Jun 292013
 

Mutig! Bürgerinitiative aus Niedersachsen stellt Strafanzeige gegen RWE/ Dea und Landesbergamt.

Die zunehmend umstrittene Erdgasförderung in der Region landet nun auch vor Gericht. Gerd Landzettel, Mitglied der Bürgerinitiative „No Fracking“ in Völkersen, hat im Zusammenhang mit den Leckagen an Lagerstättenwasserleitungen Strafanzeige gegen Verantwortliche bei der RWE-Dea und beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie LBEG gestellt. Die Staatsanwaltschaft Verden hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren gegen die Beschuldigten eröffnet.

Quelle:
Strafanzeige gegen RWE-Dea und LBEG gestellt | Langwedel.

Jun 282013
 

Wenn das Wörtchen, DERZEIT nicht wäre.

 

Klare Worte – außer dem Wort „derzeit“. Denn statt sich für ein dauerhaftes Verbot von Fracking im Bundes-Bergbau-Gesetz einzusetzen, will die Regierung Kraft Dialoge zwischen Unternehmern, Behörden, Wissenschaft und Bürger/innen organisieren sowie Probebohrungen erörtern. Dadurch sollen „Informations- und Wissensdefizite beseitigt und eine ausreichende Grundlage für die Entscheidung über mögliche nachfolgende Schritte geschaffen werden.“
Ist das wirklich sinnvoll? Die Risiken der Technologie sind in den USA und Kanada zu besichtigen – auch wenn sich durch höhere Auflagen das ein oder andere verbessern ließe. Und der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung hat erst kürzlich klar gemacht: „Die Gewinnung von Schiefergas in Deutschland wird die Energiepreise nicht senken und auch keinen nennenswerten Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten können“. Dafür seien die Vorkommen viel zu gering.
Zudem könne Fracking auch „keinen großen Beitrag zur Energiewende leisten“. Bis die Technologie hierzulande zum Einsatz kommen könne, sei die Energiewende viel zu weit fortgeschritten – und der Bedarf an Gas ginge zurück.
Was es also braucht, ist ein klares Verbot. Nachdem die CDU/CSU-Bundestagsfraktion vor drei Wochen ihr völlig ungeeignetes Fracking-Gesetz zurückzog, wird die Auseinandersetzung um eine bundesweite Regelung nach der Wahl weiter gehen. Wir werden in enger Kooperation mit Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen ein Verbot weiter einfordern.

Quelle:
Fracking: Nordrhein-Westfalens Regierung antwortet uns | Campact Blog.

Jun 282013
 

Interessante Fracking-Veranstaltung am Niederrhein!

„Die Landesbergämter machen es den Unternehmen leicht“, sagte Diplom-Ingenieur Volker Fritz vom Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land, wenn es um so genannte Aufsuchungserlaubnisse geht. Wer nach geeigneten Flächen für die Förderung von Gas im Erdreich suchen will, müsse kaum Qualifizierungsnachweise erbringen. Unter den Interessenten gebe es „reine Papiertiger“, werde mit personellen Tricks gearbeitet. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Fracking sei „nicht geeignet, das Grundwasser zu schützen“. In den Boden gepresste Flüssigkeiten wanderten auch Jahre später noch.

Quelle:
„Die Sache ist nicht vom Tisch“ – Nachrichten aus Wesel, Hamminkeln und Schermbeck | WAZ.de.

Jun 272013
 

11 Milliarden Liter Abwässser aus der Gasindustrie werden jährlich durch sogenannte Versenkbohrungen mit hohem Druck ins Erdreich verpresst. Das geschieht sogar in Wasserschutzgebieten. Nun erkennt die Ausichtsbehörde: „Ein gewisses Risiko bestehe“ dass giftiges Lagerstättenwasser durch Risse im Gestein ins Trinkwasser gelangen könnten, zumindest kann es  das Bergamt „nicht ausschließen“ und man sei gerade dabei, die Vorgänge zu verstehen. Die Behörde, die angeblich die Gasindustrie seit 30 Jahren „kontrolliert“, hält eine Reinigung des Abwassers technisch für möglich, verfügt diese jedoch nicht. Ein Verbot „sei nicht so einfach“, die Unternehmen könnten sich auf ihre Genehmigungen berufen und gegebenenfalls Klage einreichen und Schadenersatz fordern.

MÜSSEN DIE ERSTEN BRUNNEN ERST VERGIFTET SEIN, BIS MAN UMDENKT! DAS GANZE ERINNERT UNS  AN DIE ATOMENERGIE. ES MUSS ERST WAS SCHLIMMES PASSIEREN, BIS EIN POLITIKER SEIN TUN ÜBERDENKT!

