Was ist mutig?

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Mrz 282014
 

Leserbrief für die Westfälischen Nachrichten!

In allen Medien findet man in diesen Tagen wieder Überschriften wie. „ FRACKING-TEST im MÜNSTERLAND?“ oder „Obama empfiehlt den Europäern das Fracking“. Grund ist die Ukraine Krise. Durch heimische Förderung will man sich aus der Abhängigkeit vom russischen Gas lösen, obwohl man genau weiß, dass man diese Mengen hier nie wird produzieren können. Das Ganze wurde anscheinend von langer Hand geplant. Die Rheinische Post aus Düssseldorf hat mit einer Pressemitteilung vom 25. März 2014 diesen erneuten Versuch gestartet. Zitat: „Die Energiedebatte hat ein neues Angstthema: Fracking…Und schon immer gab es zwei Sorten von Politikern: Populisten, die mit diesen Ängsten auf Stimmenfang gingen; und Mutige, die vor ihrem Urteil erst Erfahrungen sammeln wollten. Ob man nun für oder gegen das Fracking ist – eines muss man Oliver Wittke (CDU), Günther Oettinger (CDU), Bernd Westphal (SPD) und Christian Lindner (FDP) lassen: In dieser Debatte gehören sie zu den Mutigen“. Zitat Ende.
Für mich verwunderlich, wenn man weiß, das der „mutige“ SPD Politiker Bernd Westphal bis zum 30.11.2013 Aufsichtsrat beim Energiekonzern EXXONMOBIL war und sicherlich noch gute Kontakte zu seinem ehemaligen Aufsichtsratschef Gernot Kalkhoffen ( „Wir können sofort loslegen“) pflegt. Ganz ehrlich.  Für mich ist das nicht mutig, sondern verlogen. Mutig ist für mich, wenn Bauernverbände, Brauer, Mineralbrunnen-Betreiber, Wasserversorger, Gewerkschaften, Kirchen, Politiker und Bürgerinitiativen große Sorgen um ihr Trinkwasser haben und sich gegen die größten und mächtigsten Energiekonzerne stellen.

Quellen:

http://www.presseportal.de/pm/30621/2696936/rheinische-post-fracking-debatte-braucht-ehrlichkeit

http://www.rp-online.de/politik/cdu-spricht-sich-fuer-fracking-in-nrw-aus-aid-1.4130756

Mrz 282014
 

Auf Technik verzichten, deren Folgen nicht abzusehen sind
Umweltexperten der Evangelischen Kirchen in NRW lehnen Fracking weiter ab

Die Wiederbelebung der Fracking-Debatte in NRW durch Politik und Wirtschaft angesichts der Krim-Krise halten Umweltfachleute aus der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und der Lippischen Landeskirche für ein falsches Signal.

„Alle in den letzten Jahren vorgelegten wissenschaftlichen Gutachten weisen ausdrücklich auf gravierende Wissenslücken zu den Auswirkungen der Fracking-Technologie hin“, betont Dr. Gudrun Kordecki, Chemikerin im Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW. Besonders die Auswirkungen der eingesetzten Chemiecocktails sind weitgehend unerforscht. „Bevor nicht die wissenschaftliche Faktenlage zu dieser Technologie eine umfassende Beurteilung zulässt, erübrigt sich jede Diskussion über den Bau einer Fracking-Pilotanlage im Industriemaßstab, die jetzt von mehreren Politikern vorgeschlagen wird“, so Kordecki weiter.

Schon 2011 hieß es in einer kirchlichen Stellungnahme zu Fracking: „Ein wichtiges Prinzip christlicher Ethik ist es, auf Techniken zu verzichten, deren Folgen unabsehbar sind und deren Anwendung durch menschliches Versagen und Missbrauch zu unüberschaubaren und irreversiblen Folgeschäden führen können.“ Inzwischen liegen Beschlüsse der Landessynoden der EKvW und der EKiR vor, die sich eindeutig gegen den Einsatz des Frackings aussprechen.

„Der Schutz des Trinkwassers und der Heilquellen ist eine umfassende Aufgabe, die insbesondere im bevölkerungsreichen Bundesland NRW oberste Priorität haben muss“, unterstreicht Heinrich Mühlenmeier, Umweltbeauftragter der Lippischen Landeskirche. Die intensiven Bergbauaktivitäten in NRW hätten den geologischen Untergrund bereits gestört, so dass Erdgasförderungen mit Hilfe von Fracking einer besonders sorgfältigen Prüfung bedürften. „Daher treten wir für eine verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für alle Aktivitäten im Kontext von Fracking ein“, so Mühlenmeier.

Richard Brand, Referent für Umwelt, Klima, Energie im Landeskirchenamt der EKiR in Düsseldorf, kritisiert, dass die Krim-Krise als Anlass genommen werde, um das bestehende Moratorium in NRW in Frage zu stellen und den Einstieg in das Fracking zu legitimieren. „Für die Energiewende in Deutschland wird Fracking keinen nennenswerten Beitrag leisten können, weder kurzfristig noch langfristig “, so Brand.

