Feb 262014
 

Irrweg_kl
Es mehren sich die Zeichen, dass Erdgas in Zeitabläufen, die die Menscheit interessieren, keinen Klima-Vorteil bringt. In der wirklichen Welt ist Erdgas aus zwei Gründen kein Brückenbrennstoff in Richtung einer kohlenstoff-freien Weltwirtschaft:

Erstens: Erdgas besteht überwiegend aus Methan (CH4), einem super wirksamen Schadgas für die Atmosphäre, dass 86 mal mehr Wärme zurückhält als CO2 in einem 20-Jahres-Zeitraum. Daher können selbst kleine Leckagen in der Erdgasproduktion und dem Verteilsystem eine große Beeinträchtigung der Atmosphäre bewirken – groß genug um den gesamten Klima-Vorteil der Umstellung von Kohle- auf Erdgas-Energie aufzuzehren.

Leider, da eine bedeutende neue Stanford-Studie erneut bestätigt: „Das Erdgassystem der USA hat Lecks“
Der neue Aufsatz erläutert: Eine Zusammenfassung von mehr als 200 früheren Studien bestätigt, dass die Methan-Emissionen der USA beträchtlich höher sind, als die offiziellen Schätzungen. Leckagen im Erdgassystem der USA sind ein bedeutender Teil des Problems.

Zweitens: Erdgas ersetzt nicht einfach nur die Kohle – es verdrängt auch kohlenstofffreie Energiequellen, wie erneuerbare Energien, Atomstrom und Massnahmen zur Steigerung der Energie-Effizienz. Eine neue Untersuchung ergibt, dass der Effekt sogar groß genug war, um fast den gesamten Klima-Vorteil der vermehrten Erdgasverbrennung in der Stromerzeugung zu Nichte zu machen, wenn die Leckagerate nur 1,2% beträgt (vergleichbar mit der neuen bewusst niedrig angesetzten Schätzung der EPA, die inzwischen abgelehnt wird).

Tatsächlich, wie ein wichtiger Bericht im November 2013 fand (wir berichteten darüber), hat die EPA kürzlich ihre CH4-Emissionsfaktoren für die Förderung und Verarbeitung fossiler Brennstoffe um 25 bis 30% gesenkt (für 1990 -2011), aber wir sind der Meinung, dass die CH4-Werte quer durch Nordamerika statt dessen aufzeigen, dass im Gegenteil eine Erhöhung der CH4-Emissionsfaktoren richtig wäre.

Die neue Studie, veröffentlicht in Science „Methanleckagen aus den Nodamerikanischen Erdgas-Systemen“ sieht es noch problematischer, von Erdgas als dem so-genannten „Brückenbrennstoff“ zu sprechen. Da die Studie ein Kompromisspapier einer Vielzahl von Autoren ist und weil das Datenmaterial nicht von hoher Qualität ist, empfiehlt die Studie selbst keine überarbeitete neue Erdgas-Leckrate. Aber die zugehörigen Unterlagen tun das sehr wohl. Ziemlich hinten, auf Seite 29 ist ein Abschnitt mit dem Titel: “Kalkulation des Prozentsatzes der Leckagen in Verbindung mit der möglichen Erdgas-Leckrate“, wo die Autoren erläutern, dass sie Riesen-Sprünge auf die Werte der möglichen Erdgas-Leckagerate packen können.

Ihre Analyse kommt zu folgendem Schluss: „Im Bereich des Verbrauches des Erdgases fallen 1,8 bis 5,4% Leckagen an. Koppelt man dies mit der derzeitigen Schätzung von 1,8% Leckagerate, bezogen auf die verbrauchte Endmenge an Erdgas, ergibt sich eine hochgerechnete Abschätzung der Erdgas-Leckage von 7,1%“

Als Nebenbemerkung, dies ist ganz ähnlich der Bereich zu dem der Cornell-Studie von 2012 geleitet von Professor Bob Howarth, die damals viel geschmäht wurde (aber offensichtlich richtig lag).

Die Autoren sind sehr bemüht, diese „Bombe“ gleich wieder zu entschärfen, indem sie sofort argumentieren, dass 7,1% Leckagerate extrem unwahrscheinlich sind und darauf hinweisen, dass in einem Aufsatz aus 2012 (Autor Alvarez und weitere) über den Ersatz von Kohlestromerzeugung durch Gasfeuerung erwähnt werde: „die Vorteile sind in einem Zeitraum von 100 Jahren zu sehen, wenn die Leckagerate unter 7,6% liegt“.

