Aug 162013
 

Fracking verbilligt die Energiepreise- wird sich aber negativ auf den Klimaschutz auswirken. Zu diesem Ergebnis kommen Experten des IfW.

Die Gewinnung von Erdgas und ‑öl aus unkonventionellen Lagerstätten durch das „Fracking“-Verfahren führt bereits heute vor allem in den USA zu sinkenden Erdgaspreisen. Eine weitere Erschließung der weltweiten Reserven würde diesen Effekt auf die Energiepreise deutlich verstärken. Was sich zunächst wie eine gute Nachricht anhört, kann negative Nebenwirkungen entfalten. Die IfW-Experten Ruth Delzeit, Gernot Klepper und Mareike Lange zeigen in ihrem neuesten Policy Brief, dass die zu erwartende Stagnation der Energiepreise – oder sogar weltweit sinkende Preise – eine Einigung der Staatengemeinschaft über einen effektiven Klimaschutz drastisch erschweren können.Fallende Energiepreise führen zu einem höheren Energieverbrauch. Das wird tendenziell zu höheren Emissionen von CO2 führen, selbst wenn dieser Effekt dadurch abgemildert wird, dass bei der Verbrennung von Erdgas viel weniger CO2 emittiert wird als bei Erdöl oder Kohle. Dies gilt allerdings nur, wenn während des Förderprozesses die noch klima­schädlicheren Methanemissionen vermieden werden. Die verstärkte Ausbeutung unkonven­tioneller Erdgas- und Erdölvorkommen wird die Verknappung der Öl‑ und Gasvorräte um einige Jahrzehnte in die Zukunft verschieben.

Quelle:
Leibniz Gemeinschaft: Medien / Aktuelles / News Details : Fracking gefährdet globale Klimapolitik.

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