Dr. Judith Kuhn, Referentin für Klima- und Energiepolitik im Institut für Kirche und Gesellschaft, weist darauf hin, dass die Förderung von Schiefergas in Deutschland weder die Energiepreise senken noch einen substantiellen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten können werde. Die Erfahrungen in den USA zeigten, dass die förderfähigen Gasvorkommen dort viel zu hoch eingeschätzt worden seien. In Deutschland seien die Vorkommen – gemessen am Gasbedarf¬ ¬– eher gering. Außerdem machten die hohen Förderkosten die kommerzielle Nutzung auf absehbare Zeit unwahrscheinlich. „Aus unserer kirchlichen Sicht halten wir es für wesentlich wichtiger, die Erneuerbaren Energien konsequent auszubauen sowie die Energieeffizienz zu erhöhen und verstärkt Energie einzusparen“, so Kuhn.

Weitere Informationen:
ekd.de/agu/themen/energie/fracking.html

 Veröffentlicht von am 28. März 2014

Keine Experimente! Schluss mit dem Feldzug der pro-Fracking-Lobby!

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Mrz 272014
 

Die Masterminds der Fracking-Kampagne im "War Room" *

Die Masterminds der Fracking-Kampagne im „War Room“ *

BBU fordert Ende der Kampagne von Fracking-Lobbyisten aus Politik und Wirtschaft
Politische Parteien müssen Forschungsbohrungen für Fracking klare Absage erteilen

Als Angriff auf die Umwelt und die Gesundheit der Menschen bezeichnet der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die seit Anfang der Woche andauernde Kampagne von Fracking-Lobbyisten aus politischen Parteien und Wirtschaftskreisen. Politiker von CDU, SPD, FDP sowie der Gaskonzern Exxon hatten die Errichtung und den Betrieb einer Fracking-Demonstrationsanlage ins Gespräch gebracht, um die von der Bevölkerung abgelehnte Technik salonfähig zu machen. Die danach erfolgten Dementis aus der Politik bewertet der BBU als halbherzig und unzureichend. Er fordert die Parteien auf, Probebohrungen und Forschungs-Fracking unverzüglich eine klare und unmissverständliche Absage zu erteilen.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Am Wochenende haben 30.000 Menschen in ganz Deutschland für den Einsatz regenerativer Energiequellen und gegen Fracking demonstriert. Angesichts der immer stärker werdenden öffentlichen Ablehnung der Fracking-Technik sehen Gaskonzerne und Fracking-Lobbyisten jetzt ihre Felle davonschwimmen und wollen Profit aus der Krim-Krise schlagen. Mittels einer durchsichtigen Kampagne soll Fracking auf Biegen und Brechen gegen den Willen der Bevölkerung auf den Weg gebracht werden. Jegliche Pläne zur Durchsetzung von Fracking werden jedoch auf den konsequenten Widerstand der Umweltbewegung stoßen, unabhängig davon, ob es sich um industrielle Förderung oder Demonstrationsanlagen handelt. Dabei wird sich die Umweltbewegung auch vom neuesten Pro-Fracking-Einsatz des US-Präsidenten Obama nicht beeindrucken lassen.“

Bisher lässt der Koalitionsvertrag von SPD und CDU/CSU auf Bundesebene Forschungsbohrungen zu. In Nordrhein-Westfalen wurden von Vertretern der SPD/GRÜNEN Landesregierung in der Vergangenheit Forschungsvorhaben ins Gespräch gebracht. Und auch die Äußerungen der politischen Parteien aus den letzten Tagen schaffen keine Klarheit oder gehen sogar in die falsche Richtung.

Der BBU kritisiert insbesondere, dass die Presserklärungen der NRW-Landtagsfraktionen von SPD, CDU und GRÜNEN aus dieser Woche äußerst vage sind und die Problematik der Forschungsbohrungen konsequent ausklammern. Die FDP bekennt sich sogar eindeutig zum Forschungs-Fracking. Und die Pressemitteilung des stellvertretenden umweltpolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Frank Schwabe, ist kein Kontrapunkt zu den Interessen der Gaskonzerne, sondern ein Plädoyer für Forschungsbohrungen unter Auflagen.

Daher fordert Oliver Kalusch: „Die Politik darf nicht länger lavieren, sondern muss angesichts der sich zuspitzenden gesellschaftlichen Debatte Forschungsbohrungen eine klare Absage erteilen. Die Bevölkerung hat einen Anspruch darauf, dass die Politiker sich nicht den Interessen der Gaskonzerne beugen. Sie müssen vielmehr Experimente mit den natürlichen Lebensgrundlagen und der Gesundheit der Menschen konsequent untersagen.“

* Das Foto ist eine Adaptation einer Szene aus Stanley Kubricks Film „Dr. Strangelove – How I learned to stop worrying and love the bomb“. Quelle: wikimedia

 Veröffentlicht von am 27. März 2014
Mrz 222014
 
Solidaritätsprotest in Bukarest, am Tag der Beisetzung von Marian. Auf dem Banner steht: "OMV petrom tötet. Das nächste Opfer könnte dein Kind sein."