Aua-ha! Bis dahin, lieber Leser, sind Sie gestorben und unser Klima ist zerstört. Ja, die neue Gas-Stromerzeugungsanlage mag besser sein, als die alte Kohlverfeuerungsanlage (und trotzdem müssen Sie bedenken, für einen wirklichen Klimavorteil reicht es nicht, dass einfach Kohleverfeuerung durch Erdgasverfeuerung ersetzt wird – wenn Sie das dennoch annehmen, dann ohne dass Ihre Annahme einen Bezug zur Wirklichkeit hat.)

Schauen wir uns doch einmal die Erdgas Leckagezahlen genauer an, die ich neu fassen will mit 5,4% +/- 1,8%. Ich fragte den leitenden Autor der Stanford Studie, Adam Brandt, ob sie berechnet hätten, ob es eine gleichmäßige Verteilung der Leckagewerte von 3,6% bis 7,1% oder ob es tatsächlich nur eine „höchst wahrscheinliche Schätzung“ handelte. Er antwortete, das die verfügbare Datenqualität nicht gut genug gewesen sei, um das festlegen zu können, aber „eine gleichmäßige Verteilung der Leckagewerte ist möglicherweise nicht die beste Annahme“.

Betrachtet man die Risiken für die Menschheit, die vom Klimawandel ausgehen – und die riesigen Summen Geldes das in dem Erdgasboom ausgegeben (oder verschleudert) wurden, so erscheint es konservativ (vorsichtig) einen Mittelwert von 5,4% Leckage anzunehmen. Diese Annahme ist besonders konservativ vor dem Hintergrund dreier separater Untersuchungen durch NOAA, die Leckageraen von 4%, 17% und 6 – 12% erbrachten.

Gehen wir also zurück zu dem Aufsatz von Alvarez und Kollegen von 2012 und schauen uns an, was 5,4% Leckagerate bedeutet. Hier ist die Schlüsseldarstellung dieser Studie von 2012:

Bild: Kopie aus Studie von 2012 von Alvarez et al., USA Senkrechtachse: Leckagerate in % (Wert „30“ besagt 3,0%) Untertitel:Maximum Erdgas-Leckagerate während der Gesamtlebensdauer bis zur Verbrennung, als Funktion der Zahl der Jahre die benötigt werden, um echte Klimavorteile nach dem Umstellen von Kohlestromerzeugung auf Erdgasturbinen-Stromerzeugung zu gewinnen. Die drei Kurven stehen für: Einzel-Emissions- Pulse,(gepunktete Linie steil ansteigend) die Betriebszeit einer Stromerzeugungsanlage 50 J. (gestrichelte Linie) und eine komplette dauerhafte Umstellung der gesamten Stromerzeugung (durchgehende Linie)

Bild: Kopie aus Studie von 2012 von Alvarez et al., USA
Senkrechtachse: Leckagerate in % (Wert „30“ besagt 3,0%)
Untertitel:Maximum Erdgas-Leckagerate während der Gesamtlebensdauer bis zur Verbrennung, als Funktion
der Zahl der Jahre die benötigt werden, um echte Klimavorteile nach dem Umstellen von Kohlestromerzeugung
auf Erdgasturbinen-Stromerzeugung zu gewinnen. Die drei Kurven stehen für: Einzel-Emissions-
Pulse,(gepunktete Linie steil ansteigend) die Betriebszeit einer Stromerzeugungsanlage 50 J. (gestrichelte
Linie) und eine komplette dauerhafte Umstellung der gesamten Stromerzeugung (durchgehende Linie)

Bei einer Leckrate von 5,4% würde der Ersatz einer Flotte von Kohlekraftwerken durch Gaskraftwerke während 50 Jahren keinen Klimavorteil ergeben! Das bedeutet, dass der Ersatz von Kohlekraftwerken durch Gaskraftwerke während fast 5 Jahrzehnten schlechter für die Klimabilanz wäre!

Als Nebenbemerkung heißt das auch, dass auch die Umrüstung einer Flotte von LKw oder Pkw auf Gasantrieb während eines Zeitraumes von ca.140 Jahren für das Klima schlechter wäre. Brandt erklärte dazu in der „New York Times“ „die Umstellung von Diesel auf Erdgasantrieb wäre keine gute Politik aus der Sicht des Klimawandels“.

Aber es ist noch schlechter als das, da Alvarez et al. damals Daten benutzten die heute nicht mehr aktuell sind – für das globale Erwärmungspotential (GWP) von Methan. Wie ich im Oktober 2013 berichtete, hat die IPCC festgelegt, dass das globale Erwärmungspotential, auf der Basis 100 Jahre Verweildauer von Methan in der Atmosphäre, um 40% höher ist als früher angenommen. Wenn man diese Korrektur berücksichtigt, so verlängert sich der Zeitraum, währenddessen die Klimabilanz von Gaskraftwerken, die Kohlekraftwerke ersetzt haben, schlechter für das Klima ist, auf mehr als 60 Jahre.

