PRO Fracking Veranstaltung in Münster?

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Okt 292013
 

einladung

Hallo Münsterland,

am kommenden Dienstag (05.November 2013 um 19.00 Uhr)  veranstaltet die FDP nahe Friedrich-Naumann-Stiftung eine Veranstaltung zum Thema Fracking. Dem Anschein nach, soll Fracking wohl  verharmlost und legitimiert werden. U.a. ist der Pressesprecher von Exxon Mobil (Norbert Stahlhut) eingeladen, aber niemand aus unserem Lager. Im Eingangstext heißt es:

Meistens findet eine generelle Vorab-Verurteilung des Verfahrens statt, ohne überhaupt nach möglichen Anwendungsgebieten oder technischen Lösungen zu fragen. Eine differenzierte Analyse von Chancen und Risiken einer möglichen Fortschrittstechnologie findet nicht statt

Wer Interesse hat,an dieser Veranstaltung teilzunehmen, sollte sich  hier  bis zum 31.10.2013 anmelden.

Veranstaltungsort

Factory Hotel Münster
An der Germania Brauerei 5
48159 Münster
www.factoryhotel.de

 

 

 

 

Okt 272013
 

Im Hinblick auf die Übernahme der Korbacher Resolution durch Initiativen ekbinturopaweit wurde der Text der Petition geringfügig geändert. Damit soll es den verschiedenen Gruppen, Parteien, Unternehmen, Kommunen und Kreisen in ganz Europa und weltweit erleichtert werden, die Forderungen mitzutragen und die Petition zu zeichnen.

Der neue Text lautet auf Englisch:

„We address the following demands TO OUR GOVERNMENTS and the European Union“

Die Petition ist zurzeit in folgenden Sprachen verfügbar und kann unabhängig von der Nationalität gezeichnet werden:

English | Français | Español | Polski | Dansk

The application form to support the Korbacher Resolution as group/institution/party/community etc. is available here in different languages.

Andy Gheorghiu, der die Korbacher Resolution im September in Brüssel einem internationalen Publikum vorstellte: „I would also like to draw your attention towards the fact, that meanwhile we have 148 co-signers altogether. 16 of them are cities respectively counties. Thus, please feel free to circulate this message and ask NGO’s, political parties, companies and cities/counties in your own country if they want to co-sign the Korbach Resolution.
I think that the more supporters we can get the stronger our demands will be recognized at the national and the EU-level — especially with regard to next year’s elections and the current CETA- and TTIP-negotiations.“

 Veröffentlicht von am 27. Oktober 2013
Okt 252013
 

Die Wümme bei Fischerhude. Foto: Heiner Otterstedt

Scheinbar intakte Natur: Die Wümme bei Fischerhude. Foto: Heiner Otterstedt

Dr. Manfred Damberg, Kreistagsabgeordneter: „Hier passiert jeden Tag eine Riesensauerei.“

Dr. Ulrich Windhaus, Landesbergamt: „Wir sind keine Handlanger für die Industrie.“

In Rotenburg/Wümme, Zentrum des seit den frühen 1960ern am heftigsten ausgebeuteten Kohlenwasserstoffareals in Deutschland, hat sich am vergangenen Mittwoch erstmals eine „Arbeitsgruppe Fracking“ konstituiert, die den Kreistag beraten soll. Unter dem Vorsitz der Grünen Landtagsabgeordneten Elke Twesten debattieren hier Angehörige von Bürgerinitiativen, lokaler Politik und Verwaltung, Wasserversorgungsunternehmen, Kreisabgeordnete und mit Dr. Ulrich Windhaus einem Vertreter derjenigen Behörde, die die Genehmigungen für den Bergbau in Norddeutschland verantwortet und die die tatsächlichen Abläufe bei der Erkundung, Förderung und Transport von Erdöl und -gas sowie die dazugehörige Abfallentsorgung mitverantwortet.

Die Rotenburger Kreiszeitung berichtet:

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Bohrstelle Bötersen Z11, wo Fracking-Maßnahmen geplant sind und die fünf Verpressstellen für Lagerstättenwasser. Außerdem die im Raum Sittensen geplanten Erdölbohrungen. Abteilungsleiter Ulrich Windhaus vom Bergamt wies in diesem Zusammenhang darauf hin, Umweltminister Wenzel habe Z11 und das Fracking-Genehmigungsverfahren zu seiner persönlichen Sache gemacht. Außerdem stehe fest: „Ohne Umweltverträglichkeitsprüfung gibt es keine Genehmigung.“
… Elke Twesten: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir anhand der thematischen Ausrichtung – Fracking, Lagerstättenwasser und die sich ankündigende Frage um die Erdölförderung – die wichtigsten Handlungsfelder aufgemacht haben.“

Quelle: Rotenburger Kreiszeitung, 23.10.2013: Fracken, Verpressen, Erdöl fördern

Eine etwas zugespitztere Sicht auf diese erste Sitzung des Arbeitskreises gibt der Blog der BI „Kein Fracking in der Heide“ wieder:

