Apr 142014
 

Letzten Samstag an der Esso-Tankstelle in Lüneburg: Hier sollten Sie nicht tanken!

Letzten Samstag an der Esso-Tankstelle in Lüneburg: Hier sollten Sie nicht tanken!

Eine Aktion vor der Lüneburger Esso-Tankstelle am vergangenen Samstag sorgt für diese Schlagzeile: Esso — hier sollten Sie nicht tanken! Mit Transparenten, Flyern und einem Infotisch machten Aktivisten der Anti-Fracking-BIs aus Lüneburg und Uelzen Autofahrer und Passanten darauf aufmerksam. Warum nicht? „Esso ist eine 100%-ige Tochter von ExxonMobil“, antwortet dazu Bernd Ebeling von der BI Uelzen. „Exxon verfolgt besonders hartnäckig die Zulassung der hochgefährlichen, umstrittenen Fracking-Technik! Außerdem hat Exxon bislang in Deutschland die meisten Fracs durchgeführt.“
 
Gerade angesichts der erneuten Diskussion um die russischen Gaslieferungen ist es wichtig, die Energiewende und damit die Abkehr von fossilen Brennstoffen mit allen Kräften voran zu treiben. „Das Auspressen der allerletzten Gasreserven mittels Verfahren, die schon im sogenannten „konventionellen“ Betrieb in großen Mengen hochproblematisches Abwasser erzeugt, verfestigt nur den falschen Weg.“ sagt Petra Kruse-Runge von der Gruppe „Wir gegen fracking“ vom BUND in Lüneburg. „Wir brauchen die Energiewende von unten, aus Bürgerhand, denn wir sehen an ExxonMobil deutlich, dass bei den Konzernen nur der Gewinn eine Rolle spielt.“
 
Um die Erkundungsfelder in den Landkreisen Lüneburg und Uelzen hat es schon mehrfach Diskussionen gegeben, nachdem trotz der Ablehnung in den Kreistagen die Landesbergbaubehörde (LBEG) amerikanischen und kanadischen Großkonzernen die Aufsuchungserlaubnis gegeben hatte. Die Bürgerinitiativen sehen klare Verfahrensfehler und fordern die Rücknahme der Erlaubnis und ein sofortiges Verbot der Fracking-Technik!

 Veröffentlicht von am 14. April 2014

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