Und wiederum, in der realen Welt ist es eben nicht so, dass Erdgas nur eben Steinkohle in der Stromerzeugung ersetzt. Es verdrängt auch den Atomstrom, erneuerbare Energien und Massnahmen zur Erhöhung der Energie-Effizienz.

Somit erscheint es als eine recht sichere Aussage dass Erdgas einfach keinen echten Vorteil für das Klima bietet, welcher Art er auch immer sein mag, in irgendeinem Zeitrahmen, der die Menschheit betrifft.
Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, die Verschwendung von Zehner-Milliarden von Dollars zu beenden, zusammen mit der Opferung von Milliarden von Gallonen Wasser, das für den menschlichen Verzehr ungenießbar wird – alles für einen fossilen Brennstoff, der möglicherweise in Wirklichkeit keinen bedeutenden Klimavorteil aufweist und obendrein noch beträchtlichen Schaden anrichten kann.

Übersetzung eines Berichtes in CLIMATEPROGRESS vom 19.02.2014 von Joe Romm
über die Klima-Effekte von Erdgas: Bis es soweit sein wird, dass Erdgas einen Vorteil für
das Klima bringt, werden Sie wahrscheinlich schon gestorben sein und das Klima wird
ruiniert sein.

Originaltitel: By The Time Natural Gas Has A Net Climate Benefit You’ll Likely Be Dead And
The Climate Ruined

Übersetzt Volker Fritz

Feb 232014
 

frackoff
Am 1. und 2. Mai findet in Bergedorf in Hamburg ein bundesweites Treffen aller anti-Fracking-Gruppen statt. Hierzu lädt die “Bürgerinitiative FrackingFreies Hamburg” ein.

Erwartet werden zahlreiche Gruppierungen aus ganz Deutschland und Europa.

Fracking bewegt die Bürger, Fracking darf die erneuerbaren Energien nicht bremsen!
Die Freihandelsabkommen, die derzeit verhandelt werden, dürfen Fracking nicht den Weg bereiten!

Dieses Treffen soll dazu dienen, die einzelnen Kräfte zu bündeln und verbindliche Forderungen an die Politik zu formulieren, insbesondere weil in diesem Jahr die Europawahl stattfindet und globale Verträge bevorstehen.

Wenn sich eure BI noch nicht dem Verbund von www.gegen-gasbohren.de angeschlossen hat oder euch noch keine Einladung vorliegt, dann sendet eine Mail mit dem Betreff ”Anti-Fracking-Strategietreffen” an an info[at]bi-ffh.de. Bitte begründet kurz, warum ihr auch eingeladen werden möchtet.

Feb 202014
 
Ausschnitt aus der Erlaubnisakte Elmshorn

Ausschnitt aus der Erlaubnisakte Elmshorn

Akteneinsicht offenbart: Fracking im Feld Elmshorn könnte möglich werden
Tabuwort „Fracking“ wird vermieden

 

Von Glückstadt bis Norderstedt, von Wedel bis Kaltenkirchen und Krempe: Auf fast 600 km² rund um die Stadt Elmshorn nordwestlich von Hamburg hat PRD Energy eine 5-Jahres-Lizenz zum Suchen nach Öl und Gas erhalten. Bei Fündigkeit ist Fracking explizit eingeschlossen. Das ergibt sich aus dem Antrag, der u. a. von diversen Tongesteinen (shale) spricht, auf die sich die Erkundung erstrecken soll.

Der Antrag beinhaltet jahrelange seismische Untersuchungen und eine Explorationsbohrung, mit dem Ziel, zuvor nicht ausbeutbare Kohlenwasserstoff-Lagerstätten zu finden. Im Arbeitsprogramm heißt es: „Generell werden alle Zonen hinsichtlich ihres Kohlenwasserstoffpotentials ausgewertet, einschließlich der flachen Tiefenbereiche, Zonen mit vergleichsweise niedriger Porosität, die Muttergesteinsschichten des Posidonienschiefers sowie die lokale Malm- und Wealden-Fazies.“

Genau wie im Erlaubnisantrag „Ostrohe“ vermeidet PRD auch hier tunlichst, das umstrittene Wort „Fracking“ zu verwenden. Das ist aber auch gar nicht nötig, da die genannten Gesteinsformationen dafür bekannt sind, eventuell vorhandenes Öl und/oder Gas, wenn überhaupt, nur dann freizugeben, wenn sie „stimuliert“, auf Deutsch: gefrackt wurden.