Es stehen keine konkreten Aktionen der Erdölindustrie ins Haus, beruhigte Kreisrat Dr. Lühring. Und auch die Bürgermeisterin von Scheeßel wiegelte ab: PRD habe zugesagt, die Stadt in Kenntnis zu setzen, wenn sie konkrete Anträge zur erneuten Ausbeutung der schon früher aktiven alten Bohrstelle stellen. Sie habe aber von PRD bisher nichts gehört und gehe davon aus, dass also derzeit nichts zu befürchten sei…

Eine andere Ankündigung betrifft das Exxon-Projekt in Bötersen, wo Fracking zum Antragsvolumen gehört. Der LBEG-Vertreter berichtete, ein erster Antrag dazu sei von Exxon 2011 gestellt worden, aber als nicht prüffähig zurückgeschickt worden. Ein weiterer Antrag Ende 2012 wurde vom LBEG erneut als nicht prüf- und nicht genehmigungsfähig beschieden. Seitdem habe das LBEG von Exxon nichts mehr gehört. … Herr Windhaus vom LBEG betonte dazu: nach Ansicht des LBEG ist die Förderung von gefracktem Erdgas aus oberflächennahen Schiefergesteinen (unkonventionelle Lagerstätten) derzeit und in absehbarer Zeit nicht genehmigungsfähig. … Unser Problem sei also aktuell, was man bei konventionellen Vorkommen von Erdgas und Erdöl beachten müsse.

Im Kreis Rotenburg gibt es fünf Verpressstellen, in die seit mehreren Jahrzehnten die giftigen Abwässer aus der Öl- und Gasförderung versenkt werden. Bisher sind fast vier Millionen Kubikmeter in die Erde gepresst worden, … Der Bürgermeister der Gemeinde Wittorf, wo RWE Dea seit Jahren mehr Lagerstättenwasser verpresst als genehmigt wurde, stellte die eindeutige Forderung: Stopp der Verpressung sofort! In der Umgebung gibt es z.T. hundert Jahre alte Bohrungen, die die angeblich nach oben abdeckende Tonschicht durchlöchert haben. Keiner weiß, wo die giftigen Wässer jetzt schon angekommen sind. Die Vergiftung des Trinkwassers ist eine Frage der Zeit.

Quelle: BI „Kein Fracking in der Heide“: Die schmutzigen Dollars von Exxon…

Auch lesenswert:
Landkreis Rotenburg Ende der Verpressung in Sicht?
Landkreis Rotenburg. Bislang wird giftiges Abwasser aus der Erdgasförderung einfach ins Erdreich gepumpt. Das soll bald vorbei sein, heißt es vom Landesbergamt. „Wir haben die Industrie aufgefordert, bis Ende 2014 neue Entsorgungskonzepte fürs Lagerstättenwasser vorzulegen“, sagte ein Behördenvertreter jetzt im Rotenburger Kreishaus. Das Abwasser müsse so gereinigt werden, dass es völlig unbedenklich ist.

 Veröffentlicht von am 25. Oktober 2013
Okt 232013
 

Bohrlochabschluss Bötersen Z11

Bohrlochabschluss Bötersen Z11

Heute früh berichtete Kersten Mügge in einem weiteren Beitrag von NDR Info über den aktuellen Vorstoß von ExxonMobil, nach zwei Jahren scheinbarer Ruhe den ersten Frac-Antrag zugelassen zu bekommen:
Exxon-Antrag für Fracking: Was steckt dahinter?
ExxonMobil will in Bötersen fracken, also Erdgas fördern. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt. Kersten Mügge berichtet über die Reaktionen der Fracking-Gegner.
NDR Info – 23.10.2013 07:38 Uhr Autor: Mügge, Kersten

Heute Abend sendet NDR Info ein etwas längeres Feature über Fracking, in dem Claudia Plaß u.a. Experten, Politiker und Bürger zu Wort kommen lässt, die sich einig sind: Mit dem Fracking-Verfahren droht unter anderem eine Verseuchung des Grundwassers.
Mehr Gefahr als Nutzen durch Fracking?
NDR Info – 23.10.2013 20:30 Uhr Autorin: Claudia Plaß
Die Angst vor Probebohrungen in Norddeutschland
Zum Nachhören

 Veröffentlicht von am 23. Oktober 2013
Okt 212013
 

Bergbau mit Atomkraft: Storax Sedan, atomare Sprengung in der Wüste von Nevada, 6. Juli 1962

Bergbau mit Atomkraft: Storax Sedan, atomare Sprengung in der Wüste von Nevada, 6. Juli 1962

Dass hydraulisches Frakturieren des Untergrunds nur kurzfristige Erfolge bringt und deshalb ständig neue Bohrungen abgeteuft und noch mehr gefrackt werden muss, um nennenswert Gas und Öl zu fördern, haben die Experten schon in den 1960er-Jahren herausgefunden. Deshalb kamen sie auf den Trichter, es doch mit potenterem Sprengstoff zu versuchen — mit Atombomben. Solveig Grote hat die Geschichte im Spiegel online aufgeschrieben.

