Dez 132013
 

Stop Fracking-HandMassive Propaganda Activities by Oil and Gas in Europe!
Reliable Partners?

Let’s have a look at two actual samples:

Die International Association of Oil & Gas Producers (OGP) hat bei der für die Branche seit vielen Jahren international tätigen Unternehmensberatung PÖYRY Management Consulting Co. , U.K. eine Studie in Auftrag gegeben, in welcher die makro-ökonomischen Einflüsse einer generellen Shale Gas Förderung in den EU-28-Ländern bis zum Jahre 2050 beleuchtet und prognostiziert werden sollten.

Und diese Studie sollte im November 2013 vorliegen, so dass die Besteller von ihren Inhalten dann anschließend aktiven Gebrauch machen konnten im Rahmen ihrer europäischen Aktivititäten zur Einführung und generellen Zulassung der „unkonventionellen Gasförderung“.

Am 25.11.2013 wurde die PÖYRY-Studie unter dem Titel: „MACROECONOMIC EFFECTS OF EUROPEAN SHALE GAS PRODUCTION“ (mit einem Prognose-Horizont bis 2050) veröffentlicht.

Sofort erschien das „WEG-KOMPAKT Dezember 2013“ mit der plakativ verkürzten Nennung der positiven „Kernaussagen“ der Auftragsstudie „pro Fracking“ in der EU.

Die unsinnig übertrieben positiven Schlussfolgerungen forderten zur Nachprüfung heraus und siehe da, durch erkennbar tendenziöse Ansätze wurde dafür in der Studie gesorgt, dass die positiven Endergebnisse sich ergaben. Dabei wurde der Boden der Sacherfahrungen aus der Praxis gezielt verlassen. Solche Studien, auch wenn sie viele Seiten umfassen, sind unseriös.

Und das bewusste anschließende Verwenden solcher „Studienergebnisse“ durch die Industrie unter Verweis auf die „Unabhängigkeit“ des Studienerstellers ist nicht minder unseriös.

Die Unternehmensberatung forsa bekam den Auftrag von einem Auftraggeber, dessen Namen sie anschließend auf Rückfrage hin nicht freigeben wollte oder durfte.

Das Ziel der kürzlichen Umfrage war es, zu einer überwiegend positiven Bewertung der Verwendung unkonventionellen Erdgases in Deutschland zu kommen. Entsprechend subjektive Fragen wurden dabei in Telefon-Interviews von den forsa-Mitarbeitern gestellt, damit später bei der Auswertung bestimmte Aussagen möglich wurden. Per Zufall wurde auch ein Mitglied des aktiven Widerstandes gegen Fracking am 26.11.2013 von den forsa-Interviewern befragt, wodurch diese ganze Aktion bekannt wurde.

Interessant ist es zu wissen, was die WINTERSHALL AG daraus gemacht hat. Das ist auf der homepage von Wintershall http://www.heimische-foerderung.de/energie-aus-deutschland/ unter „ Energie aus Deutschland“ und unter „forsa-Umfrage: Erdgas steht für Deutsche bei Energieversorgung an erster Stelle“ nachzulesen:
Aus den Anrufen bei einigen Niedersachsen (vor allem bei älteren Mitbürgern) wurde „hochgerechnet“, dass „83% der Deutschen“ fest an die Zukunft fossiler Energieträger glauben und mehrheitlich die heimische Förderung unterstützen. Die jährlichen Förderabgaben daraus wollen die Bürger in Forschung und Bildung investieren.

Tja, und auch sonst wurde die Befragung von „forsa“ so gut vorbereitet, dass die gewünschten Resultate denn auch „sicher“ eermittelt werden konnten. Zitat: „Und 53% der Deutschen glauben nicht mehr, dass die Energiewende gelingt“

Ja, großartig, so lieben wir von der Gasindustrie unsere bestellten forsa-Ergebnisse!

Schließlich bezahlen wir doch auch anständig dafür! Da kann der liebe Herr Güllner von forsa doch, bitteschön, auch angemessen liefern! Uns von Wintershall ist ja die „Heimische Förderung“ sehr am Herzen gelegen, wegen der nachhaltigen sicheren Versorgung mit Energie. Deshalb hat ja auch gerade unser Eigentümer, die Muttergesellschaft BASF, unsere umfangreichen Kavernen-Gasspeicher in Deutschland an den Staatskonzern GAZPROM verkauft, im Tausch gegen andere Interessen, weil GAZPROM sich ganz sicher um seine vermehrten „deutschen“ Interessen kümmern wird. Und weil GAZPROM sich so sehr um Deutschland und die Gasabnehmer in Deutschland sorgt, hat die BASF auch unser Gaszuleitungs- und Verteilnetzwerk in Deutschland an GAZPROM verkauft, denn daran hatte GAZPROM doch so ein besonders lebhaftes Interesse geäußert. Und wir, die
Tochter Wintershall, brauchen uns ab Januar 2014 nicht mehr um unsere deutschen Endkunden zu kümmern, denn das macht ja dann eine deutsche Tochter von GAZPROM.

Wir lernen daraus: mit den Mitteln primitivster Propaganda und tendenziöser Umfragen geht die Öl- und Gasindustrie vor, um ihre Ziele zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung und der Politik zu erreichen. Eben ganz im Stile von „Reliable Partners“. (vf)

Quellen:
http://www.heimische-foerderung.de/energie-aus-deutschland
http://www.heimische-foerderung.de/2013/10/forsa-umfrage-erdgas-s…
http://www.rohstoff-welt.de/news/artikel.php?sid=46454 „Heimvorteil auch in Zukunft nutzen“

 Veröffentlicht von am 13. Dezember 2013

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