Nachruf für Rudolf Schäfer, Waldeck-Frankenberg

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Jan 302016
 

                                                                             3 Bild von Rudi Schäfer 3

Am 31.01.2016 jährt sich der Todestag von Rudolf Schäfer, Mitglied des Landesvorstandes Hessen des BUND.

Wir haben genug Anlass, uns der außerordentlich guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Rudolf dankbar zu erinnern. Wann immer es gegen Fracking ging, war er aktiv und engagiert zur Stelle und unterstützte unsere Arbeit bei „Gegen Gasbohren“ auf mannigfaltige Weise.

Unvergessen ist auch das Bundestreffen von „Gegen Gasbohren“ im Mai 2013 in Korbach, dem er durch seine Art und sein sachlich-respektvolles Eingehen auf die Gedanken anderer eine besondere Prägung gab. Rudolf war ein versierter und engagierter Organisierer, der bei Schwierigkeiten erst richtig in Schwung kam.

Als dann die sogenannten Freihandelsabkommen in den Fokus rückten, war es wieder Rudolf Schäfer, der sich bereits hartnäckig in dieses neue Gebiet vertieft hatte und uns auf die Gefahren wiederholt engagiert aufmerksam machte. Auch zu diesem Thema hat er uns wesentliche Impulse und Anregungen gegeben.

An dem Erfolg des hessischen Widerstandes gegen Fracking, mit der verweigerten Aufsuchungserlaubnis für Nordhessen, hatte Rudolf Schäfer einen großen Anteil. Für Natur- und Umweltschutz im nordhessischen Raum war er ja sowieso seit vielen Jahren engagiert.

Wir denken aus Anlass des 1. Jahrestages seines Ablebens dankbar an die Zusammenarbeit und die Begegnungen mit Rudolf Schäfer zurück. Von seiner Art bräuchte es mehr.

Werner Diehl, Volker Fritz Mitglieder im Zusammenschluss    „Gegen Gasbohren“

 

 

 

 Veröffentlicht von am 30. Januar 2016
Jan 252016
 

 

 

 

In Bezug zu unseren Artikeln vom 14. u. 29.12.2015: Riesen-Erdgasaustritt aus Kavernenspeicher in Kalifornien lassen die neuesten ergänzenden Informationen befürchten, dass dieses Gasleck am Aliso Canyon in Kalifornien zum größten bisher registrierten einzelnen Umweltschaden durch Kohlenwasserstoffe führen wird, da es noch Monate brauchen wird, die defekte Rohrleitung von 178 mm Durchmesser im Untergrund abzudichten.

Pro Monat entweichen mindestens 3.000.000 t CO2-Äquivalent.
Seit dem 23.10.2015 bläst der Speicher Erdgas ab. Es sind also inzwischen schon Erdgasmengen in die Atmosphäre entwichen, die etwa 9.000.000 t CO2-Äquivalent entsprechen.

Versuche über das Förderrohr das Leck zu verschließen sind allesamt gescheitert! Zum Glück ist bisher kein Feuer ausgebrochen. Das Gas strömt unverbrannt unter hohem Druck ins Freie.

Die Anwohner werden in immer größerem Umkreis um die Austrittstelle herum evakuiert, weil das Gas sich in der Umgebung anreichert und durch die Geruchszusätze zu Verätzungen der Atemwege und Schleimhäute führt.

Mittlerweile ist der Evakuierungsradius auf 3 Meilen = 4,9 km ausgedehnt worden und einige Tausend Haushalte mussten verlassen werden.

Wegen der Schwierigkeit, zwei Entlastungs- und Verschließungsbohrungen in einigen Hundert Metern Tiefe niederzubringen, unter den besonderen Umständen, wird es wohl noch mindestens bis März 2016 dauern, ehe das Leck verschlossen werden kann.

Der Gesamtschaden wird sich dann voraussichtlich auf etwa 12.000.000 t CO2-Äquivalent aufsummiert haben. Das entspricht dem Volumen von 30 Supertankern für Crude Oil von je 400.000 t Ladekapazität.

