Mai 152014
 

kaeuflich_und_partnerProteste erwartet: Unternehmensberatung wirbt für Freihandelsabkommen

(Lüneburg, 15. Mai 2014) Am kommenden Samstag, dem 17. Mai, wirbt die Unternehmensberatung „Käuflich und Partner Ltd.“ mit einem Infostand Am Sande für das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU. Die Initiative Wir gegen Fracking fordert Bürgerinnen und Bürger auf, gegen diesen Infostand zu protestieren und den Konzernvertretern „ordentlich die Meinung zu sagen“. Es werde erwartet, dass Konzernvertreter gegen 11 Uhr einen Infostand Am Sande zwischen Eingang Bäckerstraße und Bushaltestelle aufbauen, wie die Initiative von Insidern erfahren habe.

Wir gegen Fracking kritisiert, dass das Lobby-Unternehmen mit Scheinargumenten das geplante Freihandelsabkommen zwischen USA und EU beschönigt. In den Flyern von „Käuflich und Partner“, die der Anti-Fracking-Initiative im Vorfeld zugespielt wurden, fordern die Lobbyisten unverhohlen den Einsatz der umweltgefährdenden Gasfördermethode Fracking. Die Beratungsfirma wirbt gegenüber Unternehmen mit der Aufweichung von sozialen und ökologischen Standards durch das Freihandelsabkommen. So heißt es auf dem Flyer zum Beispiel: „All you can buy: Handelshemmende Umwelt- und Sozialstandards können auf einen Schlag aufgehoben werden und müssen nicht mühsam einzeln weggekauft werden“. Die Einfuhr von Genfood nach Europa bezeichnet die Unternehmensberatung als „GENial“.

Die Initiative Wir gegen Fracking sieht in dem Auftritt von „Käuflich und Partner Ltd.“ in Lüneburg bestätigt, was sie seit langem in Bezug auf das geplante Freihandelsabkommen befürchtet: Die Verhandlungen sind auf die Interessen der Großkonzerne zugeschnitten und die Öffentlichkeit wird übergangen. Gleichzeitig werden demokratisch errungene Umwelt- und Sozialstandards durch einen vertraglich festgeschriebenen Schutz für Investoren ausgehebelt. Wir gegen Fracking kündigt daher an, am Samstag ab 12 Uhr gegen den Infostand von „Käuflich und Partner Ltd.“ Am Sande zu protestieren. Bürgerinnen und Bürger in Lüneburg sind aufgerufen, sich anzuschließen.

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