Nennenswerte Kommentare, als wir vorhin drüber sprachen:

Richtiges Fracking geht mit Atombomben. Alles andere ist nur was für Weicheier.
Am besten hat mir der Name der Firma gefallen „Natural Gas“. Das Fracking Fluid konnte man bestimmt auch prima trinken.

… wenn ich davon erzählte, hatte ich immer den Eindruck, die Leute meinten, ich erzähle Märchen.
Schön, dass SPON dieses Kapitel auch noch einmal in Erinnerung ruft.
Ich habe diese historische Tatsache ja auch schon verwendet in der Diskussion um § 11 Nr. 10 BBergG. Wenn die Unternehmen im Arbeitsprogramm „nuclear“ anstelle von „hydraulic“ fracturing angeben, wäre es doch merkwürdig zu behaupten, die Erlaubnis kann ich dennoch erteilen, weil sie nur eine Rechtsposition darstellt.
Ich denke, selbst das LBEG käme ins Grübeln.

Es gibt doch nichts was man der Gasindustrie nicht zutrauen könnte. Und wir müssen befürchten, dass die auch nach Jahrzehnten nichts dazulernen und auf die absurdesten Ideen kommen.

 Veröffentlicht von am 21. Oktober 2013
Okt 182013
 

17. Oktober 2013, 7:30 Uhr: Etwa 700 Polizisten marschieren gegen die friedlich protestierenden Mi'kmaq auf. (New Brunswick) (Foto: Daily Kos)

17. Oktober 2013, 7:30 Uhr: Etwa 700 Polizisten marschieren gegen die friedlich protestierenden Mi’kmaq auf. (New Brunswick) (Foto: Daily Kos)

taz online, 16.10.2013
Landvolk wehrt Energiekonzern ab

Der Konzern Chevron hatte in Litauen einen Auftrag zu Bohrungen nach Schiefergas in der Tasche. Nach Protesten wurde das Projekt nun gestoppt.
VILNIUS taz | Die Entscheidung sei ein Ergebnis des Klimawandels, sagt ein Sprecher des Energiekonzerns Chevron. Er meint allerdings eher so ein soziales Klima: „Signifikante Änderungen im steuerlichen, rechtlichen und ordnungspolitischen Klima in Litauen“ seien der Grund dafür, dass der US-Multi nun doch die Finger von einem umstrittenen Fracking-Projekt lässt, das in dem baltischen Staat zuletzt immer mehr Gegner fand. Übersetzt: Weil der Widerstand in der Bevölkerung zu groß wurde, will Chevron nun doch nicht nach Schiefergas bohren…

taz, 18.10.2013
Bevölkerung verhindert Gasbohrungen
Chevron frackt nicht in Rumänien

Der Energiekonzern Chevron hat ein Fracking-Projekt in Rumänien gestoppt. Wie schon in Litauen haben sich Einheimische erfolgreich gegen die Gasbohrungen gewehrt.
BUKAREST ap/taz | Nach Protesten gegen die umstrittene Gasfördermethode Fracking hat der US-Multi Chevron seine Gassuche in Rumänien vorerst ausgesetzt. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, seine Priorität sei gewesen, „diese Aktivitäten in einer sicheren und umweltfreundlichen Art“ zu betreiben. Chevron reagierte damit auf die Proteste vom Vortag, an denen sich Hunderte in der Hauptstadt Bukarest und auf dem Feld, wo die Bohrungen geplant waren, beteiligten…

Augenzeugen berichteten, dass es zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Frackinggegner gekommen sei und Krankenwagen mehrfach daran gehindert worden seien, unverzüglich zu Verletzten vorzudringen. Mehrere Personen seien ins Krankenhaus gebracht worden.
Die Ankündigung von Chevron sei nicht zufriedenstellend, weil Chevron weitere Bohrlizenzen im Umfeld von Barlad besitzt und drei weitere Konzessionen in der Gegend von Dobrudgea, wo das Unternehmen jetzt mit seismischen Erkundungen begonnen habe.
Einen Eindruck von der Situation vor Ort in Pungesti gibt es hier:
http://www.vrn.ro/au-venit-sa-instaleze-sonda-revolutie-la-pungesti

Kanada: Polizei geht mit Tränengas und Gummigeschossen gegen Protest vor

Eine Welle der Solidarität geht inzwischen weit über die Grenzen der kanadischen Provinz New Brunswick hinaus: Angehörige der Mi’kmaq First Nation protestieren seit Wochen friedlich dagegen, dass das texanische Unternehmen Southwestern Energy hier mit Fracking anfängt, und blockieren die Straßen. Nachdem gestern Molotow-Cocktails flogen (wer die geworfen hat, steht nirgends), griff die Polizei jetzt zu harten Mitteln und ging mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die vor, die ihr Land verteidigen. „Hier sieht es aus wie im Krieg!“, schreibt Daily Kos über das Vorgehen von über 700 Polizisten.

Quelle u.a.: Elsipogtog solidarity is spreading across Canada
taz, 18.10.2013: Gewaltsame Proteste in Kanada. 40 Fracking-Gegner festgenommen

 Veröffentlicht von am 18. Oktober 2013