Solidaritätsprotest in Bukarest, am Tag der Beisetzung von Marian. Auf dem Banner steht: „OMV petrom tötet. Das nächste Opfer könnte dein Kind sein.“

Der Vater eines Kindes, das vor Kurzem unmittelbar neben einer Ölbohrung in Rumänien verstarb, sei von der rumänischen Polizei verprügelt worden, berichtete FRACK OFF ROMANIA gestern.

Vor einigen Wochen sei der neunjährige Marian auf dem Nachhauseweg von der Schule durch ausströmendes Gas aus einer ungesicherten Ölbohrung des Unternehmens OMV-Petrom getötet worden. Unmittelbar nachdem seine Familie Klage gegen OMV-Petrom eingereicht hatte, habe die Familie Probleme bekommen: Die Polizei habe Marians Vater verhört, weil er Fotos von der Ölbohrung gemacht hatte, als Arbeiter dort einen nicht genehmigten Schutzzaun errichteten. Danach sei er vom Bürgermeister eingeschüchtert worden, wie auch die lokale Presse berichtet.

Darüber hinaus berichtet FRACK OFF ROMANIA, dass OMV-Petrom ihrerseits Klage erheben wolle, und zwar gegen Marians Vater. Es seien die Eltern, die an dem Tod des Kindes schuld seien, weil sie es auf dem Schulweg hätten begleiten müssen.

Vorgestern sei Marians Vater, so FRACK OFF ROMANIA weiter, von Spezialeinheiten der Polizei abgeführt worden und zur Kinderschutzdirektion des Bezirks gebracht worden. Dort sei er geschlagen und getreten worden und habe Tränengas in die Augen gesprüht bekommen. Er sei gewarnt worden, nicht über die Sache zu sprechen oder darüber im Internet zu schreiben.
Außerdem werde das Telefon der Familie abgehört und er habe die Ansage gehört: „Von jetzt an wissen wir alles, was du sagst und mit wem du sprichst.“

Die Aktivisten vor Ort suchen jetzt den Beistand aller anständigen Leute international, medizinische Hilfe und die Hilfe von internationalen Anwälten und Menschenrechtlern. Unterstützung jeglicher Art ist gewünscht. Kontakt und die Bankverbindung für Geldspenden sind am Ende des Originalartikels angegeben:

FATHER OF A CHILD DEAD NEXT TO AN OIL RIG OF OMV PETROM BEATEN UP BY THE ROMANIAN RIOT POLICE, TO MAKE HIM DROP LAWSUIT AGAINST OMV PETROM

 Veröffentlicht von am 22. März 2014
Mrz 202014
 

ewdemo220314
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Am 22. März ist nicht nur Weltwassertag, sondern auch der Tag für Großdemonstrationen gegen das Kaltstellen der Energiewende!

Das Umweltinstitut München dazu: „Im Koalitionsvertrag hat Schwarz-Rot einen Frontalangriff auf die Energiewende vereinbart. Nach der Photovoltaik soll es jetzt der Windkraft an den Kragen gehen. Der Zubau der erneuerbaren Energien droht mit einem Ausbaudeckel und massiven Förderkürzungen abgewürgt zu werden.

Stattdessen setzt Schwarz-Rot auf Kohlekraft — etwa mit neuen Subventionen, die verhindern, dass alte Kohlemeiler eingemottet werden. Damit haben sich RWE, E.ON und Vattenfall so massiv durchgesetzt wie
lange nicht mehr.

Doch noch steht dies alles nur im Koalitionsvertrag und nicht im Gesetz. Noch haben wir eine Chance, die Energiewende zu retten!

Deshalb gehen wir am 22. März mit zehntausenden Menschen in sieben Landeshauptstädten auf die Straße – in


Gemeinsam fordern wir, dass der Atomausstieg beschleunigt und der Kohleausstieg eingeleitet wird, Kohle-Tagebaue stillgelegt werden, Gas nicht mittels Fracking gefördert und die Energiewende nicht ausgebremst
wird!

 Veröffentlicht von am 20. März 2014
Mrz 202014
 

MS_LokalzeitWDR, 19.03.2014 — „Die Bezirksregierung Arnsberg hat der Firma Exxon für weitere sechs Monate die so genannte Aufsuchungsgenehmigung gestattet. Sie gibt noch nicht das Recht, in einem bestimmten Gebiet Bodenschätze zu fördern. Sie ist aber die Grundlage für das gesamte Genehmigungsverfahren.“

Mathias Elshoff (BI Gegen Gasbohren Nordwalde), Sonja Schemann (BM Nordwalde) und Paul Berlage (BM Drensteinfurt) über das Fracking im Münsterland und anderswo:
WDR Münster Lokalzeit

 Veröffentlicht von am 20. März 2014