Okt 092014
 

ExxonMobilWer bislang geglaubt hat, dass EXXON ein Konzern ist, der Umweltverschmutzungen, die er zu verantworten hat, auch rücksichtslos aufklärt, wird stark enttäuscht sein. Der NDR berichtet  in diesem Beitrag von dem Krisenmanagment des Weltkonzerns. Im Erdgasfeld Söhlingen waren bekanntlich im Mai-Juni 2014 an einem Bach bis zu hundertmal höhere Quecksilber-Werte pro Kilo Erdreich als normal vorgefunden worden. Was Exxon behauptet- und wie die Realität aussieht, lesen sie hier.

In einem Radio Bremen Beitrag vom 09.07.2014  berichtet ein Herr Dr. Kassner  von Exxon Mobil (ab Minute 13), dass bei  Reinigungsarbeiten der ausgemusterten Anlagenteile quecksilberhaltige SPRITZER in die unmittelbare Umgebung der Plätze gelangt sind und so die Verunreinigungen hervorgerufen haben. Er schließt aus, dass durch Reinungarbeiten solche Verunreinigungen in den letzten 20 Jahren entstanden sind, weil es Waschplätze gäbe, wo gereinigt werde. GENAU DAS IST ABER JETZT DOCH WOHL GESCHEHEN!

 

Laut Dietrich Wiedemann von den Soltauer Grünen räumten Exxon-Vertreter gegenüber den Politikern im Heidekreis ein, dass der Graben aufgrund „reiner Schluderei“ mit Quecksilber verseucht wurde. Die Verunreinigung sei entstanden, als Exxon-Mitarbeiter mit Quecksilber belastetes Arbeitsgerät wuschen, so Wiedemann. Wie der Exxon-Sprecher bestätigte, sei das Waschwasser daraufhin in den Graben gelangt.

Wer sich schon etwas länger mit EXXON und der Aufklärung von Umweltverschmutzungen befasst, wird sich an  Fernsehbeiträge aus Dezember 2010/Januar 2011 erinnern. Hier waren auch in Niedersachsen Verunreinigungen durch Lagerstättenwasserleitungen bekanntgeworden. Der Ober-Exxon Pressesprecher Norbert Stahlhut behauptete seiner zeit im NDR Fernsehen, dass es Unfälle bei EXXOn nicht geben könne. Wörtlich sagte er:

Wir arbeiten seit 50 Jahren sicher und störungsfrei in Deutschland…. ich schließe das (Anmerkung: Unfälle) aus.

Wir stellen also fest: Trotz eines Verbotes, wurden Anlagenteile auf Plätzen gewaschen, wo diese nicht für ausgelegt waren. Weiter stellen wir fest, das diese Sauerei wohl durch menschliches Versagen hervorgerufen wurde und man Sprüchen eines PR-Fritzen keinen Glauben schenken darf.

Noch eine zynische Bemerkung zu folgendem Satz:

 Die 200 weiteren Bodenproben, die Exxon eigenen Angaben zufolge in dem Graben genommen hat, sind laut Unternehmen noch nicht ausgewertet.

  • Versucht man uns hier wieder hinters Licht zu führen?
  • Warum dauert es über 4 Monate um diese Bodenproben auszuwerten?
  • Sind wohl noch weitere erhöhte Quecksilbergehalte festgestellt worden?
  • Und lassen sich diese aus lokalen Gründen, nicht dem Reinigen der Anlagenteile zuordnen?
  • Ist doch das Abfackeln von Erdgas schuld an den erhöhten Werten?

WIR BLEIBEN DRAN!!!

 

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Exxon-Quecksilber-Verseuchung-war-Schluderei,erdgas306.html

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