestellt, die auch Probebohrungen zulassen. So gibt es Genehmigungen bereits für den Nordosten und Brabant Boxtel. Es gibt auch Anwendungen für Lizenzen in Nord-Holland, Utrecht, Gelderland und Flevoland. Allerdings gibt es ein Bohr-Verbot, bis eine Studie veröffentlicht wurde, die das Wirtschaftsministerium beauftragt hat, um die  Risiken auszuschließen.  Dies ist voraussichtlich vor dem 1. Juli. Die Debatte über Schiefergas im Unterhaus, die heute  stattfinden sollte, wurde zu den nachfolgenden Woche verschoben.

 

Quelle:
Bierbrouwers keren zich ook tegen schaliegaswinning :: nrc.nl.

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