Nov 012014
 

Erdgasverbrauch um 18% eingebrochen. Verbrauchstrend weiter rückläufig.

Mit der Veröffentlichung der Jahresprognose der AG Energiebilanzen zeichnet sich ein deutliches Bild: Fracking ist unnötig. Entgegen Exxons eigennütziger Studien sinkt der Gasverbrauch weiter, dieses Mal witterungsbedingt sogar besonders deutlich um volle 18 Prozent. Damit setzt sich trotz Energiewende und Atomausstieg der langfristige Trend zu geringerem Gaskonsum weiter fort.

Auch der Anteil des Erdgases am gesamten Energieverbrauch reduzierte sich um 2,9 Prozentpunkte auf jetzt noch 19,8 Prozent. Damit wurde im Vergleich zum Vorjahr mehr als dreimal soviel Gas eingespart, wie in Deutschland mittels Fracking aus Sandgesteinen überhaupt gewonnen wird! Im Sandstein wird das umstrittene Fracking in Norddeutschland schon länger praktiziert, deckt jedoch gerade einmal 0,8% vom hiesigen Energiebedarf.

Mehr Gas gespart als gefrackt

Mehr Gas gespart als gefrackt

Optimistische Prognosen sehen bei Ausweitung des riskanten Verfahrens auf Schiefergasvorkommen einen vielleicht möglichen Beitrag von 15% am Gasverbrauch bzw. 3% am gesamten Primärenergiebedarf – also in etwa der Umfang, der dieses Jahr weggespart wurde. Ob die erhofften Vorkommen förderbar sind und zu welchen wirtschaftlichen Bedingungen ist jedoch ungewiss. Exxons bisherige Ergebnisse in Damme und Oppenwehe fielen eher enttäuschend aus. Für Oppenwehe hat ExxonMobil bereits die Verfüllung der Probebohrung angekündigt, mangels Gasvorkommen, wie es Seitens Exxons gegenüber der Presse hieß.

Im Gegenzug zum rückläufigen Gasverbrauch konnten die Erneuerbaren Ihren Anteil an der Bedarfsdeckung erneut um 0,9 Prozentpunkte ausbauen, was ebenfalls die auf das Sandstein-Fracking entfallende Energiemenge wettmacht. Ein konsequenter Verzicht auf Hochrisikotechnologie unter unseren Füßen ist somit ohne weiteres möglich. Auch Versorgungsprobleme muss dann niemand fürchten. Trotz Ukraine-Konflikt und Kompressorproblemen in Norwegen sind die Importpreise im Jahresverlauf spürbar gesunken und liegen inzwischen ein Viertel unter dem Preisniveau der Vorjahre. Von Engpässen findet sich im europäischen Markt derzeit keine Spur…

Importpreis

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