Untersuchungen in der Speicheranlage Aliso Canyon haben inzwischen ergeben, dass die defekte Rohrleitung kein Sicherheitsventil unten in der Rohrleitung mehr hat. Es wurde vor Jahrzehnten ausgebaut. Und auch an weiteren Kavernen in der Nachbarschaft wurde so verfahren. Auch sie haben diese Sicherheitsventile nicht mehr und bilden dadurch ein erhöhtes Risiko.

Anmerkung:
In den kalifornischen Medien wurde der Schaden zunächst eher klein dargestellt. Bei den Angaben des „California Air Resources Board“ wird eine Schadenswirkung von unverbranntem Methan von nur 28 mal größer errechnet, wenn man die gleiche Menge an CO2 zugrunde legt. So wurden aus 36.000 t Methan nur 1.000.000 t CO2-Äquivalent/Monat. In Wahrheit ist sie jedoch bei frisch ausgetretenem Methan 86 mal stärker (auch 100 x wird von einigen Wissenschaftlern angegeben) und erreicht erst nach etwa 100 Jahren Verweildauer in der Atmosphäre den von den örtlichen Medien gewählten, niedrigeren Ansatz. Die obigen Schätzungen basieren auf der höheren Schadenswirkung des frisch ausgetretenen Methans.

Die Gaswolke am Aliso Canyon ist mit entsprechenden Kameras sichtbar:

Video Released Allegedly Showing Cloud of Natural Gas After Aliso Canyon Leak

 

 

7. Bundestreffen aller Mitglieds-BIs von „Gegen Gasbohren“

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Jan 252016
 

 

 

 

 

 

Bundestreffen aller Mitglieds-BIs von „Gegen Gasbohren“
in Osnabrück am 20. und 21.02.2016

 

Teilnehmer von BIs aus ganz Deutschland werden erwartet
zur Erörterung der aktuellen Entwicklungen und Erarbeitung weiterer Aktivitäten.

Interessenten bitte melden bei: Werner Diehl
e-mail: wernerdiehlks@gmail.com

 Veröffentlicht von am 25. Januar 2016

Achtung!! Die Nicht-Regulierungs-Spezialisten kommen!

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Jan 232016
 

 

 

 

Achtung!! Die Nicht-Regulierungs-Spezialisten kommen!

Herr Juncker liebt das „Nicht-Regulieren“ durch die Industrie-Lobbyisten.
Dann „flutscht“ alles für die durch „Nicht-Regulierung geschützten und gestützten
Branchen“ besser. Ob die EU-Bevölkerung dabei einen Vorteil hat, ist zweitrangig.

Die Kommission bereitet eine interne „Regulierungsorganisation“in der EU vor.
Falls die sogenannten Freihandelsabkommen doch nicht zum Tragen kommen,
will man doch wenigstens regulatorische neue Maßnahmen
z.B. zum Umweltschutz, Gesundheitsschutz, zur Arbeitssicherheit usw. verhindern,
welche der Industrie und Wirtschaft mehr Kosten aufbürden würden.

Die Wirtschaft soll ein starkes Mitspracherecht erhalten.

 

weitere Informationen in der Pressemitteilung

http://www.brot-fuer-die-welt.de/pressemeldung/2016-noch-mehr-macht-fuer-wirtschaftslobbyisten.html

 

 Veröffentlicht von am 23. Januar 2016

BBU: Fracking-Studie der BGR ungeeignete Grundlage für eine wissenschaftliche Diskussion

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Jan 212016
 

 

 

 

 

 

BBU-Pressemitteilung
20.01.2016

BBU: Fracking-Studie der BGR ungeeignete Grundlage für eine wissenschaftliche Diskussion

 

(Bonn, Berlin, 20.01.2016) Als ungeeignete Grundlage für eine wissenschaftliche Diskussion über Fracking-Gefahren bewertet der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) die am Montag (18.01.2016) von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) publizierte Studie „Schieferöl und Schiefergas in Deutschland – Potenziale und Umweltaspekte“. Ein ideologisch motiviertes Pro-Fracking-Vorwort des BGR-Präsidenten Hans-Joachim Kümpel lässt bereits Zweifel an der Zielsetzung und damit an den Ergebnissen der Studie hinsichtlich der Umweltauswirkungen aufkommen. Aber auch die in der Studie dargestellten Ermittlungen und Darstellungen der Umweltauswirkungen werfen bohrende Fragen hinsichtlich der Wissenschaftlichkeit auf.