 

Hier der Weserkurier:

Die Diskussion um das giftige Lagerstättenwasser aus der Erdgasförderung hat offenbar auch die zuständige Aufsichtsbehörde nachdenklich gemacht. „Wir werden die Versenkbohrstellen neu bewerten“, sagte jetzt Klaus Söntgerath, Abteilungsleiter im Landesamt für Bergbau, Energiewirtschaft und Geoinformationssystem LBEG, im Umweltausschuss des Landkreises. Er bekräftigte damit eine gleich lautende Aussage seiner Behörde in einem am Dienstag erschienenen Interview mit der WÜMME-ZEITUNG. Damit reagiert das LBEG offenbar auf die Sorgen vieler Menschen, durch das Verpressen großer Mengen belasteten Abwassers in das Erdreich könnte das Grundwasser gefährdet werden.Die neue Aufgeschlossenheit der Landesbehörde wird von der Bürgerinitiative „Frackloses Gasbohren“ als Durchbruch gesehen. Das Bergamt habe zu dem Problem lange geschwiegen, meint BI-Sprecher Harms von Quintus-Icilius. Und der Vorsitzende des Umweltausschusses, Volker Kullik, kommentierte die neue Linie der Behörde so: „Die Bevölkerung hat ihr Amt bisher als Beschwichtiger wahrgenommen. Nun sehe ich erstmals Fragezeichen bei Ihnen.“ Das sei erfreulich.

Quelle:
Bergamt will Fracking überprüfen – Zeitungen – WESER-KURIER.

Jun 262013
 

Hat das Landesbergamt hier wohl möglich zu Gunsten der Erdgasindustrie falsch gerechnet? Carsten Hausschild aus Völkersen, ein Diplom Ingenieur ist zumindest von dieser  Möglichkeit überzeugt!

Frau Bischoff vom LBEG und Ihre Kollegen vom BGR haben analytisch sehr genau gearbeitet. Allerdings haben sie beim Fazit bzw. Beurteilung ihrer Abbildungen 24/25 meiner Meinung nach einen schweren Fehler gemacht, der sehr schwerwiegende Folgen für die Betroffenen nach sich zieht: Die Gasindustrie akzeptiert jetzt zwar, dass Erdgasförderung Erdbeben verursacht, aber diese Erdbeben sollen so schwach gewesen sein, dass dadurch keine Gebäudeschäden entstanden sind. Dieses wird ausschließlich mit der Oberflächengeschwindigkeit aus dem Erdbeben und den grafisch ermittelten 2mm/s und der DIN 4150 Teil 3 begründet.

Aus meiner Sicht kann man den Verlauf der Kurve nicht einfach abknicken lassen und bei 2mm/s die Y-Achse treffen lassen. Hierfür gibt es keine Anhaltspunkte und viel wichtiger, keine Messpunkte!

Hier haben die Mitarbeiter des LBEG eine Grundregel missachtet: Entweder führt man die Kurve mathematisch weiter, dann kann sie nicht abknicken. Aber noch richtiger wäre gewesen, wenn man keine Aussage triff und stattdessen die Kurve bei den letzten Werten enden lässt und allenfalls einen Wahrscheinlichkeitsbereich angibt. So hätte man eine wahrscheinliche Streubreite der Oberflächengeschwindigkeit im Epizentrum angeben können, die meiner Meinung nach zwischen 3mm/s und 5,5mm/s bis 6mm/s liegt.

Somit sind bei den hohen Werten auch nach der DIN 4150 Teil 3 Gebäudeschäden an Wohngebäuden wahrscheinlich.

Hier ist wieder eine Auswertung/ Analyse zum Schutz der Erdgasförderindustrie vor hohen Reparaturforderungen erstellt worden. Da wirken Forderungen aus dem Wirtschaftsministerium des Ministers Lies: „Unternehmen sollen mögliche Erdbebenschäden unbürokratisch ersetzen“  als Wunsch aber ohne inhaltlichem Fundament, denn die Erdgasindustrie hat ihre Argumente zur Ablehnung vom LBEG und BGR geliefert bekommen und das ist wieder ein Skandal.

 

 

Quelle:
Carsten Hauschild- private Internetseite mit Inhalten u.Probleme rund um die Erdgasförderung.

Jun 262013
 

In Amerika kommt es nachweisbar zu großen Umweltbelastungen durch Fracking! In Deutschland will man diese Bedenken durch ein neues Gutachten entkräften. „Wenn man nach Vorschrift arbeiten würde, sei Fracking machbar“ so die These. Nur was ist, wenn die Bohrungen undicht werden oder doch unvorhersehbare Verwerfungen im Untergrund auftreten. Dann reichen auch keine Vorschriften. Was ist mit dem Abwasser, welches ins Erdreich zurückgepumpt wird. Es kommt irgendwann wieder hoch und vergiftet unser Trinkwasser. Ob nun in 10 oder 1000 Jahren. Hier werden Steuergelder wieder völlig umsonst ausgegeben!

Energiewirtschaft und Wissenschaft in Deutschland planen eine gemeinsame Studie, um Bedenken an der Erdgasförderung mit der umstrittenen Fracking-Methode zu entkräften.
Untersucht werden müsse der Einfluss auf Grundwasser und Boden und die Wahrscheinlichkeit von Erschütterungen an der Oberfläche, sagte der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Prof. Hans-Joachim Kümpel, nach einer Fachtagung am Dienstag in Hannover. „Unter Beachtung sämtlicher Vorschriften halten wir ein umweltverträgliches Fracking für möglich.“

Quelle:
ROUNDUP: Energiewirtschaft und Forschung planen Fracking-Studie – Wirtschaftsticker – FOCUS Online – Nachrichten.