Das Erlaubnisfeld Elmshorn überlagert u. a. zahlreiche Naturschutzgebiete, Wasserschutzgebiete sowie Wassereinzugsgebiete, die teilweise auch Hamburg versorgen.

Nachtrag 5.3.2014 zur Aktenlage

Die Erlaubnisakte Elmshorn (Auszüge):

Der Erlaubnisantrag von PRD, auf dessen Grundlage die Erlaubnis Elmshorn erteilt wurde [PDF, 45 MB]

u. a. Konkurrenzsituation und überarbeitete Arbeitsprogramme, ca. Jan. 2013 (ab Seite 16) [PDF, 19 MB]

Das LBEG setzt das MELUR über die Eröffnung des Beteiligungsverfahrens in Kenntnis. Bemerkenswert die ausdrückliche Information der Oberen Bergbehörde LBEG an ihre Fachaufsicht, das MELUR:
„Zum Teil werden im Arbeitsprogramm auch Explorationsziele aufgeführt, die möglicherweise unkonventionelle Untersuchungsmethoden (Fracking) bedingen könnten.“
[PDF, 0,8 MB]

Das LBEG informiert die Kreise Steinburg, Bad Segeberg und Pinneberg und bittet um Stellungnahme, ob aus Sicht der Kreise Versagensgründe n. § 11 Nr. 10 BBergG der Erlaubniserteilung entgegenstehen [PDF, 7 MB]

Die Stellungnahmen
des Kreises Pinneberg [PDF, 20 MB]

des Kreises Bad Segeberg [PDF, 14,2 MB]

des Kreises Steinburg [PDF, 12,1 MB]

des MELUR [PDF, 12,7 MB]

Terminhinweis:
Am 4.3.14 ab 18 Uhr will der zuständige Minister Dr. Robert Habeck im Kreishaus Elmshorn Rechenschaft darüber ablegen, warum er diese Erlaubnis hat erteilen lassen.
Öffentliche Veranstaltung zum Fracking mit Landrat Oliver Stolz und Umwelt- und Energiewendeminister Dr. Robert Habeck zum Stand des Verfahrens zum Thema Fracking im Kreisgebiet.
Ort: Kreishaus, Kurt-Wagener-Straße 11, Elmshorn (Anmeldung erbeten)

Feb 132014
 

5vorfrack5 vor Frack!

Liebe Bi’ler und Fracking-Gegner,
Wir bedanken uns für die vielen Anmeldungen zu unserem Treffen am 22.2. im DGH Hassendorf und zur Demo an Z11 Bötersen. Hier kommt jetzt endlich die versprochene Ablaufplanung/Tagesordnung für den Samstag.
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11:00 Uhr: Beginn der Tagung.

Moderation: Hartmut Horn
– Grußwort: Bürgermeister der Gemeinde Hassendorf (Klaus Dreyer)
– Aktuelle Situation Bötersen Z11,Sottrum Z1: Bi Frack-loses Gasbohren (Knud Alter)
– Vortrag: Geschäftsführer des Wasserversorgungsverband Rotenburg-Land, Dipl.-Ing. Volker Meyer
– Austausch zwischen BIs über geplante Aktionen

12:30 Uhr: Mittagspause *)

13:30 Uhr: Fortsetzung der Tagung
Motto: „Nimmt das LBEG seine Pflichten wahr?“
Referent: Herr Gerd Landzettel, Richter und Mitglied der Bürgerinitiative No-Fracking aus Völkersen

14:45 Uhr: Ende der Tagung und gemeinsamer Fußmarsch zur Demonstration an der Bohrstelle Bötersen Z11

15:30 Uhr: Beginn der Demonstration/Kundgebung

Bis heute haben als Redner zugesagt:
Herr Luckhaus, Samtgemeindebürgermeister aus Sottrum und Herr Daub, Superintendent und Landratskandidat aus Rotenburg

16:30 Uhr: Ende der Veranstaltung.

*) Es wird ein leckeres Nudelbüfett zum Preis von 7,50 Euro geben (3 verschiedene Gerichte). Wir gehen davon aus, dass alle die sich bis jetzt angemeldet haben auch Appetit darauf haben und buchen euch dafür. Wenn das nicht okay ist, bitte nochmal melden, danke.

Vielen Dank für die bisherige Unterstützung durch Bekanntgabe des Termins. Im Anhang befinden sich für weitere Werbung 2 Plakate (PDF-Dateien), die gerne verteilt werden dürfen.