Oliver Kalusch, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands des BBU, führt dazu aus. „Es scheint, dass jedes Argument in der Studie hinsichtlich der Strömungs- und Transportmodellierung, der Rissausbreitung und der induzierten Seismizität im Detail überprüft werden muss. Denn bei einem ersten Blick drängt sich der Eindruck auf, dass relevante Aspekte nicht oder nicht angemessen betrachtet wurden, die Studie teilweise irreführend ist oder Aussagen nicht belegt sind.“

Eine für die Bewertung der Technik bedeutsame Ausblendung liegt bereits beim zentralen Thema Seismizität vor. So wird Fracking in geologischen Störungszonen zwar korrekt als besonders relevant für die Entstehung von Erdbeben größerer Stärke angesehen. Im weiteren Verlauf der Studie spielt dies bei der Ermittlung und Bewertung der Umweltauswirkungen aber keine Rolle mehr. Damit werden Gefahrenpotentiale des Fracking-Verfahrens systematisch unterschätzt.

Irreführend ist die Betrachtung der in Deutschland durchgeführten Fracs. So wird zu Beginn des Kapitels 3 „Umweltaspekte – Fracking“ hierzu lapidar festgestellt: „Hinweise auf Verunreinigungen des Grundwassers im Zusammenhang mit irgendeiner dieser Stimulationen sind nicht bekannt.“ Dadurch wird der Eindruck erweckt, dass Messungen stattgefunden hätten, aber keine Kontaminationen festgestellt wurden. Tatsächlich hat es nie ein systematisches Monitoring der Umweltauswirkungen der Fracs gegeben, so dass auch keine Daten vorliegen. Dieser Sachverhalt wird dem Leser jedoch vorenthalten. Aus dem Erkenntnisdefizit wird schließlich im Vorwort: „Einschlägige Vorschriften, hohe Standards und strenge Genehmigungsverfahren haben dabei wirksam verhindert, dass es bei uns Schadensfälle gegeben hat.“ Eine derartige Aussage kann angesichts fehlender Daten und Erkenntnisse nicht als seriös betrachtet werden und wirft ein bezeichnendes Licht auf den Charakter der BGR-Studie.

Weiterhin wird in der Studie behauptet, es gäbe ein „bereits existierendes bewährtes technisches Regel- und Überwachungsinstrumentarium“. Jedoch können dazu nur zwei Beispiele dargestellt werden. In diesem Zusammenhang wird ein Anteil von 2 % – 7 % für Bohrungen mit Mängeln der Bohrlochintegrität zwar erwähnt, Maßnahmen zur Prävention werden hingegen nicht dargestellt. Der Grund ist klar: Beim Fracking existiert kein nationales oder europäisches System zur Verhinderung von Schadensereignissen oder zur Begrenzung ihrer Auswirkungen, wie es beispielsweise bei Chemieanlagen Standard ist. Normen für Gasbohrungen werden weitgehend aus den USA übernommen und haben dort die bekannten Grundwasserkontaminationen nicht verhindern können.

Oliver Kalusch gibt folgendes Resümee: „Der erste Blick zeigt, dass die BGR-Studie, die die Unbedenklichkeit von Fracking belegen soll, nicht überzeugt. Ich bin sicher, dass in den nächsten Wochen zahlreiche weitere Defizite aufgezeigt werden. Für eine Legitimation von Fracking ist die Studie aber bereits jetzt ungeeignet.“

Weitere Informationen zum Thema Fracking unter http://www.bbu-online.de (Arbeitsbereiche).

 

 

 Veröffentlicht von am 21. Januar 2016

Chance vertan in NRW !

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Jan 192016
 

Logos_NABU_BUND_LNU

 

Die Naturschutzverbände kritisieren den vorgelegten Entwurf des Landesentwicklungsplan scharf.

Hier wird im Gegensatz zu allen Klimaschutzzielen und Plänen zur Reduzierung des Flächenverbrauches agiert .

Eine klare Begrenzung oder gar ein Verbot von Fracking fehlt völlig.

Die ausführliche Stellungnahme ist hier nachzulesen.

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