Jun 012014
 

Bohrlochkopf Söhlingen Z14

Bohrlochkopf Söhlingen Z14

Gemeinsame Presseerklärung der

Bürgerinitiative Wittorfer Bürger für Umwelt und Gesundheit (WUG), Lk. Rotenburg
BürgerInneninitiative Umweltschutz Uelzen (BI Ue
lzen)

Demonstration am 2. Juni 2014 um 19 Uhr vor der Exxon Mobil-Gasfördersonde Söhlingen Z 14, Gemeinde Neuenkirchen, Heidekreis/Niedersachsen

Soltau/Wittorf/Uelzen, 1. Juni 2014 — Bürgerinitiativen fordern den Gas- und Ölförderkonzern ExxonMobil ultimativ auf: Stoppen Sie die Arbeiten auf ihrer Erdgasfördersonde Söhlingen Z 14. Wir befürchten, dass bei der Bohrlochreinigung (Coiled Tubing Clean Out) Giftstoffe wie z. B. Quecksilber austreten und somit Wasser und Boden verschmutzen!

Ende März/Anfang April diesen Jahres waren bei Bohrlochreinigungen im Söhlinger Erdgasfeld (Landkreis Rotenburg und Heidekreis) gesundheitsgefährdene Stoffe bei einer Bohrlochreinigung (Fachbegriff: coiled tubing clean out) ausgetreten. Von betroffenen Bürgern, welche außerhalb des ExxonMobil-Betriebsplatzes standen, wurde Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Verden ermittelt in dieser Sache.

ExxonMobil hat nach diesem Vorfall weitere Bohrlochoptimierungen in Niedersachsen durchgeführt. „Uns ist unverständlich, dass ExxonMobil mit den Bohrlochreinigungen weitermachen darf und das zuständige Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie keine Messungen des Schadstoffausstoßes sowie im Umfeld der Erdgasfördersonden in Boden und Grundwasser vornimmt. Solange die Ursachen nicht vollständig aufgeklärt sind darf ExxonMobil keine Bohrlochreinigung mehr durchführen. Wirtschaftsminister Olaf Lies, weisen Sie das LBEG an, die Genehmigung für die Bohrlochreinigung vorübergehend auf Eis zu legen, bis die Ursachen geklärt sind“, fordert Heinz-Hermann Gerke von der Bürgerinitiative Wittorfer Bürger für Umwelt und Gesundheit (WUG) aus dem Landkreis Rotenburg.

Bernd Ebeling, Pressesprecher der BürgerInneninitiative Umweltschutz Uelzen und Anmelder der Demonstration, kündigt an: „Wir werden prüfen, ob gegen ExxonMobil straf- und zivilrechtliche Klagen incl. Schadenersatzforderungen einzuleiten sind und erforderlichenfalls unserer Aufforderung mit friedlichen Aktionen zivilem Ungehorsams (Sitz- und Treckerblockaden usw.) Nachdruck verleihen.“

Der Kreisverband Heidekreis von Bündnis 90/Die GRÜNEN unterstützt die Protestaktion am 2. Juni um 19 Uhr und hat alle seine Mitglieder dazu aufgefordert, ihre Meinung vor Ort (Söhlingen Z 14) kund zu tun.

 Veröffentlicht von am 1. Juni 2014

Kommentare sind derzeit nicht möglich.