Adresse des Tagungsorts:
Dorfgemeinschaftshaus Hassendorf, Bahnhofstraße 1, 27367 Hassendorf
http://www.dasoertliche.de/Themen/Dorfgemeinschaftshaus-Pizzeria-Italia-Hassendorf-Bahnhofstr#det_mapanchor
Unter dem LINK findet sich der Punkt Kartenausschnitt und ein Routenplaner um den Anfahrtsweg zu finden. Vergrößert man die Karte so sieht man auch die B75 an der die Bohrstelle Z11 liegt. (Vom Dorfgemeinschaftshaus auf die B75 in Richtung Rotenburg (rechts) abbiegen, nach kurzer Strecke geht es links ab zum Jeerhof, genau an dieser Biegung befindet sich die Förderstelle. )

Wir freuen uns auf euch, auch auf alle Kurzentschlossenen. Kommt einfach vorbei, macht mit!
Fragen und Rückmeldungen bitte an: Z11frackaction[at]freenet.de
BI „Frack-loses Gasbohren“
Gisela Moje

 Veröffentlicht von am 13. Februar 2014
Feb 132014
 

Flyer_CETA_TTIPWenn die Freihandelsabkommen CETA (zwischen der EU und Kanada) und/oder TTIP (zwischen der EU und den USA) so kommen, wie Konzerne und ihre politischen Handlanger sich das wünschen, dann wird der Kampf gegen das Fracking noch viel schwerer.

Der Flyer, den Aktivisten in Hessen jetzt vorgelegt haben, soll helfen, die Öffentlichkeit über die drohenden Gefahren zu informieren.

Zum Herunterladen die Grafik anklicken.

 Veröffentlicht von am 13. Februar 2014
Feb 132014
 

Verpressstelle Wittorf Z1/Grapenmühlen: Hier wurden seit 1995 an die 700.000 m³ Abwässer aus der niedersächsischen Gasproduktion verpresst. (Foto: <a href="http://www.vierlaender.de/uploads/Images/Energie/WittorfZ1_Totale.JPG">vierlaender.de</a>

Verpressstelle Wittorf Z1/Grapenmühlen: Hier wurden seit 1995 an die 700.000 m³ Abwässer aus der niedersächsischen Gasproduktion verpresst. (Foto: vierlaender.de

Vortrag zur Lagerstättenwasser-/Flowback-Behandlung in Wittorf ohne Bezug zu konkreten Problemen vor Ort

Da waren wohl beide Seiten erstaunt bzw. enttäuscht: Am Dienstagabend hielt Dr. Dirk Weichgrebe im voll besetzten Wittorfer Dorfgemeinschaftshaus einen allgemeinen Fachvortrag über die Behandlung von Lagerstättenwasser. Doch der Vortrag des Experten, der an diversen Gutachten (Exxon-Risikostudie; UBA-Gutachten) mitgearbeitet hat, zeigte keinen echten Bezug zu den Problemen der Wittorfer mit „ihrer“ Verpressbohrung in Grapenmühlen, sondern schien eher am Schreibtisch entstanden zu sein. Bei Fragen zur konkreten Situation vor Ort in Wittorf musste der Fachmann lt. Rotenburger Kreiszeitung passen, über das Schicksal der Milliarden verpressten Liter hochbrisanten Sondermülls unter Wittorf konnte er nicht so recht was sagen. Entsprechend turbulent sei die Diskussion der besorgten Bürger verlaufen, berichtet die Kreiszeitung.

Dieses Erlebnis wirft ein besonderes Licht auf die Grundlagen, von der aus Experten offenbar arbeiten, die im Auftrag von Industrie und Bundesbehörden Gutachten zur Öl- und Gasproduktion und zum Fracking in Deutschland erstatten. Es scheint, mal wieder, die Aufgabe der Fracking-Kritiker und -Gegner zu sein, die wissenschaftliche Expertise zu überprüfen, die diesen Gutachten zu Grunde liegt.

Weiterhin zeigte die Veranstaltung in Wittorf gestern abend einmal mehr, wie wichtig es ist, nichts und niemandem blind zu glauben, auch dann nicht, wenn (von wem so titulierte?) Experten und Fachleute sprechen.

Lagerstättenwasserbehandlung, die Zweite

Am selben Abend fand in Winsen/Luhe ebenfalls ein Vortragsabend statt, ebenfalls zur Thematik „Wohin mit dem flüssigen Sondermüll?“. Über den Vortrag von Prof. em. Calmano im Marstall berichtet Ingo Engelmann von der BI Kein Fracking in der Heide.

 Veröffentlicht von am 13. Februar 2014