Mrz 122014
 
Blockade der Zufahrt zur Verpressbohrung Dethlingen H1

Blockade der Zufahrt zur Verpressbohrung Dethlingen H1

Umweltschützer verzögern mit einer Blockade die Anlieferung des giftigen Lagerstättenwassers mit Gefahrgut-Tanklastwagen zur Versenkbohrung von Exxon Mobil in der Ortschaft Oerrel/Stadt Munster

Die Forderung: Stoppt das Versenken von giftigem Lagerstättenwasser aus der Erdgasförderung im Untergrund

Mit ihren Körpern, Fahrzeugen und einem hübsch gedeckten Frühstückstisch blockierten Grundwasserschützer heute Vormittag stundenlang die Zufahrt zur Versenkbohrung Dethlingen H1 nahe Oerrel bei Munster. Mehrere Gefahrgut-Tanklastwagen mit flüssigem Giftmüll aus der Erdgasproduktion konnten die Versenkbohrung nicht anfahren.

Die Versenkbohrung Dethlingen H 1 der Firma Exxon Mobil im Ortsteil Oerrel der Stadt Munster liegt nahe der Kreisgrenze Heidekreis/Landkreis Uelzen, 25 km westlich von Uelzen nahe der Bundesstraße 71. Das giftige Lagerstättenwasser, welches bei der Gasförderung im Lk. Uelzen und im Heidekreis anfällt wird in Oerrel/Stadt Munster in 1.100 m Tiefe verpresst. „Das Lagerstättenwasser enthält u. a. die krebsauslösenden Stoffe Benzol und Toluol, toxische Schwermetalle wie Quecksilber und Blei und ist viermal so salzhaltig wie Meerwasser. Nach Angabe des zuständigen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) aus Hannover wurden bis zum 1. Januar 2013 in der Versenkbohrung Dethlingen H1 das Volumen von 1.022.239 m³ Lagerstättenwasser verpresst.

„Durch diese Praxis sehen wir eine erhebliche Gefahr der Verseuchung unseres Grundwassers. Hier in der Region gibt es diverse Tiefbohrungen, wir befürchten, dass das giftige Lagerstättenwasser irgendwann die oberen Grundwasserschichten erreicht. Wenn das passiert, haben wir ein großes Problem für unser Trinkwasser, aber auch für das Beregnungswasser für die Landwirtschaft. Wir fordern, dass die Verpressung des Lagerstättenwassers gestoppt wird.“, erklärte Bernd Ebeling von der BI gegen Atomanlagen Uelzen die Aktion. An der Aktion beteiligten sich außerdem Vertreter der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Bürgerinitiative gegen Gasbohren im Landkreis Rotenburg, Bürgerinitiative Lebensschutz/Bürger gegen Atommüll aus Suderburg/Lk. Uelzen.

 Veröffentlicht von am 12. März 2014

Kommentare sind derzeit nicht möglich.